Advanced Shader Delivery: Spiele laden 90 Prozent schneller auf AMD

Microsoft schließt 206 Sicherheitslücken, präsentiert die schnelle ASD-Grafiktechnologie und erinnert an das Ende des Windows 10-Supports.

Microsoft liefert nicht nur das größte Sicherheitsupdate des Jahres aus, sondern bereitet mit einer revolutionären Grafiktechnologie den Weg für Gamer. Gleichzeitig läuft die Uhr für Windows 10 – der kostenpflichtige Support wird zur teuren Pflicht.

Rekord-Patchday: 206 Schwachstellen geschlossen

Am 9. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft sein monatliches Sicherheitsupdate – und es hat es in sich. Mit 206 behobenen Sicherheitslücken handelt es sich um einen der umfangreichsten Patchdays der Unternehmensgeschichte. Drei der Schwachstellen waren bereits öffentlich bekannt: CVE-2026-45586, CVE-2026-49160 und CVE-2026-50507. Zwar gab es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Hinweise auf aktive Angriffe, doch die schiere Menge der Korrekturen ließ IT-Abteilungen weltweit in Alarmbereitschaft versetzen.

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Doch das Update KB5094126 sorgt auch für Probleme. Besitzer bestimmter HP-Modelle wie dem EliteBook 840 G10 oder dem ProBook 460 G11 sowie Nutzer von Dell Precision Workstations berichten von Bluescreens und BitLocker-Wiederherstellungsabfragen. Die Ursache liegt offenbar in einem Zusammenspiel aus einem aktualisierten Secure-Boot-Zertifikat und zu kleinen EFI-Partitionen. Wer seine Systempartition mit nur 100 Megabyte angelegt hat, dürfte jetzt Probleme bekommen.

Immerhin: Microsoft hat einen lästigen Bug im Windows Update Standalone Installer (WUSA) behoben, der seit Mai 2025 die Installation von Updates über Netzwerkfreigaben verhinderte.

Für Unternehmen gibt es zudem eine wichtige Neuerung: Windows Server 2025 unterstützt jetzt DNS over HTTPS (DoH). Die Verschlüsselung der DNS-Abfragen ist ein wichtiger Schritt, um die strengen Sicherheitsanforderungen des Bundes zu erfüllen.

Grafik-Revolution: Ladezeiten um 90 Prozent reduziert

Neben der Sicherheit hat Microsoft ein echtes Highlight für Gamer parat. Die neue Advanced Shader Delivery (ASD)-Technologie verspricht eine radikale Verkürzung von Ladezeiten. Durch vorberechnete Shader sollen Spiele bis zu 90 Prozent schneller laden.

Die ersten Testergebnisse sind beeindruckend: Bei aktuellen High-End-Titeln sank die Ladezeit von rund eineinhalb Minuten auf gerade einmal vier Sekunden. Allerdings gibt es eine entscheidende Einschränkung: ASD funktioniert derzeit nur mit AMD-Grafikkarten der RDNA-Architektur (Versionen 1 bis 4). NVIDIA-Hardware wird nicht unterstützt. Voraussetzung ist zudem Windows 11 Version 24H2 oder höher sowie aktuelle Versionen der Xbox Gaming Services und der AMD Adrenalin Treiber.

Neue Preview-Builds: Was kommt als Nächstes?

Am 12. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft neue Vorschauversionen für Windows 11 24H2, 25H2 und 26H1. Die Liste der Neuerungen liest sich vielversprechend:

  • Point-in-Time-Restore: Ein neues Wiederherstellungstool, das Systemzustände zu bestimmten Zeitpunkten rekonstruieren kann.
  • Update-Kalender: Admins können Updates künftig bis zu 35 Tage zurückhalten.
  • Barrierefreiheit: Ein Farbfilter namens „Screen Tint“ soll die Bedienung erleichtern. Zudem wird GIPHY als nativer GIF-Anbieter integriert.
  • System-Monitoring: Der Task-Manager erhält eine Überwachung für KI-Prozessoren (NPU).

Fristen für Administratoren: Zertifikate und Verschlüsselung

Für IT-Verantwortliche tickt die Uhr. Das Microsoft Secure Boot Signing Certificate (UEFI CA 2011) läuft im Juni 2026 aus. Linux-Bootloader und Wiederherstellungsmedien müssen auf neuere Zertifikatsstellen umgestellt werden. Und im Juli 2026 folgt die letzte Phase der Kerberos-RC4-Härtung – danach wird nur noch der strikte Durchsetzungsmodus unterstützt.

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Windows 10: Der teure Auslaufmodell-Support

Seit dem 14. Oktober 2025 ist Windows 10 offiziell am Ende seines Lebenszyklus angelangt. Kostenlose Sicherheitsupdates gibt es nicht mehr. Wer das Betriebssystem weiterhin nutzt, muss in den sauren Apfel beißen: Das Extended Security Update (ESU)-Programm kostet im ersten Jahr rund 61 Euro pro Gerät – und der Preis verdoppelt sich jährlich.

Experten warnen: Auch wenn Drittanbieter-Antivirenprogramme weiterhin funktionieren, ersetzen sie nicht die kritischen Betriebssystem-Patches aus dem ESU-Programm. Hinzu kommt: Der Support für SharePoint 2016 und 2019 endet am 14. Juli 2026. Unternehmen sollten also nicht nur bei Windows, sondern auch bei der Kollaborationsplattform umdenken.