Adobe Creative Cloud 27: Premiere Pro und After Effects nur noch mit Apple Silicon

Adobe setzt bei Creative Cloud künftig auf Apple Silicon. Apple schließt Sicherheitslücken und beendet die Mac-Pro-Ära.

Der Mac-Hersteller treibt den Übergang zu eigenen Chips massiv voran – und lässt Intel-Nutzer zunehmend zurück. Adobe zieht nun nach, während Apple zeitgleich Sicherheitslücken schließt und seine Profi-Hardware neu aufstellt.

Adobe verabschiedet sich von Intel-Macs

Adobe hat bestätigt, dass die kommende Version 27 der Creative Cloud, die für Herbst 2026 geplant ist, für mehrere Kernanwendungen zwingend Apple-Silicon-Prozessoren (M1 oder neuer) voraussetzt. Premiere Pro, After Effects, Media Encoder und Audition werden Intel-basierte Macs damit nicht mehr unterstützen.

Als Gründe nennt der Software-Konzern das Fehlen einer dedizierten Neural Engine sowie die Vorteile des Unified Memory in Apples eigenen Chips. Intel-Nutzer erhalten zwar keine neuen Funktionen mehr, können aber noch etwa ein Jahr lang mit Sicherheitsupdates für die aktuelle Version 26.x rechnen. Bereits Anfang 2025 hatte Substance 3D Painter 11.0 als erste Adobe-Anwendung den Intel-Support eingestellt – der Trend ist also nicht neu.

Dringende Sicherheitsupdates für drei macOS-Generationen

Apple hat am 6. August Sicherheitsupdates veröffentlicht, die eine Schwachstelle in der Bildschirmfreigabe schließen. Der Fehler mit der Kennung CVE-2026-65400 ermöglichte offenbar eine Authentifizierung ohne gültige Zugangsdaten.

Die Patches stehen für macOS Tahoe 26.6.1, macOS Sequoia 15.7.9 und macOS Sonoma 14.8.9 bereit. Auch ältere Geräte wie das MacBook Pro von 2019 oder der Intel-basierte iMac von 2020 sind abgedeckt. Sicherheitsexperten warnen, dass die Lücke einen unbefugten Zugriff über das Netzwerk erlaubt – ein Update ist daher dringend anzuraten.

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Das Ende der Mac-Pro-Ära

Am 7. August jährte sich die Einführung des ersten Mac Pro zum 20. Mal – doch das Jubiläum fällt in eine Zeit des Abschieds. Bereits im März 2026 hatte Apple die Produktlinie offiziell eingestellt.

Branchenbeobachter sehen den Aufstieg des Mac Studio als entscheidenden Faktor: Er bietet vergleichbare Leistung zu einem günstigeren Preis. Hinzu kommen globale Komponentenengpässe, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Hardware verstärkt wurden. Schätzungen zufolge hätte eine Fortführung des Mac Pro die Basispreise um etwa 33 Prozent auf fast 9.300 Euro steigen lassen. Das letzte Modell der Reihe kam 2023 mit dem M2-Ultra-Chip auf den Markt.

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Neue Hardware und angepasste Programme

Doch Apple blickt nach vorn: Für Oktober 2026 wird ein MacBook Pro mit M6-Chip im 2-Nanometer-Verfahren erwartet. Zudem gibt es Hinweise auf ein neues „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen.

Parallel dazu hat Apple am 6. August sein Trade-in-Programm angepasst. Die Ankaufwerte stiegen für den Mac Studio um 260 Euro, für das MacBook Pro um 165 Euro. Neu aufgenommen wurden auch Android-Geräte wie die Google-Pixel-9-Serie und das OnePlus 13.

Auch im Bereich Künstliche Intelligenz legt Apple nach: Im ersten Quartal 2026 wuchsen die Auslieferungen von Smartwatches mit Edge-KI-Funktionen um 70 Prozent im Jahresvergleich – Apple hält dabei einen Marktanteil von 90 Prozent. Eine erwartete Apple-Sicherheitskamera und künftige HomeKit-Updates sollen ebenfalls KI-Funktionen zur Videoanalyse und Objektverfolgung erhalten.