Mit den Softwareaktualisierungen iOS 27.2 und iPadOS 27.2 hat Apple seine klinisch validierte Freiverkäufe-Hörgerätefunktion (Over the Counter, OTC) für die Modelle AirPods Pro 2 und AirPods Pro 3 in Teilen Kanadas eingeführt.
Das Feature steht Nutzerinnen und Nutzern in fünf Provinzen zur Verfügung: Alberta, British Columbia, New Brunswick, Prince Edward Island und Saskatchewan. Voraussetzung für den Einsatz sind die aktuellen Betriebssystemversionen, auf dem Mac mindestens macOS Sequoia sowie die neueste Firmware der Kopfhörer.
Regulatorische Hürden begrenzen die regionale Verfügbarkeit
Die Freischaltung der Hörgerätefunktion beschränkt sich derzeit auf jene kanadischen Provinzen, deren gesetzliche Vorgaben den rezeptfreien Erwerb und Betrieb von Hörgeräten ausdrücklich gestatten. Ausgeschlossen von der Bereitstellung sind vorerst Ontario, Quebec, Manitoba, Nova Scotia sowie Neufundland und Labrador.
In Ontario beispielsweise dürfen Hörgeräte bislang nur nach einer Verschreibung durch medizinisches Fachpersonal oder Audiologen abgegeben werden. Wie aus Berichten hervorgeht, kündigte die Provinzregierung dort jedoch eine Gesetzesänderung an, um von Health Canada zugelassene OTC-Hörgeräte künftig ohne Rezept zu ermöglichen.
Dieser Schritt soll im sogenannten Fall Economic Statement 2026 bis zum 15. November 2026 verankert werden. Ontarios Gesundheitsministerin Sylvia Jones begründete das Vorhaben mit dem Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Auswahl und Flexibilität bei der Hörversorgung zu bieten.
Apple teilte mit, eine Zulassung der Funktion für alle kanadischen Provinzen anzustreben, und verhandelt hierzu mit den jeweiligen Behörden. Ein genauer Termin für den Start in den übrigen Regionen steht bislang nicht fest.
Funktionsumfang, Akkulaufzeit und technische Voraussetzungen
Wer sich mit der neuen Hörunterstützung befasst, sollte auch die generelle Gesundheit des Gehörs im Blick behalten, da Experten einen klaren Zusammenhang zwischen gutem Hören und geistiger Fitness sehen. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie mit gezielten Übungen Ihr Gehirn aktiv halten und das Gedächtnis nachhaltig stärken. 7 einfache Hör-Übungen für zuhause gratis herunterladen
Die integrierte Hörgerätefunktion richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren mit einer leichten bis mittleren Hörschwäche und ist kostenlos nutzbar. Die Nutzungsdauer im Hörgerätemodus wird mit bis zu 10 Stunden beziffert. Apple betont in seinen Dokumentationen ausdrücklich, dass das System keinen vollwertigen Ersatz für eine professionelle ärztliche Diagnose darstellt.
Im Gegensatz zur regional beschränkten Hörverstärkung ist der integrierte Hörtest landesweit in ganz Kanada für AirPods Pro 2 und AirPods Pro 3 freigeschaltet. Das Verfahren basiert auf einer standardisierten Reintonaudiometrie, nimmt rund fünf Minuten in Anspruch und ermittelt separate Ergebnisse für jedes Ohr inklusive einer Klassifikation und Empfehlungen. Die resultierenden Audiogramme werden in der Health-App hinterlegt.
Allgemein umfasst die Kompatibilität des Zubehörs Geräte ab iOS 18 sowie Macs ab macOS Sequoia, während Funktionen zum Gehörschutz in Kanada bereits zuvor verfügbar waren. Ein Mediziner des Sunnybrook-Gesundheitszentrums bewertete das Verfahren als einen besonders bequemen Weg zur regelmäßigen Überprüfung des eigenen Hörvermögens.
Um Funktionen wie den integrierten Hörtest sicher nutzen zu können, ist eine korrekte Installation der Software-Updates ohne Datenverlust entscheidend. Ein Apple-Experte erklärt Ihnen in diesem kostenlosen Ratgeber Schritt für Schritt, wie Sie Ihr iPhone optimal einstellen und Ihre Privatsphäre schützen. Kostenlosen Leitfaden für sichere iOS-Updates sichern
Hoher Versorgungsbedarf in der Bevölkerung
Die Einführung adressiert einen signifikanten Bedarf im kanadischen Gesundheitsmarkt. Nach Angaben der Statistikbehörde Statistics Canada aus dem Jahr 2022 berichtet fast 1 von 5 Kanadiern über Hörschwierigkeiten. Durch die Integration softwarebasierter Hilfsmittel in weitverbreitete Verbraucherelektronik zielt der Hersteller darauf ab, bestehende Einstiegshürden für Betroffene abzubauen, sofern die regionalen Rechtsvorschriften dies gestatten.

