Microsoft erweitert die Hardware-Unterstützung für das System Advanced Shader Delivery (ASD) im Oktober 2026 auf Grafikeinheiten von Qualcomm, Intel und Nvidia. Zuvor war das Verfahren zur Reduzierung von Lade- und Ruckelzeiten auf AMDs RDNA-Architektur beschränkt. Das Feature steht regulär über die Xbox-PC-App zur Verfügung und soll das Kompilieren von Shadern beim ersten Spielstart drastisch verkürzen.
Vorkompilierung über die Cloud
Die Technologie basiert auf einer engen Verzahnung von Windows 11, DirectX 12 und dem Microsoft Agility SDK. Wie Andrew Burnes von Nvidia darlegte, werden Shader in einer sogenannten State Object Database (SODB) innerhalb der Microsoft-Cloud für hunderttausende Hardware- und Treiberkombinationen vorab berechnet.
Unterstützte Systeme laden diese fertig kompilierten Daten direkt herunter, anstatt die Berechnungen lokal auf dem eigenen PC durchzuführen. Laut Nvidia kann dieser lokale Vorgang ohne ASD bei anspruchsvollen Spielen bis zu 30 Minuten in Anspruch nehmen.
Für die Nutzung gelten konkrete Systemanforderungen: Vorausgesetzt werden Windows 11 ab Version 24H2 sowie die Xbox Game Services ab Version 37.113.11003.0. Microsoft bindet das Verfahren nicht an den eigenen Store. ASD funktioniert demnach auch bei Titeln auf Plattformen wie Steam, vorausgesetzt, die Xbox-App für den PC ist auf dem System installiert.
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Unterstützung der Chiphersteller
Nachdem Microsoft ASD im August 2025 erstmals vorgestellt hatte und die Technik im Oktober 2025 auf Geräten wie dem ROG Xbox Ally sowie dem Ally X debütierte, folgte im weiteren Verlauf die Freigabe für Grafikkarten der Reihen AMD RDNA 1 bis RDNA 4 über den Treiber Adrenalin ab Version 26.6.1.
Nun ziehen die übrigen Hardwareanbieter nach. Qualcomm integrierte die Unterstützung für ASD über den Snapdragon-X2-Treiber 2026.08.3 bereits im Vormonat.
Für Intel-Hardware wird die Bereitstellung gegen Ende Oktober 2026 erwartet, wobei die diskreten Grafikkarten Arc B570 und B580 sowie Prozessoren der Serien Core Ultra 2 und Core Ultra 3 abgedeckt werden sollen.
Nvidia liefert die ASD-Unterstützung über den aktuellen Game Ready Driver 621.01 aus, der alle Grafikkarten der Modellreihen GeForce RTX und RTX Spark abdeckt.
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Leistungszuwächse und Treiberaktualisierungen
Als erstes Spiel nutzt Gears of War: E-Day das Verfahren. Beim ersten Programmstart verringere sich die Dauer der Shader-Kompilierung laut Berichten um bis zu 95 Prozent, wodurch der Prozess in wenigen Sekunden statt in mehreren Minuten abgeschlossen sei. Zudem unterstützt Microsoft ASD in Call of Duty: Modern Warfare 4.
Nvidias Treiber 621.01 bringt neben der ASD-Integration auch DLSS- und RTX-Unterstützung für Phantom Blade Zero, Call of Duty: Modern Warfare 4, NBA 2K27, Cyberpunk 2077 sowie Crimson Desert Enhanced mit.
Zudem behebt das Softwarepaket mehrere Stabilitätsprobleme: Beseitigt wurden Abstürze in Star Citizen unter Nutzung der Vulkan-API, in Surviving Mars: Relaunched sowie in Wuthering Waves bei aktivierten Freestyle-Filtern mit DLSS-Framegeneration.
Ebenso adressiert die Aktualisierung Anzeigefehler wie schwarze Blitze bei QHD-Auflösung mit 360 Hertz, eine fehlerhafte Begrenzung auf 320 Bilder pro Sekunde bei Pulsar-360-Hertz-Bildschirmen mit G-Sync, schwarze Bildschirme bei bestimmten ASUS-Laptops sowie Bildflackern auf den Modellen ASUS ProArt P16 und P14.
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