AirPods Pro 2: Geräuschunterdrückung wirkt bei tiefen Frequenzen am besten

Technische Analysen zeigen: Die AirPods Pro 2 dämpfen tiefe und mittlere Frequenzen stark, hohe Geräusche jedoch deutlich schwächer.

Die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods Pro 2 wird häufig pauschal als effektiv beworben – ein Blick auf die tatsächlich abgedeckten Frequenzbereiche zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Aktuelle technische Analysen ordnen die Stärken und Schwächen der Technologie nun genauer ein.

Der abgedeckte Frequenzbereich

Laut den Analysen deckt die aktive Geräuschunterdrückung der AirPods Pro 2 vor allem den Bereich von 200 Hz bis 2000 Hz ab – also mittlere bis tiefe Frequenzen. Damit liegt der wirksamste Bereich der Technologie genau dort, wo viele alltägliche Störgeräusche wie Motorenbrummen, Flugzeuglärm oder tiefe Stimmen angesiedelt sind.

Deutliche Unterschiede je nach Geräuschart

Wie granular die Wirkung ausfällt, zeigt sich an konkreten Beispielen aus den Analysen. Bohrmaschinenlärm bei etwa 500 Hz wird demnach um rund 30 dB reduziert – ein Wert, der im mittleren Frequenzbereich liegt, in dem die AirPods Pro 2 laut den Untersuchungen besonders effektiv arbeiten. Auch tieffrequente Geräusche wie Hammerschläge bei etwa 100 Hz werden mit rund 25 dB Reduktion vergleichsweise gut gedämpft.

Deutlich schwächer fällt die Wirkung dagegen bei hochfrequenten Geräuschen aus: Metallreibungsgeräusche im Bereich von etwa 4000 Hz werden den Analysen zufolge nur um rund 10 dB reduziert. Das bestätigt den grundsätzlichen Befund, dass die aktive Geräuschunterdrückung vor allem bei tiefen und mittleren Frequenzen ansetzt, während hohe Frequenzen – etwa scharfe, kratzende oder klirrende Geräusche – deutlich schlechter herausgefiltert werden.

Empfehlungen zur besseren Wirksamkeit

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Die Geräuschunterdrückung der AirPods Pro 2 wirkt vor allem bei tiefen Frequenzen – hohe Töne werden oft nur schwach gedämpft. Mit den richtigen Einstellungen und einem dichten Sitz der Ohrstöpsel können Sie die Wirkung spürbar verbessern. Jetzt kostenlosen ANC-Guide anfordern

Aus den technischen Analysen leiten sich mehrere praktische Hinweise ab, um die Wirkung der Geräuschunterdrückung im Alltag zu verbessern. Dazu zählt zunächst, die adaptive Transparenz zu deaktivieren, da diese Funktion je nach Umgebung automatisch Außengeräusche durchlässt und damit die reine ANC-Leistung schmälern kann.

Ebenso wichtig ist ein möglichst dichter Sitz der Ohrstöpsel im Ohr, da bereits kleine Undichtigkeiten die Dämmwirkung spürbar verringern. Zusätzlich wird empfohlen, die aktive Geräuschunterdrückung mit dem Abspielen von Musik zu kombinieren, um verbleibende Störgeräusche akustisch zu überdecken.

Vergleich mit den AirPods 4

Auch die AirPods 4, die im Gegensatz zu den Pro-Modellen über eine Halb-In-Ear-Bauform verfügen, wurden in den Analysen berücksichtigt. Demnach erreichen die AirPods 4 etwa 80 Prozent der Geräuschunterdrückungsleistung der AirPods Pro 2. Im tieffrequenten Bereich fällt die Reduktion mit rund 70 Prozent im Vergleich zu den Pro-Modellen aus, während die Unterdrückung mittelfrequenter Sprachanteile bei den AirPods 4 schwächer ausfällt. Bei hohen Frequenzen zeigen sich hingegen kaum Unterschiede zwischen beiden Modellen.

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Die Halb-In-Ear-Bauweise der AirPods 4 dürfte für diese Abweichungen mitverantwortlich sein: Ohne den dichten Sitz, den die Silikonaufsätze der Pro-Modelle im Gehörgang ermöglichen, fällt es der aktiven Technik naturgemäß schwerer, tiefe und mittlere Frequenzen vollständig abzuschirmen.

Für Nutzerinnen und Nutzer, die vor allem tiefe und mittlere Störgeräusche – etwa in lauten Büros, im Nahverkehr oder auf Baustellen – reduzieren möchten, bleiben die AirPods Pro 2 damit die leistungsfähigere Wahl. Bei hochfrequenten Geräuschen stoßen jedoch beide Modelle an ähnliche Grenzen.