Technik-Ratgeber empfehlen aktuell, den Flugmodus regelmäßig zu aktivieren, um Mobilfunkverbindungen gezielt zu steuern und die tägliche Nutzung des Smartphones zu verbessern. Diese und weitere Empfehlungen zur Geräteoptimierung fasste Fast Company zusammen und ordnet sie in eine breitere Debatte über Akkulaufzeit und Systemeinstellungen bei Smartphones ein.
Vier Software-Anpassungen für mehr Akkulaufzeit
Der Fast-Company-Autor Doug Aamoth stellte vier Software-Tweaks vor, mit denen sich die Akkulaufzeit von Smartphones nach eigenen Angaben um bis zu 30 Prozent verlängern lässt. Der Flugmodus fungiert dabei als ein Baustein neben weiteren Einstellungsänderungen, mit denen Nutzer die Mobilfunk- und Funkaktivität ihres Geräts gezielter kontrollieren können.
Android-Entwickleroptionen im Fokus
Parallel dazu rückt eine weniger bekannte Android-Einstellung in den Blick: Die Entwickleroption „Mobile Data Always Active“ hält laut MakeUseOf die Mobilfunkdaten auch dann aktiv, wenn das Gerät bereits mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist. Dieses parallele Offenhalten beider Verbindungswege verursacht demnach unnötigen Akkuverbrauch.
Nutzer mit stabiler WLAN-Anbindung profitierten laut dem Bericht davon, die Option zu deaktivieren, während Personen mit häufigem Netzwerkwechsel eher von der aktivierten Einstellung profitieren, da der Wechsel zwischen Netzen dann schneller vonstattengeht.
WebProNews bestätigte in einem eigenen Bericht diesen Zusammenhang: Die Einstellung halte das Mobilfunkradio auch bei bestehender WLAN-Verbindung aktiv und entlade dadurch den Akku, während eine Deaktivierung insbesondere die Standby-Zeit verbessere.
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Google-Play-Dienste als Akkufresser
Ein weiterer Ansatzpunkt betrifft die Hintergrundaktivität der Google Play Services. MakeUseOf berichtete, dass eine Einschränkung von Standort-Pings, Benachrichtigungs-Polling und Kontosynchronisierung dieses Dienstes die Akkulaufzeit auf einem Galaxy S25 Ultra spürbar verbesserte.
Der Dienst selbst wird dabei nicht vollständig deaktiviert, da zahlreiche Systemfunktionen darauf angewiesen sind – lediglich seine Hintergrundaktivität wird gedrosselt.
Google zieht bei Wake Locks die Zügel an
Auch auf Plattformebene tut sich etwas: Ab dem 1. März 2026 will Google laut WebProNews strengere Wake-Lock-Limits durchsetzen. Apps, die sogenannte partielle Wake Locks über mehr als zwei Stunden in über 5 Prozent ihrer Sitzungen innerhalb eines 28-Tage-Zeitraums halten, sollen künftig Warnungen erhalten.
Wake Locks verhindern, dass das Gerät in den Ruhezustand wechselt, und zählen zu den klassischen Ursachen für ungewöhnlich hohen Akkuverbrauch durch einzelne Anwendungen.
Allgemeine Pflegehinweise und iPhone-spezifische Fixes
Ergänzend listete WiredLabz allgemeine Empfehlungen zur Gerätepflege auf: aktuelle Software, aufgeräumter Speicher, verwaltete Hintergrund-Apps, Beobachtung der Akkugesundheit, ein optimierter Homescreen, ein wöchentlicher Neustart, der Einsatz von Sicherheits-Apps sowie ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen als letzte Option.
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Für iPhone-Nutzer, speziell das iPhone 15 Pro Max, nannte ein Bericht auf Toutiao konkrete Maßnahmen gegen ungewöhnlichen Akkuverlust: das Deaktivieren des Always-On-Displays, eine Verkürzung der Auto-Sperre auf 30 Sekunden oder eine Minute, die Aktivierung der automatischen Helligkeit, eine Begrenzung der Hintergrund-App-Aktualisierung, die Nutzung von 4G oder automatischem 5G statt durchgehendem 5G, eingeschränkte Standortberechtigungen, die Aktivierung des adaptiven Akkus sowie das Abschalten unnötiger Benachrichtigungen und der Sprachassistenzfunktion „Hey Siri“. Von Akku-Spar-Apps von Drittanbietern rät der Bericht ausdrücklich ab.
Insgesamt zeigt sich in den aktuellen Empfehlungen ein gemeinsamer Nenner: Nicht Hardware-Defekte, sondern Systemeinstellungen und dauerhaft aktive Hintergrundprozesse gelten als häufigste Ursache für spürbaren Akkuverschleiß im Alltag – ein Umstand, dem sowohl Nutzer durch gezielte Konfiguration als auch Plattformbetreiber wie Google durch neue Richtlinien begegnen wollen.

