Apple hat seine AirPods über das Feiertagswochenende so stark reduziert wie nie zuvor. Die Rabatte sind ein gezielter Schachzug, um die Nutzerbasis für eine neue Generation intelligenter Hörgeräte zu erweitern.
Während des langen Wochenendes um den 20. Februar 2026 erlebte Apples AirPods-Produktlinie die bisher massivsten Preisnachlässe. Das Basismodell AirPods 4 fiel erstmals unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar. Diese aggressive Preispolitik großer Händler wirkt wie ein gezielter Ausverkauf – nur Tage vor der neu angekündigten Hardware-Präsentation „Apple Experience“ am 4. März.
Ungewöhnliche Rabatte deuten auf Strategiewechsel hin
Vom 20. bis 22. Februar sanken die Preise für die aktuellen AirPods-Modelle in bisher ungesehenem Ausmaß. Die Standard-AirPods 4, sonst bei 129 Dollar, waren für 99 Dollar zu haben. Auch die teureren Modelle wurden stark reduziert: Die AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) von 179 auf etwa 139 Dollar, die Flaggschiff-AirPods Pro 3 auf rund 209 und die over-ear AirPods Max auf etwa 449 Dollar.
Branchenbeobachter sehen darin eine doppelte Strategie. Einerseits sollen die Wearable-Verkäufe im traditionell schwachen ersten Quartal angekurbelt werden. Andererseits baut Apple so gezielt seine Nutzerbasis aus – und zwar für Geräte mit dem H2-Chip. Dieser Chip ist die Voraussetzung für kommende KI- und Spatial-Audio-Funktionen. Durch die niedrigeren Einstiegspreise stattet Apple mehr Nutzer mit der notwendigen Hardware für seine nächste Software-Generation aus.
Software-Updates bereiten den Boden für iOS 26
Parallel zu den Rabatten treibt Apple die Software-Entwicklung für seine Kopfhörer voran. Mitte Februar 2026 erhielten die Modelle AirPods Pro 3, AirPods Pro 2 und AirPods 4 ein neues Beta-Firmware-Update. Es bereitet die tiefergehende Integration in die kommenden Betriebssysteme iOS 26.3 und 26.4 vor.
Die Updates bringen praktische Neuerungen. Dazu gehören eine automatische Schlaf-Erkennung, die die Wiedergabe stoppt, sowie verbesserte Ladehinweise und eine nahtlose Verbindung mit CarPlay-Systemen. Getestet wird auch eine „Kamera-Fernbedienung“, mit der sich der iPhone-Auslöser per Druck auf den Kopfhörerstiel betätigen lässt. Diese kontinuierlichen Verbesserungen zeigen: Apple behandelt seine AirPods längst nicht mehr als einfache Audiogeräte, sondern als sich ständig weiterentwickelnde Smart Devices.
Wer Begriffe wie H2‑Chip, Spatial Audio oder die neuen CarPlay‑Funktionen schnell einordnen möchte, findet Hilfe im kostenlosen iPhone‑Lexikon. Der PDF‑Guide erklärt die 53 wichtigsten Apple‑Begriffe in klaren Worten – ideal für iPhone‑ und AirPods‑Nutzer, die Updates und neue Features besser verstehen wollen. Jetzt iPhone-Lexikon kostenlos sichern
Kamera-AirPods: Der nächste große Schritt
Während die aktuelle Hardware Software-Updates erhält, arbeitet Apple bereits an der nächsten Revolution. Laut einem Bloomberg-Bericht vom 17. Februar beschleunigt der Konzern die Entwicklung einer neuen Premium-Variante der AirPods Pro mit integrierten Infrarot-Kameras.
Diese Kameras sind nicht für Fotos gedacht. Stattdessen sollen sie visuelle Daten aus der Umgebung des Nutzers erfassen und an Apples visuelle KI-Systeme liefern. Analysten zufolge werden die Infrarotsensoren fortschrittliche Gestensteuerung in der Luft ermöglichen. Nutzer könnten dann die Wiedergabe steuern oder mit Siri interagieren, indem sie einfach Handbewegungen ausführen. In Kombination mit der Apple Vision Pro-Brille sollen die Kamera-AirPods zudem ein immersiveres Mixed-Reality-Erlebnis schaffen.
Apples große KI-Strategie für Wearables
Die kamera-tragenden AirPods sind nur ein Teil einer größeren Unternehmensstrategie. Laut Bloomberg werden sie neben zwei anderen experimentellen Wearables entwickelt: einem KI-gesteuerten Smart-Anhänger für die Kleidung und einer neuen Generation von Augmented-Reality-Brillen.
Alle drei Geräte sollen stark auf eine überarbeitete Version der Siri-Sprachassistentin setzen. Diese wird in der zweiten Hälfte 2026 voraussichtlich durch Integrationen mit Google Gemini deutlich leistungsfähiger. Dank der Kameras in den AirPods oder Brillen könnte Siri dann visuellen Kontext verarbeiten. Nutzer könnten Fragen zu Objekten oder Gebäuden stellen, die sie gerade vor sich sehen.
Das für den 4. März angekündigte „Apple Experience“-Event in New York, London und Shanghai wird sich voraussichtlich auf neue iPhones und Macs konzentrieren. Doch im Hintergrund zeichnet sich ein klares Bild ab: Durch aggressive Rabattaktionen, kontinuierliche Software-Updates und die Entwicklung kamera-tragender Modelle verwandelt Apple seine AirPods Schritt für Schritt in die zentrale Hardware-Schnittstelle für die nächste Generation seiner KI-Dienste.





