AirPods Pro 3: iFixit vergibt null Punkte für Reparierbarkeit

Verklebte Akkus und fehlende Ersatzteile erschweren die Instandsetzung; zugleich fällt die Laufzeit mit Ladecase kürzer aus.

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In einer detaillierten Hardware-Analyse hat die Reparaturplattform iFixit die interne Konstruktion der Apple AirPods Pro 3 untersucht. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Mit einer Wertung von 0 von 10 Punkten bescheinigen die Reparaturexperten den kabellosen Ohrhörern eine vollständige Reparaturunfähigkeit.

Trotz technischer Verbesserungen und neuer Hardware-Funktionen bleibt das grundlegende Problem der Produktreihe bestehen. Aufgrund verklebter Komponenten und fehlender Ersatzteile lassen sich die In-Ear-Kopfhörer im Falle eines Akkudefekts nicht wirtschaftlich oder zerstörungsfrei instand setzen.

Verklebte Bauweise verhindert zerstörungsfreie Öffnung

Die Demontage der AirPods Pro 3 verdeutlicht die Hürden für Wartung und Reparatur. Um in das Innere der Gehäuse vorzudringen, sind nach Angaben von iFixit der Einsatz von externer Hitze sowie scharfe Hebelwerkzeuge zwingend erforderlich.

Die integrierten Akkus sind fest mit dem Gehäuse verklebt, was einen einfachen Austausch unmöglich macht. Ein Zusammenbau der Ohrhörer nach dem Öffnen gelingt nahezu nicht, ohne das Gehäuse oder interne Bauteile dauerhaft zu beschädigen.

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Erschwert wird die Situation durch die Servicepolitik des Herstellers. Apple stellt für die AirPods Pro 3 weder offizielle Ersatzteile noch Reparaturanleitungen bereit.

Da Lithium-Ionen-Akkus mit der Zeit chemisch altern, führt diese Bauweise laut iFixit dazu, dass die Ohrhörer ein Einwegprodukt bleiben. Die Lebensdauer der Geräte liegt im regulären Betrieb meist bei lediglich 2 bis 3 Jahren, bevor nachlassende Akkukapazitäten die Nutzbarkeit einschränken.

Technische Neuerungen und verändertes Akkudesign im Ladecase

Auf technischer Seite weisen die AirPods Pro 3 gegenüber ihren Vorgängern mehrere Änderungen auf. Die Kopfhörer erfüllen nun den Schutzstandard IP57, während das Vorgängermodell nach IP54 zertifiziert war. Damit bieten sie einen verbesserten Schutz gegen das Eindringen von Staub und zeitweiliges Untertauchen in Wasser.

Zudem hat Apple ein neues Infrarotfenster für optische Messungen wie die Herzfrequenzmessung integriert. Die Signalverarbeitung und die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) übernimmt weiterhin der H2-Chip.

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Auch im zugehörigen Ladecase hat Apple das interne Layout modifiziert. Während in der vorherigen Generation noch zwei separate Energiespeicher verbaut waren, kommt in den AirPods Pro 3 nun eine einzelne Zelle mit einer Kapazität von 1,334 Wh zum Einsatz. Diese konstruktive Anpassung hat jedoch funktionale Konsequenzen: Die Gesamtlaufzeit in Verbindung mit dem Ladecase sinkt von 30 Stunden bei den AirPods Pro 2 auf 24 Stunden bei den AirPods Pro 3.

Nachhaltigkeit im Kontrast zu alternativen Konzepten

Bei einem Verkaufspreis von 250 US-Dollar steht die mangelnde Wartungsfähigkeit besonders in der Kritik von Nachhaltigkeits- und Verbraucherschützern. Um zu verdeutlichen, dass kompakte Kopfhörer nicht zwangsläufig irreparabel sein müssen, verweist iFixit auf alternative Entwürfe am Markt wie die Fairphone Fairbuds.

Dieses Produkt belege, dass wechselbare Akkus auch im Segment der modernen True-Wireless-In-Ears technisch machbar seien. Solange etablierte Hersteller jedoch an vollflächigen Verklebungen und proprietären Gehäusen festhalten, bleibt die Nutzungsdauer hochwertiger Audioprodukte eng an die Alterung fest verbauter Akkuzellen gekoppelt.