AmbiOS wird zur universellen Plattform für „Physical AI“: Das kalifornische Unternehmen Ambi Robotics stellt sein Betriebssystem und KI-Fähigkeiten nun auch Konkurrenten und Partnern zur Verfügung. Mit der neuen AI Skill Suite will der Pionier aus Berkeley die Industrie-Robotik revolutionieren.
Die Strategie erinnert an die Automobilbranche, wo Software zunehmend unabhängig von der Hardware entwickelt wird. Ambi Robotics trennt mit dem Schritt die KI-„Gehirne“ von den mechanischen „Körpern“. Dritthersteller können so die erprobten Wahrnehmungs- und Greiftechnologien in eigene Roboter integrieren.
Vom Komplettanbieter zur KI-Plattform
Bislang war Ambi Robotics vor allem für seine Komplettsysteme wie die Sortieranlage AmbiSort bekannt. Die Kehrtwende zur Lizenzierung markiert einen fundamentalen Wandel. „Die größte Hürde in der Robotik ist nicht die Intelligenz an sich, sondern ihre zuverlässige Anwendung in der wirtschaftlichen Praxis“, erklärt CTO Jeff Mahler.
Die AI Skill Suite bietet eine Bibliothek vortrainierter Anwendungen. Diese ermöglichen Robotern, Objekte in dynamischen Umgebungen zu erkennen und zu handhaben. Der Clou: Die Software ist hardware-unabhängig und kann in verschiedene Roboterarme integriert werden.
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Datenvorsprung als entscheidender Wettbewerbsvorteil
Das Herzstück der Technologie ist das PRIME-1-Foundation-Modell. Dieses vertikal integrierte KI-Modell lernt seit Januar 2025 mit Echtweltdaten aus kommerziellen Einsätzen. Die Systeme des Unternehmens verarbeiten bereits Daten aus einem Ökosystem, das einen bedeutenden Teil des US-Paketaufkommens bewegt.
„Durch die Öffnung für Partner generieren wir noch größere Datenmengen“, sagt CEO Jim Liefer. Dieser Feedback-Loop soll die zugrundeliegenden KI-Modelle kontinuierlich verbessern – ein selbstverstärkender Effekt.
Marktchancen und deutsche Perspektiven
Der Schritt kommt nach einem Jahr starken Wachstums. Die Nachfrage nach den Gantry-Robotern AmbiStack war 2025 so hoch, dass die Lager leer verkauft wurden. Fortune-500-Unternehmen trieben ihre Automatisierungsinvestitionen voran.
Für den deutschen Maschinenbau und Logistiksektor könnte die Entwicklung bedeutend sein. Statt eigene Wahrnehmungssysteme von Grund auf zu entwickeln, könnten Hersteller wie Kuka oder Siemens auf die erprobten Fähigkeiten von Ambi zurückgreifen. Das würde Entwicklungszyklen verkürzen und die Markteinführung neuer Roboter beschleunigen.
Experten sehen in der Lizenzierung „erarbeiteter“ Roboterfähigkeiten einen möglichen Game-Changer. Die Barriere für neue robotische Anwendungen könnte sinken. Ambi Robotics sieht darin einen Schritt zu einem standardisierten Betriebssystem für die physische Welt – eine gemeinsame Intelligenzschicht für Roboter jeder Bauart.
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