Mit den AirPods 5 hat Apple Mitte September 2026 eine überarbeitete Generation seiner kabellosen Kopfhörer in den Markt gebracht. Die Kopfhörer erschienen am 18. September 2026 weltweit gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro, der Apple Watch Series 12 und der Apple Watch Ultra 4. Erste Bestellungen des iPhone 18 Pro erreichten Kunden bereits am 17. September 2026, unter anderem in Australien und Neuseeland.
Auch in der Türkei begann der Verkauf am 18. September 2026, mit ersten Auslieferungen im Apple-Store Zorlu. Angekündigt worden waren die AirPods 5 zuvor auf Apples Herbstpräsentation am 9. September 2026.
Aktive Geräuschunterdrückung erstmals ohne Aufpreis
Ein zentrales Merkmal der neuen Generation ist, dass aktive Geräuschunterdrückung (ANC) nun serienmäßig verbaut ist – bei den AirPods 4 war diese Funktion noch gegen einen Aufpreis von 50 US-Dollar erhältlich.
Apple gibt an, dass die AirPods 5 das beste ANC unter den offenen Ohrhörern des Unternehmens bieten und bis zu 50 Prozent mehr Außengeräusche blockieren als die ANC-Version der AirPods 4. In unabhängigen Tests soll die Unterdrückung bis zu 1,5-mal effektiver ausgefallen sein als beim Vorgängermodell.
Zwei Varianten mit unterschiedlicher Ausstattung
Die AirPods 5 werden in zwei Versionen angeboten: einem Modell mit USB-C-Ladecase und einem Modell mit kabellosem Ladecase. Nur die Wireless-Charging-Variante bietet eine Lautstärkeregelung per Wischgeste am Ohrhörer-Stiel sowie eine längere Akkulaufzeit.
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Bei aktiviertem ANC hält das Standard-Case laut Herstellerangaben vier Stunden durch, das Wireless-Case fünf Stunden. Ohne ANC steigen die Werte auf sechs beziehungsweise sieben Stunden. Inklusive Ladecase kommen die Ohrhörer auf 20 beziehungsweise 22 Stunden Gesamtlaufzeit, wobei fünf Minuten im Case für rund eine Stunde zusätzliche Nutzung ausreichen sollen.
Preislich liegen die AirPods 5 in den USA bei 129 US-Dollar für die USB-C-Variante und 149 US-Dollar für die Wireless-Charging-Version. In Großbritannien beginnen Apples Kopfhörer bei 119 britischen Pfund, in Deutschland kosten sie 149 beziehungsweise 169 Euro, in Frankreich etwa 129 beziehungsweise 149 Euro. In Australien werden 219 beziehungsweise 249 australische Dollar aufgerufen, in Japan 23.800 beziehungsweise 27.800 Yen.
Höhere Schutzklasse und neue Softwarefunktionen
Gegenüber den AirPods 4 wurde die Schutzart von IP54 auf IP57 angehoben, alle Modelle setzen zudem auf Apples H2-Chip. Zum Funktionsumfang zählen der Transparenzmodus, adaptives Audio mit automatischem Wechsel zwischen ANC und Transparenz, eine Gesprächserkennung sowie ein adaptiver Equalizer. Mit iOS 27 soll zudem ein individuell anpassbarer EQ hinzukommen. Siri lässt sich dauerhaft aktivieren und per Kopfnicken steuern.
Eine weitere neue Funktion ist die Live-Übersetzung, die allerdings Voraussetzungen mit sich bringt: Sie funktioniert nur mit einem iPhone, das Apple Intelligence unterstützt – ab dem iPhone 15 Pro –, benötigt iOS 26 oder neuer sowie heruntergeladene Sprachpakete. Die Übersetzung läuft anschließend direkt auf dem Gerät.
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Unterstützt werden nach Stand vom 15. September 2026 neun Sprachen, darunter Englisch (UK und US), Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, brasilianisches Portugiesisch, Japanisch, Koreanisch und Mandarin-Chinesisch. Ukrainisch, Polnisch, Tschechisch und Rumänisch werden bislang nicht unterstützt.
Beim Material setzt Apple nach eigenen Angaben auf 40 Prozent Recyclingmaterial insgesamt, 70 Prozent Recyclingplastik im kabellosen Ladecase sowie vollständig recyceltes Kobalt in der Batterie.
Kritik in ersten Tests
Unabhängige Tests bemängelten, dass Stimmen bei aktivem ANC weiterhin schwer verständlich blieben und die Höhen etwas gedämpft klängen. Zudem fehlt in der zugehörigen App ein eigener Equalizer – Anpassungen sind nur über die iOS-Systemeinstellungen möglich, unter Android steht überhaupt keine begleitende App zur Verfügung.
Im Vergleich zu den AirPods Pro 3, die für 429 US-Dollar beziehungsweise 42.800 Yen angeboten werden, schneiden die AirPods 5 bei Klangqualität, Geräuschisolation, Sportfunktionen und Gesundheitsmessungen schlechter ab.
Die Pro-Variante bietet laut Herstellerangaben eine dreifach bessere Geräuschunterdrückung, rund acht Stunden Akkulaufzeit sowie Herzfrequenzmessung und einen integrierten Hörtest, bei einer Gesamtlaufzeit von 24 Stunden inklusive Case.

