Der ADAC hat aktuell eine dringende Warnung vor neuen Betrugsmaschen herausgegeben, die Autofahrer beim Bezahlen von Parkgebühren ins Visier nehmen. Kriminelle nutzen demnach sowohl manipulierte QR-Codes direkt an Parkautomaten als auch gefälschte Textnachrichten, um sensible Nutzerdaten und Finanzinformationen abzugreifen. Experten beobachten eine Zunahme dieser als „Quishing“ und „Smishing“ bekannten Methoden, die die Bequemlichkeit digitaler Bezahlsysteme ausnutzen.
Manipulierte QR-Codes an Parkstationen
Ein zentraler Aspekt der Warnung betrifft die physische Manipulation von Parkautomaten. In vielen Städten ist es mittlerweile üblich, Parkgebühren über Apps oder mobile Webseiten zu entrichten, die per QR-Code aufgerufen werden. Betrüger machen sich diesen Prozess zunutze, indem sie gefälschte QR-Codes auf Aufklebern über die originalen Codes der Betreiber kleben.
Scannt ein Nutzer diesen präparierten Code, wird er nicht zum offiziellen Zahlungsdienstleister weitergeleitet, sondern auf eine täuschend echt gestaltete Phishing-Webseite. Dort werden die Betroffenen aufgefordert, ihre Kreditkartendaten oder andere persönliche Informationen einzugeben.
Der ADAC weist darauf hin, dass die Kriminellen auf diese Weise nicht nur die Parkgebühr unterschlagen, sondern potenziell Zugriff auf das gesamte Bankkonto oder die Identität der Opfer erhalten können.
Betrug durch gefälschte SMS-Nachrichten
Zusätzlich zur Manipulation vor Ort berichten Sicherheitsexperten von einer Häufung betrügerischer SMS-Nachrichten. Bei dieser Form des Smishings erhalten Autofahrer Kurznachrichten, die vorgeben, von offiziellen Park-App-Anbietern oder Behörden zu stammen. In diesen Nachrichten wird oft behauptet, ein Parkvorgang sei nicht korrekt abgeschlossen worden oder es stünden Bußgelder aufgrund fehlender Zahlungen aus.
Die Empfänger werden unter Druck gesetzt, einem beigefügten Link zu folgen, um die Angelegenheit zu klären oder eine Nachzahlung zu leisten. Diese Links führen jedoch ebenfalls auf schadhafte Webseiten. Der ADAC betont, dass seriöse Anbieter von Park-Apps oder kommunale Überwachungsbehörden in der Regel keine Zahlungsaufforderungen oder Mahnungen per SMS mit direkten Zahlungslinks versenden.
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Empfehlungen zum Schutz vor Datenmissbrauch
Um sich vor diesen Maschen zu schützen, raten Fachleute zu erhöhter Aufmerksamkeit beim Bezahlvorgang. Vor dem Scannen eines QR-Codes an einem Automaten sollte stets geprüft werden, ob es sich um einen Aufkleber handelt, der möglicherweise den ursprünglichen Code verdeckt. Ist eine Kante spürbar oder wirkt der Code nachträglich angebracht, sollte von einer Nutzung abgesehen werden.
Juristen und Sicherheitsexperten empfehlen zudem, für die Zahlung von Parkgebühren bevorzugt die offiziellen Apps der Anbieter zu nutzen, die direkt aus den gängigen App-Stores bezogen wurden.
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Durch die manuelle Eingabe der Parkzonennummer in einer bereits installierten App lassen sich manipulierte Links vollständig umgehen. Zudem wird dazu geraten, niemals auf Links in unaufgeforderten SMS-Nachrichten zu klicken, insbesondere wenn diese zur Eingabe von Zahlungsdaten auffordern.
Sollten Nutzer bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben haben, ist schnelles Handeln erforderlich. Experten raten in solchen Fällen dazu, umgehend das betroffene Kreditinstitut zu kontaktieren, um Karten sperren zu lassen, und den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Auch eine Überprüfung der letzten Kontobewegungen auf unautorisierte Abbuchungen ist dringend geboten.

