Adobe Creative Suite 27: Intel-Macs verlieren Unterstützung im Herbst

Adobe stellt seine Kreativtools ab Herbst 2026 exklusiv auf Apple-Silicon-Macs um. Intel-Nutzer erhalten für Version 26.x noch ein Jahr lang Sicherheitsupdates.

Der Softwarehersteller Adobe hat am 5. und 6. August 2026 einen bedeutenden technologischen Einschnitt für seine professionellen Kreativwerkzeuge bekannt gegeben. Mit der kommenden Version 27 werden die Kernanwendungen der Videobearbeitung und Audioproduktion – namentlich Premiere Pro, After Effects, Media Encoder und Audition – ausschließlich auf Macs mit Apple Silicon betrieben werden können. Damit verabschiedet sich Adobe von der Unterstützung der Intel-basierten Hardware-Architektur bei seinen Flaggschiff-Produkten.

Strategischer Hardware-Schnitt im Herbst 2026

Der Übergang zur exklusiven Unterstützung der M-Chipsätze (M1 oder neuer) ist für den Herbst 2026 geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird Adobe die Installation der Version 27 auf Rechnern mit Intel-Prozessoren technisch unterbinden. Für professionelle Anwender, die noch auf älterer Hardware arbeiten, bedeutet dies eine Zäsur im Workflow, da sie keinen Zugriff mehr auf die neuesten Funktionen und Leistungsverbesserungen der Creative Cloud erhalten werden.

Nutzer von Intel-Macs werden jedoch nicht unmittelbar von jeglicher Unterstützung abgeschnitten. Adobe plant, für die vorangehende Version 26.x weiterhin Sicherheitsupdates bereitzustellen. Dieser Wartungszeitraum ist nach Unternehmensangaben für eine Dauer von mindestens einem Jahr vorgesehen, um bestehenden Kunden eine Übergangsfrist für Hardware-Neuanschaffungen zu ermöglichen.

Technologische Hürden bei Intel-Prozessoren

Die Entscheidung für diesen drastischen Schritt begründet Adobe primär mit den technischen Limitierungen der veralteten Hardware-Plattform. Insbesondere das Fehlen einer dedizierten Neural Engine sowie die Abwesenheit eines Unified Memory (gemeinsamer Arbeitsspeicher) in Intel-basierten Systemen stünden einer effizienten Weiterentwicklung der Software im Weg.

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Moderne Videobearbeitungsfunktionen hängen zunehmend von KI-gestützten Prozessen ab, die auf die Architektur von Apple Silicon optimiert sind. Durch die Konzentration auf die moderne Chip-Architektur könne Adobe den Fokus vollständig auf die Optimierung der Leistung und den Ausbau spezialisierter Funktionen legen, die auf der alten Hardware nicht mehr performant umsetzbar seien.

Konsequente Fortsetzung einer langfristigen Strategie

Der nun angekündigte Schritt kommt für Branchenkenner nicht völlig überraschend, sondern folgt einem Muster, das sich bereits im vergangenen Jahr abzeichnete. Bereits im März 2025 war der Substance 3D Painter in der Version 11.0 (veröffentlicht am 11.03.2025) die erste Anwendung aus dem Adobe-Portfolio, die den Intel-Support eingestellt hat. Die jetzige Ausweitung auf Premiere Pro und After Effects markiert die finale Phase dieser Transformation.

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Parallel zu den Anforderungen der Software-Suiten zeichnet sich ein ähnlicher Wandel auf Betriebssystemebene ab. Berichten zufolge wird das kommende macOS 27 ebenfalls nicht mehr für Intel-Macs angeboten werden. Damit schließt sich der Kreis zwischen Hardware-Hersteller und Software-Entwickler, um die Plattform vollständig auf die effizientere ARM-Architektur umzustellen. Professionelle Nutzer, deren Geschäftsmodell auf der Nutzung aktueller Adobe-Werkzeuge basiert, stehen damit vor der Notwendigkeit, ihre Hardware-Infrastruktur bis spätestens Ende 2026 zu modernisieren.