Agent 365: Microsoft öffnet Plattform für Sicherheitsanbieter

Microsoft integriert externe Sicherheitsdaten in Agent 365, neue KI-Werkzeuge für Wissensmanagement und Echtzeit-Prozessanalyse am Flughafen München vorgestellt.

Microsoft öffnet seine Agenten-Plattform für Sicherheitspartner, neue KI-Tools revolutionieren Wissensmanagement – und der Flughafen München setzt auf Prozessanalyse in Echtzeit.

Die Digitalisierungswelle rollt weiter: Softwarehersteller und Unternehmensplattformen haben eine Reihe von Updates angekündigt, die darauf abzielen, berufliche Abläufe zu automatisieren und digitale Informationen effizienter zu verwalten. Die Neuerungen vom heutigen Samstag reichen von neuen Drittanbieter-Integrationen im Microsoft-Ökosystem bis hin zu spezialisierten KI-Werkzeugen für Content-Management und Lesezeichen-Verwaltung.

Microsoft öffnet Agent 365 für Sicherheitsanbieter

Microsoft hat seine Plattform Agent 365 für externe Sicherheitsanbieter geöffnet. Dadurch lassen sich nun externe Risikosignale direkt in das Dashboard integrieren. Seit heute speisen Anbieter wie Darktrace, Cyera und Zenity Daten in das System ein. Darktrace liefert Verhaltenssignale, während Cyera Datenrisikobewertungen und Zenity die Überwachung von Sicherheitsbedrohungen beisteuert. Das Agent-365-Dashboard ist zudem in die allgemeine Verfügbarkeit übergegangen – inklusive einer neuen Registrierungs-Synchronisierungsfunktion.

Im erweiterten Microsoft-365-Umfeld hat der KI-Assistent Copilot inzwischen mehr als eine Million Organisationen als Nutzer gewonnen. Weitere Aktualisierungen sind für die kommenden Wochen geplant: Dazu gehört ein „Explain This“-Tool für Outlook Classic, das Anfang September im Current Channel starten und bis Ende des Monats allen Nutzern zur Verfügung stehen soll. Zusätzlich führt das SharePoint Admin Center zwischen Anfang und Mitte August 2026 eine neue Berichtsfunktion ein. Der als MC1450131 bezeichnete Report ermöglicht Administratoren, Dateien und Elemente zu identifizieren, bei denen Berechtigungen für alle Nutzer oder alle externen Nutzer vergeben wurden.

Spezialisierte KI-Tools für Wissensmanagement und Content-Aktualisierung

Angesichts wachsender Datenmengen und der Notwendigkeit häufiger Inhalts-Updates entstehen neue Werkzeuge. SaveIt.now hat ein KI-gestütztes Lesezeichen-Management-System auf den Markt gebracht, das per Volltextsuche gespeicherte Online-Inhalte auffindbar macht. Manuelle Verschlagwortung oder Ordnerstrukturen gehören damit der Vergangenheit an – die KI kategorisiert Artikel, Ressourcen und Produkte automatisch in mehreren Sprachen.

Im Marketingsektor hat AirOps automatisierte Workflows zur Inhalts-Aktualisierung eingeführt. Unternehmensdaten zufolge könnte generative KI die Marketing-Produktivität um 5 bis 15 Prozent steigern – das legt eine Studie von McKinsey nahe. Das Unternehmen weist darauf hin, dass mehr als 70 Prozent der Seiten, die derzeit in ChatGPT zitiert werden, innerhalb der letzten zwölf Monate aktualisiert wurden. Seiten ohne frische Aktualisierung erhalten dagegen deutlich seltener KI-Zitate.

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Infrastruktur und Sicherheit: KI zieht in Betriebssysteme ein

Auch auf Systemebene treiben Anbieter die KI-Integration voran. Das kommende Windows-11-26H2-Update, das für Oktober 2026 erwartet wird, soll eine tiefere Copilot-Integration im Datei-Explorer und in den Suchfunktionen bieten. Zudem ist ein neuer Administrator-Schutz geplant, der Windows Hello als Ersatz für die üblichen Benutzerkonten-Steuerungsabfragen nutzt.

Im Cloud-Speichersektor ist Box der Open Secure AI Alliance beigetreten und kooperiert dabei mit Organisationen wie NVIDIA und der Linux Foundation. Das Unternehmen hat ein neues KI-Einblicks-Dashboard für Administratoren eingeführt sowie ein Ransomware-Erkennungssystem, das bei verdächtigem Verhalten automatisch Benutzersitzungen beendet.

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Flughafen München setzt auf Echtzeit-Prozessanalyse

Auch branchenspezifische Anwendungen erweitern sich: Der Flughafen München hat seinen Einsatz der Prozessmining-Software von Celonis ausgeweitet, um die Gepäckabfertigung in Echtzeit zu überwachen. Die digitale Strategie zielt darauf ab, Verzögerungen in Stoßzeiten frühzeitig zu erkennen und abzumildern. Parallel dazu bietet Zoho weiterhin seine Suite Zoho One an – inklusive des Low-Code-App-Builders Zoho Creator und des Automatisierungstools Zoho Flow, das verschiedene Geschäftsanwendungen miteinander verbindet.