Nahtloses Bezahlen im Ausland rückt näher: Neue Partnerschaften von Saudi-Arabien bis Südkorea vernetzen nationale Bezahlsysteme mit globalen Digital-Wallets und eröffnen Millionen Händlern internationale Kundschaft.
Der Traum vom einfachen grenzüberschreitenden Bezahlen per QR-Code wird diese Woche deutlich konkreter. Eine Serie neuer Abkommen beschleunigt die Vernetzung nationaler Bezahlplattformen und könnte das Reisen sowie den internationalen Handel revolutionieren. Im Fokus stehen Megamärkte wie Indien und Saudi-Arabien sowie expandierende Zahlungskorridore in Asien.
Saudi-Arabien und Indien schalten sich ins globale Netz ein
Zwei der bedeutendsten Entwicklungen kommen aus Riyadh und Neu-Delhi. Die saudische Zentralbank (SAMA) plant für 2026 die Integration des nationalen Bezahlsystems mada in die Plattform Alipay+ von Ant International. Dies soll lokalen Händlern, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, ermöglichen, QR-Zahlungen von einem riesigen Netzwerk internationaler Digital-Wallet-Nutzer zu akzeptieren. Die Maßnahme ist ein zentraler Baustein der saudischen „Vision 2030“ zur Diversifizierung der Wirtschaft.
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Noch weitreichender könnten die laufenden Gespräche zwischen der indischen Regierung, der Reserve Bank of India (RBI) und Ant International werden. Sie zielen auf eine Verknüpfung des äußerst erfolgreichen Unified Payments Interface (UPI) mit Alipay+ ab. Eine solche Integration wäre ein Quantensprung für die globale Reichweite von UPI. Indische Touristen könnten dann weltweit bei Millionen Händlern im Alipay+-Netzwerk bezahlen – einfach mit ihrer gewohnten UPI-App.
Neue Zahlungskorridore sprießen in Asien
Parallel öffnen sich in ganz Asien neue, reibungslose Zahlungswege für Reisende:
* In Kasachstan startet das Fintech-Unternehmen 8B einen Dienst, der die Tourismusbranche des Landes an große asiatische Wallets wie WeChat Pay, Alipay und UPI anschließt. Kasachische Urlauber können damit auch in Ländern wie Vietnam und Thailand per QR-Code zahlen.
* Die Zentralbanken von Südkorea und Indonesien bestätigten den Start eines grenzüberschreitenden QR-Bezahldienstes zwischen beiden Ländern im April 2026. Dies soll Wechselkurskosten senken und den Zahlungsverkehr beschleunigen.
* Singapurs DBS Bank wird es Kunden demnächst ermöglichen, Geld direkt auf WeChat-Wallets in China zu überweisen und einen der wichtigsten Zahlungskorridore Asiens weiter zu vereinfachen.
Das Erfolgsrezept: Interoperable Plattformen
Der rasante Expansion liegt eine kluge Strategie zugrunde: Statt jedes nationale System einzeln zu verknüpfen, agieren Plattformen wie Alipay+ als zentrale Schaltstelle. Sie bündeln den Zugang zu Dutzenden internationalen Digital Wallets. Ein Händner, der sich einmal integriert, kann damit Zahlungen von über 1,7 Milliarden Nutzerkonten aus mehr als 30 Partner-Apps akzeptieren.
„Nationale QR-Systeme in ganz Südostasien werden zunehmend miteinander verbunden. Das hilft, den globalen Handel zu öffnen“, erklärte Douglas Feagin, Präsident von Ant International, auf einem Gipfel am 6. Februar. Diese Vernetzung baut auf standardisierten nationalen QR-Codes wie Singapurs SGQR auf, die den Prozess für alle Beteiligten vereinfachen.
Globale Blaupause: „Project Nexus“ der BIZ
Im Hintergrund treibt die Bank für Internationales Zahlungswesen (BIZ) mit „Project Nexus“ eine fundamentale Lösung voran. Das Projekt erarbeitet einen globalen Standard, um nationale Echtzeit-Zahlungssysteme direkt miteinander zu vernetzen. Zentralbanken aus Indien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand arbeiten bereits an einer Live-Umsetzung, die einen potenziellen Markt von 1,7 Milliarden Menschen verbinden könnte. Das Ziel: Grenzüberschreitende Zahlungen sollen so einfach und schnell werden wie Inlandsüberweisungen – in unter 60 Sekunden.
„Die jüngsten bilateralen Abkommen und Plattform-Integrationen sind somit nur der Anfang. Sie markieren eine klare Richtung: Die Zukunft des Bezahlens im Einzelhandel und auf Reisen wird zunehmend grenzenlos. Ein einfacher Scan eines QR-Codes, angetrieben von einem weltweit vernetzten Ökosystem digitaler Geldbörsen, könnte schon bald zum Alltag gehören.“
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