AirPods Max 2: Apple setzt mit H2-Chip auf innere Werte

Apples neue Premium-Kopfhörer setzen auf eine interne Revolution durch den H2-Chip, der die Geräuschunterdrückung und Audioqualität deutlich verbessert und neue Funktionen für Content-Creator bietet.

Apple hat die zweite Generation seiner Flaggschiff-Kopfhörer vorgestellt. Die AirPods Max 2 setzen voll auf eine interne Revolution durch den neuen H2-Chip, während das Design nahezu unverändert bleibt. Ab 25. März sind die Premium-Kopfhörer für 549 Euro vorbestellbar.

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Kern-Upgrade: Der H2-Chip revolutioniert den Klang

Das Herzstück der Neuerung ist der leistungsstarke H2-Chip. Er ersetzt den in die Jahre gekommenen H1-Prozessor und ermöglicht einen Quantensprung bei der rechnergestützten Audioverarbeitung. Die größte Neuerung betrifft die aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Apple verspricht eine um das 1,5-fache verbesserte Wirksamkeit, besonders bei schwer zu dämpfenden Umgebungsgeräuschen wie Flugzeugtriebwerken oder U-Bahn-Lärm.

Der Chip bringt zudem intelligente Features, die bisher den kleineren AirPods-Modellen vorbehalten waren. Dazu gehört Adaptive Audio, das Transparenzmodus und ANC dynamisch an die Umgebung anpasst. Der Transparenzmodus soll natürlicher klingen, während die Gesprächserkennung die Lautstärke automatisch drosselt, sobald der Nutzer spricht.

Neuer Fokus: Werkzeug für Content-Creator

Apple positioniert die AirPods Max 2 gezielt als Werkzeug für kreative Profis. Ein ausgeklügeltes neun-Mikrofon-Array soll Studioqualität für Sprachaufnahmen unterwegs ermöglichen – ein klares Signal an Podcaster, Sänger und Journalisten.

Auch die Interaktion wurde erweitert. Die charakteristische Digital Crown dient nun als Fernauslöser für die Kamera von iPhone oder iPad. Nützlich für Solo-Creator, die Aufnahmen aus der Ferne starten müssen. Neue Kopfbewegungssteuerungen erlauben es, durch Nicken oder Schütteln des Kopfes Anrufe anzunehmen oder Siri zu bedienen. Für Gamer reduziert der H2-Chip zudem die Audio-Latenz in einem speziellen Spielmodus.

Unverändertes Design trifft auf harte Konkurrenz

Das äußere Erscheinungsbild bleibt dagegen nahezu identisch zu seinem Vorgänger von 2020. Die gleichen Aluminium-Ohrschalen, das gestrickte Kopfband und der Stahlbügel sorgen für geteilte Meinungen. Einige loben den ikonischen und bequemen Look, andere kritisieren das Fehlen einer faltbaren Bauweise oder eines praktischeren Travel-Cases.

Fünf Farben stehen zur Wahl: Mitternacht, Starlight, Orange, Lila und Blau. Der Preis von 549 Euro bleibt unverändert – eine strategische Entscheidung. Apple scheint überzeugt, dass die neuen Features den Premium-Preis rechtfertigen, trotz scharfer Konkurrenz von Sony und Bose, die oft preiswerter anbieten.

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Strategische Positionierung und Marktausblick

Mit dem Update schließt Apple eine lange kritisierte Lücke. Die AirPods Max 2 unterstützen nun verlustfreie 24-Bit/48-kHz-Audioqualität über das mitgelieferte USB-C-Kabel. Eine lang ersehnte Funktion für Audiophile.

Ein potenzieller Game-Changer ist die integrierte Live-Übersetzung. Sie nutzt die Rechenpower des H2-Chips für Echtzeit-Sprachübersetzung direkt ins Ohr. Das erweitert die Zielgruppe von Musikfans auf Geschäftsreisende und Touristen.

Die Tech-Community wartet nun gespannt auf unabhängige Tests der versprochenen ANC-Leistung und Aufnahmequalität. Die Auslieferung beginnt Anfang April. Für Besitzer der ersten Generation dürfte die Entscheidung zum Upgrade vor allem von der verbesserten Geräuschunterdrückung und den intelligenten Audio-Features abhängen. Für Neukunden bietet Apple nun das ausgereifteste Over-Ear-Headset seiner Geschichte.