AirPods: Billig-Einstieg und KI-Revolution für die Spitze

Apple senkt den Preis der AirPods 4 drastisch und entwickelt parallel eine Premium-Variante der AirPods Pro 3 mit Infrarotkameras für Gestensteuerung.

Apple schlägt bei seinen Hörstöpseln gleich zwei Wege ein: Während die günstigen AirPods 4 so preiswert wie nie sind, arbeitet der Konzern an einer revolutionären Premium-Variante der AirPods Pro 3. Diese soll erstmals mit Infrarotkameras ausgestattet sein und so zum KI-Wearable werden. Eine klare Marktsegmentierung, die Apples Dominanz sichern soll.

AirPods 4: Rekordpreise machen sie zum Impulskauf

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Für unter 100 Euro sind die AirPods 4 derzeit bei großen Händlern wie Amazon zu haben – ein Preissturz von fast 25 Prozent gegenüber der Einführung. Damit durchbricht Apple eine psychologische Schwelle und macht die Hörstöpsel zum spontanen Kauf für iPhone-Nutzer. Trotz des niedrigen Preises bieten die AirPods 4 den H2-Chip für räumlichen Sound, ein halboffenes Design und eine kompakte Ladebox mit USB-C. Marktbeobachter sehen darin eine Strategie, um Mittelklasse-Konkurrenten zu verdrängen und den Einstiegsmarkt zu beherrschen.

Die nächste Stufe: Eine ultra-premium AirPods Pro 3 Variante

Parallel zur Preisschlacht im Einsteigersegment plant Apple einen großen Sprung nach oben. Branchenkenner wie Ming-Chi Kuo berichten von einer zweiten, ultra-premium Version der AirPods Pro 3 für das zweite Halbjahr 2026. Sie soll nicht das aktuelle Modell ersetzen, sondern es ergänzen und die Lücke zu den teuren Over-Ear-Kopfhörern AirPods Max schließen. Der Preis könnte zwischen 300 und 350 Euro liegen. Herzstück soll der nächste Generation H3-Audiochip sein, der eine neue Klangqualität verspricht.

Infrarot-Kameras machen AirPods zum KI-Wearable

Das entscheidende Merkmal dieser neuen Top-Variante sind integrierte Infrarotkameras. Sie dienen nicht zum Fotografieren, sondern erfassen Handbewegungen in der Luft – ähnlich wie beim Apple Vision Pro. Nutzer könnten so Lautstärke regeln, Anrufe annehmen oder Musik steuern, ohne die Stöpsel zu berühren. Diese Technologie könnte die physischen Drucksensoren am Stiel überflüssig machen. Kommentatoren sehen darin eine Revolution: Aus einem passiven Audio-Accessoire wird ein aktives KI-Wearable. Apple bringt so räumliche Computerfunktionen in eine alltägliche und sozial akzeptierte Form.

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Marktstrategie: Etablierte Produkte als Trojaner für KI

Die gleichzeitige Preissenkung bei den AirPods 4 und die Entwicklung der Kamera-AirPods zeigen eine durchdachte Hardware-Strategie. Der Markt für Wearable-KI steckt noch in den Kinderschuhen, mit gemischten Erfolgen. Indem Apple fortschrittliche KI- und Gestensteuerung in die etablierte AirPods-Reihe integriert, nutzt es eine Produktkategorie mit globaler Akzeptanz. Nutzer sind es gewohnt, die Stöpsel täglich zu tragen. Die Hemmschwelle für ein KI-upgrade ist daher gering. Selbst wenn die Gestensteuerung zunächst als Experiment gilt, bleiben die AirPods erstklassige Noise-Cancelling-Kopfhörer – das minimiert das Risiko für Hersteller und Kunden. Die gesammelten Nutzungsdaten werden zudem die Entwicklung künftiger räumlicher Computerprodukte wie AR-Brillen vorantreiben.

Ausblick: Hohe Volumen unten, Revolution oben

Für 2026 wird der Fokus der Unterhaltungselektronik auf Apples Wearable-Audio-Strategie liegen. Die günstigen AirPods 4 dürften vor allem bei Studierenden und Remote-Arbeitenden für hohe Absätze sorgen. Gleichzeitig wächst die Spannung auf die offizielle Vorstellung der Premium-AirPods Pro 3, die traditionell im Herbst erwartet wird. Setzt sich die Gestensteuerung durch, könnte sie neue Maßstäbe für Premium-Audio setzen. Konkurrenten müssten ihre Entwicklungszyklen beschleunigen, um mitzuhalten, wenn Apple Audio-Accessoires zu umfassenden Wearable-Computern weiterentwickelt.