Apple hat am Montag die iOS 27 Beta veröffentlicht – und damit ein umfangreiches Update für die gesamte AirPods-Familie. Die neue Firmware-Version 9A292E bringt vor allem für die AirPods Pro 3 tiefgreifende Neuerungen: einen individuell einstellbaren Equalizer, erweiterte Gestensteuerung und eine engere Verzahnung mit den Gesundheitsfunktionen des iPhones. Das Update steht zunächst Entwicklern zur Verfügung, die öffentliche Version wird für Herbst 2026 erwartet.
Neuer Equalizer und „Off-Mode“ für die Geräuschunterdrückung
Erstmals können Nutzer der AirPods Pro 2 und 3 sowie der AirPods Max 2 ein Custom-EQ-Profil direkt über das iOS-Menü anpassen. Bislang war Apple bei der Klangabstimmung seiner Kopfhörer stets auf feste Presets oder automatische Anpassungen setzen – das ändert sich nun.
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Spannend ist auch die Einführung eines neuen „Off-Modus“ für die aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Dieser schaltet sämtliche rechenintensiven Verarbeitungsfunktionen ab, um die Akkulaufzeit zu maximieren. Wer also in ruhiger Umgebung unterwegs ist, kann so deutlich länger hören.
Die Gestensteuerung wurde ebenfalls erweitert: Neben den bekannten Druckbefehlen an den Stielen lassen sich nun Prisch-Gesten für verschiedene Aktionen nutzen. Besonders praktisch: Die AirPods können künftig als Live-Übersetzer fungieren und sogar als Fernauslöser für die iPhone-Kamera dienen.
AirPods Pro 3: Doppelt so starke Geräuschunterdrückung
Die AirPods Pro 3 sind die technische Speerspitze des Updates. Branchentests zufolge unterdrückt die dritte Generation Umgebungsgeräusche doppelt so effektiv wie das Vorgängermodell – und sogar viermal so stark wie die ursprünglichen AirPods Pro. Die Messungen folgen dem internationalen Standard IEC 60268-24.
Herzstück der Gesundheitsintegration ist der PPG-Herzfrequenzsensor (Photoplethysmographie). Die Abweichung zu professionellen Brustgurten beträgt laut technischen Auswertungen lediglich 2,02 Prozent – ein beachtlicher Wert für In-Ear-Kopfhörer.
Die technischen Daten lesen sich beeindruckend:
– IP57-Zertifizierung (staub- und wassergeschützt)
– Acht Stunden Akkulaufzeit mit aktiviertem ANC
– 24 Stunden Gesamtlaufzeit mit dem Ladecase
Vom Musik- zum Gesundheitsgerät
Apple positioniert die AirPods Pro 3 zunehmend als medizinisches Hilfsmittel. Integrierte Hörtests und die Funktion als rezeptfreie Hörgeräte sind bereits Realität. Allerdings gibt es Einschränkungen: Bestimmte Software-Funktionen, darunter die Live-Übersetzung in einigen Sprachen, sind in der Europäischen Union offenbar blockiert – vermutlich aus regulatorischen Gründen.
Rekordtief beim Preis – und ein neuer Werbespot
Die Preise für die AirPods Pro 3 sind zuletzt gefallen. Mitte Juni 2026 notierte das Modell bei großen Händlern wie Amazon und Walmart auf einem Rekordtief von 179 US-Dollar (umgerechnet rund 165 Euro). Der reguläre Preis liegt bei 249 US-Dollar (etwa 230 Euro). Die Rabattaktion kommt pünktlich vor dem Amazon Prime Day (23. bis 26. Juni 2026).
Apple untermauert die Markteinführung mit einer globalen Werbekampagne namens „Dança“, die am 11. Juni startete. Im Mittelpunkt steht der brasilianische Fußballstar Vini Jr. – die Botschaft: Die Geräuschunterdrückung ist so effektiv, dass selbst im Stadion nichts ablenkt.
Konkurrenz schläft nicht
Der Markt für Premium-Kopfhörer bleibt hart umkämpft. Erst im April 2026 sicherte sich Ankers Soundcore Liberty 5 Pro einen Guinness-Weltrekord für Sprachqualität. Das Modell kostet rund 170 Euro und setzt auf einen speziellen KI-Chip für neuronale Verarbeitung und adaptive Geräuschunterdrückung. Ein direkter Konkurrent für Apples Hardware-Software-Ökosystem.
AirPods als Mikrofon und „Find My“-Update
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Die iOS-27-Integration geht noch weiter: Nutzer können die AirPods künftig als externes Mikrofon für hochwertige Audioaufnahmen auf dem iPhone nutzen – eine Funktion, die mit den räumlichen Audio- und Rauschunterdrückungsfähigkeiten des iPhone 16 harmoniert.
Für später im Jahr sind weitere Updates angekündigt:
– Verbesserte „Wo ist?“-Integration mit eigenem Lautsprecher im Ladecase
– Neue modulare Zifferblätter für die Apple Watch
Apple arbeitet zudem daran, generative KI-Funktionen in Kamera- und Foto-Apps zu integrieren. Dieselben Technologien sollen auch die Audioverarbeitung und Umgebungswahrnehmung der AirPods weiter verfeinern.

