In einer aktuellen Teardown-Analyse, die in einem Bericht vom 29. September 2026 veröffentlicht wurde, stellt das Reparaturportal iFixit eine signifikante Designänderung bei den Apple AirPods 5 fest.
Demnach wurde die interne Struktur der kabellosen Kopfhörer so angepasst, dass ein Austausch der Batterien grundsätzlich möglich ist. Dies stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Bauweise der AirPods-Reihe dar, die bislang als nicht reparierbar galt.
Erstmals positive Bewertung der Reparierbarkeit
Infolge der neuen Konstruktion erhielten die AirPods 5 von iFixit eine Reparierbarkeitsbewertung von 2 von 10 möglichen Punkten. Dies ist der erste Wert über Null in der Geschichte der Produktserie; sämtliche früheren Generationen der AirPods wurden seit ihrer Markteinführung im Jahr 2016 konsequent mit 0 von 10 Punkten eingestuft.
Die Untersuchung der Hardware ergab, dass sich die Batterien in beiden Ohrhörern austauschen lassen, ohne dass das Gehäuse dabei zwangsläufig zerstört werden muss. Ein erfolgreicher Ausbau der Energiespeicher sei nach der Entfernung des verwendeten Klebstoffs möglich.
In der Analyse wurde zudem ein Verfahren erprobt, bei dem ein Föhn auf niedriger Hitzestufe in Kombination mit einer Klemme zum Einsatz kam. Im Gegensatz zu früheren Versuchen bei älteren Modellen, bei denen ein Zugang über den Stiel den Kunststoff zum Schmelzen brachte, blieb das Gehäuse bei dieser Methode intakt.
Die AirPods 5 sind die erste Generation, bei der sich der Akku ausbauen lässt, ohne das Gehäuse zu zerstören — iFixit vergab dafür erstmals 2 von 10 Punkten. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Klebstoff lösen, welches Werkzeug Sie brauchen und worauf Sie beim Einbau achten müssen. Kostenlosen Reparatur-Leitfaden anfordern
Technische Hürden und fehlende Ersatzteilversorgung
Trotz der verbesserten Zugänglichkeit weist die Analyse auf technische Einschränkungen hin. Die Batterien des linken und des rechten Ohrhörers seien aufgrund unterschiedlicher Kontaktpositionen und einer umgekehrten Polarität nicht untereinander austauschbar. Zudem waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Teardowns Ende September noch keine offiziellen oder kompatiblen Ersatzbatterien auf dem Markt verfügbar.
Die Reparierbarkeit beschränkt sich zudem ausschließlich auf die Ohrhörer selbst. Weitere Komponenten sowie das zugehörige Ladecase lassen sich laut den Experten weiterhin praktisch nur unter Zerstörung des Gehäuses öffnen. Ein zerstörungsfreier Zugang zum Innenleben des Ladecases gelang im Rahmen der Untersuchung nicht.
Apples Service-Strategie bleibt unverändert
Obwohl das Design der am 18. September 2026 in den Handel gekommenen Kopfhörer einen Batteriewechsel technisch zulässt, bietet Hersteller Apple weiterhin keine offizielle Unterstützung dafür an. Das Unternehmen stelle weder Ersatzbatterien noch Reparaturanleitungen zur Verfügung. Auch eine Aufnahme der AirPods 5 in das „Self Service Repair“-Programm ist laut den vorliegenden Informationen nicht vorgesehen.
Noch gibt es keine offiziellen Ersatzbatterien für die AirPods 5, und Apple bietet weder Anleitungen noch einen Service-Weg dafür an. Wer den Akku trotzdem selbst wechseln will, findet in unserem kostenlosen Leitfaden die passende Werkzeug- und Klebstoff-Checkliste sowie eine Übersicht, wo kompatible Ersatzteile verfügbar werden. Werkzeug-Checkliste jetzt sichern
Die technische Analyse der neuen Modellgeneration wurde unter anderem durch CT-Scans unterstützt. Dabei konnten neben der Batterie auch das MEMS-Mikrofon sowie der verbaute H2-Chip im Inneren der Hardware identifiziert werden. Die Ankündigung der neuen Kopfhörer-Generation war zuvor am 10. September 2026 erfolgt.

