Apple hat seine AirPods-Reihe mit einem umfangreichen Software-Update versehen. Die Beta-Firmware bringt erstmals einen Drei-Band-Equalizer und einen neuen Regler für den adaptiven Modus.
Die Aktualisierung betrifft die aktuellen Modelle AirPods Pro 3, AirPods Max 2 und AirPods 4. Sie erscheint parallel zur vierten Beta-Version von iOS 27, die Apple bereits am 20. Juli ausgeliefert hat. Nutzer erhalten damit deutlich mehr Kontrolle über ihr Hörerlebnis – ein Schritt, der vor allem Audiophile freuen dürfte.
Kontrollzentrum mit „Liquid Glass“-Effekt
Das Herzstück der Neuerungen ist das überarbeitete Control Center in iOS 27. Dort findet sich künftig ein Schieberegler für das adaptive Audio, der mit einem fließenden „Liquid Glass“-Look aufwartet. Die Optik ist nicht nur Spielerei: Sie visualisiert in Echtzeit, wie stark die Umgebungsgeräusche ausgeblendet werden.
Gleichzeitig bekommt Siri ein umfangreiches Update. Der Sprachassistent bietet eine neue Einführungsoberfläche und zusätzliche regionale Stimmen. Allerdings bleiben bestimmte Anpassungsmöglichkeiten – etwa die Kontrolle von Sprechgeschwindigkeit und Ausdrucksstärke – den iPhone-17-Modellen (Pro und Air) vorbehalten. Besitzer eines iPhone 15 Pro oder der iPhone-16-Serie erhalten die grundlegenden Siri-Funktionen, aber nicht die volle Stimmenvielfalt.
AirPods 4: Kein Knopf mehr, dafür eine Touch-Zone
Die Software-Offensive baut auf Hardware-Änderungen auf, die Apple bereits 2024 mit den AirPods 4 eingeführt hat. Statt des altbekannten Pairing-Knopfs an der Rückseite des Ladecases setzt das Unternehmen nun auf eine kapazitive Fläche an der Vorderseite. Ein kurzes Berühren startet die Kopplung, ein 15-sekündiges Halten setzt die Ohrhörer zurück.
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Der Haken: Es gibt keinerlei haptisches Feedback. Während die Einrichtung im Apple-Kosmos reibungslos funktioniert, berichten Nutzer von Android-Geräten von einer Kopplungsdauer zwischen 20 und 45 Sekunden. Ein kleiner Wermutstropfen für alle, die plattformübergreifend unterwegs sind.
AirPods Pro 3: Doppelte Geräuschunterdrückung zum Sonderpreis
Die AirPods Pro 3 bleiben Apples Zugpferd im Audio-Segment. Seit ihrem Start im September 2025 sind sie technisch auf dem neuesten Stand: Der H2-Chip verdoppelt die aktive Geräuschunterdrückung im Vergleich zum Vorgänger. Hinzu kommen ein Herzfrequenzsensor, Live-Übersetzungen und die Schutzklasse IP57 – die Ohrhörer überstehen also auch einen Tauchgang im Pool.
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Im Handel sind die Pro 3 derzeit für rund 200 Euro zu haben – ein deutlicher Abschlag vom ursprünglichen Preis von 249 Euro. Ein Zeichen, dass Apple die Lager für das kommende Weihnachtsgeschäft räumt?
Preise und Akkulaufzeit der AirPods 4
Die Basis-AirPods 4 gibt es in mehreren Varianten. Modelle ohne Geräuschunterdrückung kosten zwischen 90 und 115 Euro, die ANC-Version liegt bei etwa 180 Euro. Die Akkulaufzeit beträgt fünf Stunden pro Ladung, mit dem USB-C-Case sind es bis zu 30 Stunden.
Konkurrenz schläft nicht
Während Apple an iOS 27 und der finalen Version der Firmware für September 2026 feilt, macht die Konkurrenz Druck. Sony hat mit den 1000X The Collexion einen Premium-Kopfhörer auf den Markt gebracht, der es auf die AirPods Max abgesehen hat. Für 550 Euro bietet Sony 30-Millimeter-Kohlefasertreiber und ein Edelstahlgehäuse. Ein klares Signal: Der Markt für High-End-Audio wird enger, und Apple muss liefern – nicht nur bei der Software.

