ADOIT 20.0: BOC bringt KI-Governance-Suite zum EU-AI-Act-Start

Mit ADOIT 20.0 reagiert BOC Group auf den vollständig in Kraft getretenen EU AI Act. Die Plattform automatisiert Governance-Prozesse und unterstützt Unternehmen bei der KI-Compliance.

Der Wiener Softwareanbieter BOC Group bringt mit ADOIT 20.0 eine neue Version seiner Unternehmensarchitektur-Suite auf den Markt – just in dem Moment, in dem der EU AI Act vollständig in Kraft tritt. Die Plattform soll Unternehmen dabei helfen, ihre IT-Landschaften angesichts wachsender regulatorischer Anforderungen zu beherrschen.

Neue Werkzeuge für Compliance und Governance

Die neueste Version von ADOIT bringt mehrere technische Neuerungen mit sich, die die Nutzererfahrung und den Zugang zu Daten verbessern sollen. Im Zentrum stehen eine dynamische Suchfunktion sowie stark konfigurierbare Dashboards, mit denen sich Architekturübersichten individuell auf die Bedürfnisse einzelner Organisationen zuschneiden lassen.

Ein Kernstück der neuen Version ist das Application Compliance Assessment-Tool, das zusammen mit neuen Formular-Genehmigungsprozessen (Forms Approvals) interne Governance-Abläufe automatisiert und dokumentiert. Die Plattform läuft nun auf einer modernen, containerisierten Linux-Infrastruktur, die für mehr Robustheit sorgen soll. Verfügbar ist die Software zunächst für SaaS-Kunden, die auf der AWS-Cloud von BOC gehostet werden.

Das Kundenportfolio von BOC Group umfasst namhafte internationale Organisationen wie Allianz, Dentsu Aegis, iHeartMedia, PostFinance und den Flughafen Wien.

EU AI Act setzt Unternehmen unter Zugzwang

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist kein Zufall. Seit dem 2. August 2026 ist der EU AI Act vollständig anwendbar – Unternehmen sind nun verpflichtet, ihre KI-Governance-Strukturen zu formalisieren. Branchenexperten betonen, dass KI-Governance längst zur Standarddisziplin geworden ist: Gefordert sind detaillierte KI-Inventare, Risikoklassifizierungen und klare Verantwortlichkeiten.

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Für Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen gilt eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2027, um die spezifischen Anforderungen der Verordnung vollständig zu erfüllen. Wer jetzt seine Architektur nicht im Griff hat, dürfte es in den kommenden Monaten schwer haben.

Die regulatorischen Entwicklungen sind keineswegs auf Europa beschränkt. In den USA traten im Februar 2026 die KI-Gesetze Colorados in Kraft, Kalifornien treibt mit dem Gesetzesentwurf SB 53 eigene Regelungen voran. China hat seine Datenschutzbestimmungen verschärft, und in Brasilien warnen Behörden vor Compliance-Lücken bei cloudbasierten KI-Plattformen im Hinblick auf lokale Datenschutzstandards.

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Digitaler Zwilling als Schlüssel zur KI-Steuerung

Dass strukturierte Architekturdaten zunehmend an Bedeutung gewinnen, zeigt auch die jüngste Marktforschung. Am 2. August 2026 veröffentlichte Gartner sein erstes Magic Quadrant für Digital-Twin-of-an-Organization-Plattformen (DTO) . Die ARIS-Plattform wurde darin als Leader ausgezeichnet – ein Hinweis darauf, dass ein einheitlicher digitaler Zwilling zur Pflicht wird, wenn Unternehmen agentische KI-Systeme steuern wollen.

Eine Studie von NTT DATA unterstreicht das wachsende Interesse an souveräner KI: 95 Prozent der befragten Organisationen bezeichnen das Konzept als wichtig für ihre Geschäftstätigkeit. Doch die Umsetzung hinkt hinterher – nur 29 Prozent priorisieren souveräne KI derzeit tatsächlich in ihrer strategischen Planung. Genau hier setzen Werkzeuge wie ADOIT 20.0 an: Sie liefern die architektonische Transparenz, die für komplexe, konforme und souveräne digitale Ökosysteme notwendig ist.