Agent Studio: Kantata lässt Agenten ohne Code entstehen

Kantata bringt Agent Studio in den Kundeneinsatz: Unternehmen erstellen KI-Assistenten ohne Code, müssen sie aber vorab prüfen und freischalten.

Der Anbieter von Software für die Professional Services Automation (PSA) Kantata hat eine neue Entwicklungsumgebung namens Agent Studio vorgestellt. Die konversationelle Lösung ist Teil der Kantata Expertise Engine und soll es Dienstleistungsunternehmen ermöglichen, etablierte Liefer- und Servicestandards über Alltagssprache in kontrollierte, maßgeschneiderte Software-Agenten zu überführen.

Wie aus Berichten hervorgeht, richtet sich das Werkzeug vor allem an Rollen wie Practice Leads, Delivery Directors und Verantwortliche in Projektmanagement-Offices.

Erstellung über natürliche Sprache ohne Programmcode

Die Funktionsweise des Agent Studio setzt auf einen dialogischen Ansatz. Nutzer können die gewünschten Aufgaben in einfacher Alltagssprache beschreiben, woraufhin ein sogenannter Expertise Agent den neuen Assistenten im interaktiven Austausch schrittweise aufbaut und verfeinert. Das System kommt dabei ohne manuelle Eingabeformulare, fest vorgegebene Logikbäume oder Programmieraufwand aus.

Nach dem Bereitstellungsprozess lassen sich die fertigen Agenten wahlweise über einen gezielten Einzelbefehl aufrufen oder als fester Bestandteil in bestehende Workflows einbinden. Das System befindet sich nach Unternehmensangaben bereits im praktischen Kundeneinsatz.

Fokus auf Governance und Validierung

Ein zentraler Schwerpunkt der Plattform liegt auf der Kontrolle der Agentenfunktionen. Kantata sieht vor, dass jede Neuerstellung sowie jede spätere Modifikation vor ihrer Veröffentlichung validiert werden muss. Dabei werden laut dem Unternehmen insbesondere strukturierte Eingaben und Ausgaben überprüft.

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Kantatas Chief Executive Officer Michael Speranza betonte hierzu, dass künstliche Intelligenz an sich kein Unterscheidungsmerkmal darstelle, sondern vielmehr die dahinterliegende Expertise den Ausschlag gebe. Auch Chief Technology Officer Vikas Nehru warnte davor, Agenten unkontrolliert improvisieren zu lassen, da dies für Unternehmen zu einer Belastung und einem Risiko werden könne.

Dieser Ansatz deckt sich mit Einschätzungen aus der Marktforschung. So wies Ted Schadler, Vice President beim Analysehaus Forrester, darauf hin, dass ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil ausschließlich dadurch entstehe, eigenes proprietäres Wissen in KI-Systemen nutzbar zu machen.

Erste Anwender sehen darin konkrete Arbeitserleichterungen: Mark Johnston, Chief Commercial Officer beim Softwareunternehmen Basware, verfolgt das Ziel, Services-Teams durch den Einsatz der Kantata-Agenten stärker bei den Kunden vor Ort einzubinden, anstatt Arbeitszeit für Dokumentation, Ressourcenplanung und Zeiterfassung aufwenden zu müssen.

Voraussetzungen und offene Detailfragen

Für den Einsatz von Agent Studio gelten bestimmte technische und organisatorische Rahmenbedingungen. Der Zugriff erfordert eine explizite Aktivierung des Kundenkontos durch Kantata sowie die Vergabe entsprechender Berechtigungen über eine spezifische Benutzergruppe. Der tatsächliche Betrieb hängt von den freigeschalteten Funktionen, den verknüpften Datenquellen sowie den intern definierten Sicherheitsrichtlinien ab.

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Aus den verfügbaren Materialien geht zugleich hervor, dass die Software keine universelle Verfügbarkeit bietet und nicht auf eine vollautonome Ausführung ausgelegt ist. Zudem wurden bisher keine konkreten Preise für das Werkzeug genannt.

Nach Einschätzung von Branchenberichten bleibt zudem unklar, inwieweit der Validierungsprozess vor der Veröffentlichung auch Sicherheitsaspekte, detaillierte Zugriffsrechte oder mögliche Laufzeitkosten mit einbezieht.