Der Chiphersteller AMD hat am 29. Juli 2026 die neueste Version seiner Grafikkartentreiber, die Adrenalin Edition 26.7.1 WHQL, bereitgestellt. Das Update führt primär die Unterstützung für die neue Mittelklasse-Grafikkarte Radeon RX 9050 ein und optimiert die Leistung für mehrere bevorstehende Spiele-Veröffentlichungen. Zeitgleich aktualisierte auch der Wettbewerber NVIDIA sein Software-Angebot, um neue Hardware-Generationen und Upscaling-Technologien zu unterstützen.
Unterstützung für RDNA 4 und neue Spieletitel
Mit der Veröffentlichung des Treibers Adrenalin 26.7.1 WHQL integriert AMD offiziell die Radeon RX 9050 in sein Portfolio. Die auf der RDNA-4-Architektur basierende Grafikkarte ist laut den technischen Spezifikationen mit 1024 Stream-Prozessoren (SP) ausgestattet und wird in Varianten mit 4 GB sowie 8 GB Videospeicher auf den Markt kommen.
Neben der Hardware-Unterstützung fokussiert sich das Software-Update auf die Optimierung aktueller Software-Titel. Hierzu gehören dedizierte Spielprofile für die Open Beta von Gears of War: E-Day sowie für das Spiel Out of Control Evolution. Damit bereitet der Hersteller seine Plattform auf die Anforderungen kommender Großproduktionen vor.
Fehlerbehebungen und verbleibende Herausforderungen bei AMD
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Im Bereich der Software-Stabilität adressiert AMD mit dem aktuellen Release mehrere Probleme, die in den vergangenen Wochen von Anwendern gemeldet wurden. Dazu zählt ein Flackern in den Anwendungen Blender und Cinema 4D auf Systemen mit Grafikkarten der Serie Radeon RX 7000 oder neuer. Zudem wurde ein Darstellungsfehler des Richtungssymbols in Fortnite korrigiert. Für Nutzer von Windows 10 wurden Abstürze im Zusammenhang mit der Upscaling-Technologie FSR 4.1 behoben. Ein spezifisches Problem, bei dem FSR in Battlefield 6 auf Karten der RX-9000-Serie inaktiv blieb, wurde ebenfalls gelöst.
Trotz dieser Fortschritte nennt AMD weiterhin bekannte Probleme. Bei Systemen mit einem Ryzen AI 9 HX 370 kann es in Battlefield 6 zu Abstürzen kommen. Zudem wird von Texturflackern berichtet, wenn die Funktionen „Record and Stream“ aktiv sind. In bestimmten Regionen treten zudem Installationsfehler beim sogenannten AI Bundle auf, und unter Windows 10 kann es vorkommen, dass das Feature Smart Access Memory (SAM) deaktiviert bleibt.
NVIDIA kontert mit DLSS 4.5 und Game-Ready-Update
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Kurz vor der AMD-Veröffentlichung, am 28. Juli 2026, brachte NVIDIA den GeForce-Treiber 610.88 WHQL heraus. Das Paket hat eine Größe von 979,65 MB und bietet Game-Ready-Unterstützung für Halo: Campaign Evolved, die Multiplayer-Beta von Gears of War: E-Day sowie Mistfall Hunter. Ein wesentlicher Bestandteil des Updates ist die Erweiterung von DLSS 4.5. Die Technologie, die Funktionen wie Super Resolution (SR), Frame Generation (FG) und Ray Reconstruction umfasst, wird für Titel wie Palworld 1.0 und Corsair Cove verfügbar gemacht. In Corsair Cove kommt dabei eine besonders leistungsintensive Stufe mit bis zu 6X Dynamic MFG zum Einsatz.
NVIDIA konnte zudem spezifische Stabilitätsprobleme bei der neuen RTX 50-Serie im Zusammenhang mit Halo lösen. Auch Framepacing-Schwierigkeiten unter DX11 sowie Abstürze in Anwendungen wie Paint.NET oder bei der Nutzung von Overlays in Strange Brigade wurden behoben.
Allerdings kämpft auch NVIDIA mit Software-Hürden. Die Einstellung für maximale Leistung („Prefer Maximum Performance“) werde derzeit nicht korrekt angewendet. In Battlefield 6 (Season 4) bestehende Absturzprobleme konnten noch nicht vollständig beseitigt werden, weshalb Experten für betroffene Nutzer einen Rollback auf die Treiberversion 596.49 empfehlen.

