Advanced Shader Delivery: Ladezeiten in Spielen um 90% kürzer

Microsofts Patch KB5094126 behebt über 200 Sicherheitslücken und bringt neue Gaming-Features. Ein CPU-Turbo für die Oberfläche ist enthalten.

Microsoft hat am 12. Juni sein monatliches Sicherheitsupdate veröffentlicht – und es hat es in sich. Neben der Schließung von 206 Schwachstellen bringt das Update zwei technische Neuerungen mit, die vor allem Gamer und Nutzer älterer Hardware freuen dürften: ein Low Latency Profile für flüssigere Bedienung und die Advanced Shader Delivery-Technologie gegen das gefürchtete Ruckeln in Spielen.

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Drei kritische Zero-Day-Lücken geschlossen

Die Sicherheitsexperten von Microsoft haben im Juni-Patch drei öffentlich bekannte Zero-Day-Lücken gestopft. Besonders brisant: CVE-2026-45586 ermöglicht eine Rechteausweitung, CVE-2026-49160 legt den HTTP-Dienst lahm und CVE-2026-50507 umgeht den BitLocker-Schutz. Zwar wurden die Lücken nach Angaben des Konzerns bislang nicht aktiv ausgenutzt, doch für Unternehmen gilt: Sofort patchen.

Ein bekanntes Problem gibt es allerdings: Auf Windows Server 2022 und Windows 10 kann das Update eine BitLocker-Wiederherstellungsaufforderung auslösen. Zudem erinnert Microsoft daran, dass der Support für SharePoint 2016 und 2019 am 14. Juli 2026 endet.

Low Latency Profile: Turbo für die Oberfläche

Die wohl spannendste Neuerung für den Alltag: Das Low Latency Profile beschleunigt die Bedienung von Startmenü, Suche und Action Center. Wie funktioniert das? Der Prozessor schießt für ein bis drei Sekunden auf maximale Turbofrequenz, sobald der Nutzer eine dieser Funktionen aufruft.

Die Technik setzt auf das sogenannte „Race to Sleep“-Prinzip: Die Aufgabe wird so schnell wie möglich erledigt, damit der Chip wieder in den Energiesparmodus fallen kann. Microsoft-Vizepräsident Scott Hanselman bestätigte das Feature. Tests zeigten weder Schäden an der CPU noch übermäßige Akkuentladung oder Überhitzung. Standardmäßig ist die Funktion in manchen Builds deaktiviert, kann aber über Konfigurationstools manuell aktiviert werden – ein Segen für Besitzer älterer oder schwächerer Rechner.

Schluss mit Rucklern: Advanced Shader Delivery

Gamer aufgepasst: Microsoft und AMD haben gemeinsam eine Technologie ausgerollt, die das lästige Shader-Stottern ein für alle Mal beenden soll. Advanced Shader Delivery (ASD) liefert vorberechnete Shader bereits beim Download des Spiels aus – statt sie während des Spielens zu kompilieren.

Aktuell funktioniert ASD exklusiv mit AMDs RDNA-Architektur (RDNA 1 bis 4). Die ersten Benchmarks sind beeindruckend: In „Forza Horizon 6″ sank die Ladezeit auf einer AMD RX 7600 von rund 1,5 Minuten auf vier Sekunden – ein Rückgang um 90 Prozent. Voraussetzung ist Windows 11 Version 24H2 oder höher sowie der AMD-Treiber Adrenalin 26.6.1. Zwischen 34 und 47 Spiele unterstützen die neue Technik bereits.

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Insider-Build: Neue Farben und weniger Widgets

Parallel zum stabilen Update hat Microsoft den Insider Preview Build 28020.2298 für den Beta-Kanal veröffentlicht. Die wichtigsten Neuerungen:

  • Screen Tint: Sechs Voreinstellungen mit einstellbarer Intensität helfen Nutzern mit visuellen Einschränkungen
  • Quieter Widgets: Die Widgets-Leiste öffnet sich nicht mehr beim Überfahren mit der Maus, Benachrichtigungs-Badges sind reduziert
  • Systemverbesserungen: Neue Wiederherstellungspunkte und ein Update-Kalender, der Updates bis zu 35 Tage pausieren kann

Sicherheit für Server: DNS over HTTPS für Windows Server 2025

Auch die Server-Administratoren kommen nicht zu kurz: Microsoft hat DNS over HTTPS (DoH) für Windows Server 2025 integriert. Die auf dem IETF-Standard RFC 8484 basierende Technologie verschlüsselt den DNS-Verkehr zwischen Clients und Servern – ein wichtiger Baustein für Zero-Trust-Sicherheitsarchitekturen.

Gothic 1 Remake: Erster Patch nach Verkaufsrekord

Am Rande der Update-Welle: Das Gothic 1 Remake hat seinen ersten großen Patch erhalten. Nachdem das Spiel in der ersten Woche 500.000 Einheiten verkaufte, behebt Patch 1.0.1 Stabilitätsprobleme mit DLSS und FSR, verbessert die NPC-Navigation und das Speichermanagement.