AMD EPYC 9006: Venice-Serverchips sind für 2027 bereits ausgebucht

Branchenberichte melden volle Venice-Kapazitäten für 2027; AMD hat die Angaben bislang nicht offiziell bestätigt.

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Branchenchecks zufolge ist AMDs kommende Server-CPU-Generation EPYC Venice (EPYC 9006, gefertigt in Zen-6-Architektur im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC) für das Jahr 2027 bereits vollständig ausgebucht. Wie das Portal techtimes.com in einem Bericht vom 30. September 2026 schreibt, nimmt AMD demnach bereits Bestellungen für 2028 entgegen. Eine offizielle Bestätigung seitens AMD liegt für diese Angaben bislang nicht vor.

Mehrere Quellen stützen die Berichte

Gestützt wird die Meldung laut einem Bericht von fudzilla.com vom 30. September 2026 durch den Tippgeber Jukan sowie durch Berichte von Kantan News und Futunn. Demnach seien frühere Buchungen bereits nach Überbestellungen gekürzt worden – ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage die ursprünglichen Kapazitätsplanungen überstiegen haben könnte.

Prognosen zu Stückzahlen und Umsatz

Die Investmentbank Morgan Stanley erwartet laut wccftech.com rund 6,75 Millionen ausgelieferte Venice-Einheiten im Jahr 2027, gegenüber etwa 1,25 Millionen im Jahr 2026. Bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 7.691 US-Dollar über 31 Produktvarianten (SKUs) hinweg ergäbe sich laut Morgan Stanley, wie ithome.com berichtet, ein möglicher Umsatz von rund 51 Milliarden US-Dollar. Die 31 SKUs sollen laut einem Bericht von IT之家 (airebao.com) zwischen 8 und 256 Kernen bieten und zwischen 700 und 14.904 US-Dollar kosten.

Technische Eckdaten der Venice-Familie

Laut fudzilla.com soll das Spitzenmodell der Serie bis zu 256 Zen-6c-Kerne und 512 Threads bieten. Nach Angaben von technews.tw, veröffentlicht am 1. Oktober 2026, plant AMD mehrere Varianten: Die Version SP7 soll ab dem vierten Quartal 2026 verfügbar sein, SP8 im ersten Halbjahr 2027, während Venice-X und eine weitere Variante namens Verano im zweiten Halbjahr 2027 folgen sollen.

Venice-X soll demnach bis zu 96 Kerne beziehungsweise 192 Threads pro Chip bei Taktraten über 5 GHz bieten, Verano bis zu 72 Kerne und 144 Threads. Die Plattform EPYC 9006 soll zudem PCIe 6 sowie eine Speicherbandbreite von bis zu 1,6 Terabyte pro Sekunde unterstützen, wie 3dnews.ru berichtet.

Preisanstieg und lange Lieferzeiten

Ein Bericht von finance.biggo.com vom 30. September 2026 verweist darauf, dass die Preise für Server-CPUs gegenüber vorherigen Generationen um mehr als 40 Prozent gestiegen seien. Lieferzeiten lägen demnach bei 8 bis 12 Wochen, in manchen Fällen bis zu sechs Monaten.

Nachfrage durch Hyperscaler und Agenten-KI

Laut Angaben von AMD, wie longbridge.com berichtet, setzt der Meta-Konzern bereits Millionen der EPYC-9006-Prozessoren ein. Marktforscher von TrendForce gehen laut einem Bericht von 3dnews.ru davon aus, dass die CPU-Orchestrierung bei KI-Agenten-Anwendungen 50 bis 90 Prozent der Workload-Latenz ausmachen kann, was das Verhältnis von CPU zu GPU in Servern von derzeit 1:8 auf bis zu 1:1 verschieben könnte.

Der Chiphersteller Arm rechnet laut sina.cn mit 120 Millionen CPU-Kernen je Gigawatt Rechenzentrumskapazität bei Agenten-KI, gegenüber 30 Millionen bei traditionellen Workloads. Das Portal TechNews zitiert zudem Einschätzungen von Wukong, wonach die Migrationskosten für Software kurzfristig keine erhebliche Bedrohung für x86-Architekturen durch Nvidias ARM-CPUs darstellten.

Kursentwicklung begleitet die Nachfrageberichte

Der Fernsehmoderator Jim Cramer äußerte sich laut star-telegram.com am 28. September 2026 dahingehend, dass der Kursanstieg von AMD noch nicht vorbei sei, da agentische KI den CPU-Bedarf erhöhe.

Die AMD-Aktie erreichte laut Yahoo Finance am 25. September 2026 ein Rekordhoch von 639 US-Dollar, nachdem sie laut Reuters bereits am 21. September 2026 kurzzeitig einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar überschritten hatte. Zuletzt notierte das Papier laut star-telegram.com bei rund 616 US-Dollar, ein Plus von 187 Prozent seit Jahresbeginn und 281 Prozent im Jahresvergleich.

Für das zweite Quartal 2026 meldete AMD einen Data-Center-Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 107 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut TipRanks stuften in den vorangegangenen drei Monaten 30 von 36 Analysten die Aktie mit „Kaufen“ ein, keiner mit „Verkaufen“.