Indiens führender Anbieter für Industrierobotik Addverb hat den Markt für humanoide Roboter betreten. Das Unternehmen stellte auf der LogiMAT India 2026 in Mumbai den Elixis-W vor – einen humanoiden Roboter auf Rädern, der für komplexe Industrieumgebungen entwickelt wurde. Der Start markiert einen strategischen Schwenk des von Reliance Industries unterstützten Unternehmens hin zu „Physical AI“ in der Fertigung und Logistik.
Ein Radroboter für die Fabrikhalle
Der Elixis-W setzt nicht auf zwei Beine, sondern auf eine radbasierte Plattform. Diese Bauweise ist für die ebenen, weitläufigen Böden von Fabriken und Lagern optimiert. Der Roboter soll autonom in unstrukturierten Umgebungen navigieren können und damit flexibler sein als herkömmliche fahrerlose Transportsysteme (FTS).
Im Kern des Roboters arbeitet eine ausgeklügelte „Physical AI“-Architektur mit zwei NVIDIA Jetson Orin und Thor Intelligence Einheiten. Diese Rechenleistung ermöglicht ihm, große Datenmengen für Wahrnehmung, Planung und Steuerung in Echtzeit zu verarbeiten. Der Roboter lernt aus seiner Umgebung und passt sich dynamischen Prozessen an.
Ausgestattet mit zwei Armen und fünf-fingrigen Händen kann der Elixis-W präzise Handhabungsaufgaben übernehmen. Auf der Messe demonstrierte Addverb, wie der Roboter sicher mit menschlichen Mitarbeitern zusammenarbeitet – bei Tätigkeiten, die bisher manuell erledigt werden mussten.
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Strategie: Mensch und Maschine im Team
CEO Sangeet Kumar präsentierte den Elixis-W als Verkörperung der Unternehmensphilosophie zur Mensch-Roboter-Synergie. Der Roboter soll repetitive, riskante oder körperlich anstrengende Aufgaben übernehmen. „So können sich menschliche Talente auf wertschöpfendere Entscheidungsprozesse konzentrieren“, so Kumar.
Anders als forschungsorientierte Humanoiden ist der Elixis-W für den sofortigen Einsatz in der Produktion gebaut. Seine Stärke: Er soll auch in bestehenden Fabriken arbeiten können, die nicht speziell für Automatisierung umgerüstet sind. Das ist eine zentrale Hürde für viele etablierte Betriebe.
Ein umfassendes Ökosystem für die Logistik
Parallel zum Humanoiden zeigte Addverb auf der Messe weitere Neuheiten für die Intralogistik. Dazu gehört der Cruiser 360, ein Vier-Wege-Palettenshuttle für Hochregallager, sowie der autonome Gabelstapler FlowT.
Diese gleichzeitigen Produkteinführungen verdeutlichen die Strategie: Addverb will ein komplettes Ökosystem aus humanoiden Robotern, autonomen Transportfahrzeugen (AMR) und stationären Automatisierungslösungen anbieten, die nahtlos zusammenarbeiten.
Marktanalyse: Rad gegen Bein
Mit dem Elixis-W tritt Addverb in direkte Konkurrenz zu globalen Robotikfirmen, die ebenfalls auf humanoide Formen setzen. Branchenbeobachter sehen in der radbasierten Plattform klare Vorteile für industrielle Anwendungen: mehr Stabilität und Energieeffizienz auf ebenen Flächen.
Der Wechsel von rein software-basierter KI („Agentic AI“) zu verkörperter Intelligenz („Physical AI“) gilt 2026 als großer Trend. Die Integration von NVIDIAs Hardware unterstreicht die zunehmende Verschmelzung von generativer KI und Robotik. Mit der Unterstützung durch Reliance Industries signalisiert Addverb zudem Indiens Ambition, zu einem Zentrum für fortschrittliche Roboterfertigung zu werden – jenseits des erfolgreichen Software-Exports.
Pilotprojekte und Ausblick
Nach der Vorstellung plant Addverb Pilotprogramme mit Industriepartnern, um den Elixis-W im realen Einsatz zu validieren. Die Architektur des Roboters unterstützt kontinuierliches Lernen; seine Fähigkeiten sollen mit mehr Betriebsdaten wachsen.
Ein erfolgreicher Einsatz solcher Rad-Humanoiden könnte das Konzept der unbeaufsichtigten „Lights-out“-Fertigung beschleunigen. Addverb betont jedoch weiterhin den kollaborativen Ansatz. Die nahe Zukunft sieht das Unternehmen in einem effizienten und sicheren Miteinander von Menschen und Robotern in globalen Lieferketten.
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