AMD hat seine Partner darüber informiert, dass ab dem vierten Quartal 2026 die Preise für Instinct-KI-Beschleuniger, Radeon-Grafikprozessoren und Mainboard-Chipsätze um rund zehn Prozent steigen. Als Grund nennt der Chiphersteller gestiegene Waferkosten und Foundry-Gebühren des Auftragsfertigers TSMC, die AMD vollständig an seine Kunden weiterreichen will.
Ryzen-CPUs bleiben offenbar außen vor
Nach Angaben aus dem Umfeld der Ankündigung sind Ryzen-Prozessoren von der Preiserhöhung ausgenommen. Allerdings gibt es dazu widersprüchliche Darstellungen: Einige Berichte nennen Ryzen-CPUs in diesem Zusammenhang gar nicht explizit oder bezeichnen eine mögliche Einbeziehung als nicht offiziell bestätigt.
Unklar bleibt zudem, ob sich der Begriff „KI-Beschleuniger“ in der Kommunikation ausschließlich auf die Instinct-Serie bezieht oder auch Modelle wie den Ryzen AI MAX+ 395 einschließt.
Laut Insidern aus der Lieferkette betrifft die angekündigte Preiserhöhung von rund zehn Prozent ab dem vierten Quartal 2026 die gesamte Chip-Produktpalette – also GPUs, Prozessoren und Mainboards gemeinsam. Diese Einschätzung deckt sich nur teilweise mit den Berichten, die Ryzen-CPUs ausdrücklich ausklammern, sodass zum jetzigen Zeitpunkt keine vollständige Klarheit über den genauen Umfang der Maßnahme besteht.
Bereits in den Monaten zuvor, zwischen Juni und August, hatten Berichte auf ähnliche Preisanhebungen von etwa zehn Prozent für Grafikkarten und VRAM-Kits hingewiesen, die an Partner wie ASUS, Sapphire und XFX weitergegeben wurden. Die jetzige Ankündigung reiht sich damit in eine bereits laufende Entwicklung ein.
Kapitalmarkt reagiert positiv, Datencenter-Geschäft wächst deutlich
An der Börse wurde die Nachricht positiv aufgenommen: Die AMD-Aktie legte vorbörslich um fast zwei Prozent zu, wie berichtet wurde. Die Preiserhöhung trifft auf ein Unternehmen, dessen Datencenter-Geschäft zuletzt kräftig gewachsen ist – im zweiten Quartal erzielte AMD dort einen Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 107 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
AMD hat seine Partner informiert: Ab dem vierten Quartal 2026 steigen die Preise für Radeon-Grafikkarten, Instinct-KI-Beschleuniger und Mainboard-Chipsätze um rund zehn Prozent — Grund sind gestiegene TSMC-Waferkosten. Wer jetzt kauft, spart. Jetzt kostenlosen Kauf-Guide anfordern
Einordnung in den breiteren Markt
Die Preiserhöhung bei AMD fällt in eine Phase, in der auch andere Akteure der PC- und Halbleiterbranche steigende Kosten weitergeben. So rechnet die Führung des Notebook- und PC-Herstellers Acer damit, dass die PC-Preise im vierten Quartal 2026 um fünf bis 20 Prozent steigen werden, wobei Modelle mit mehr Speicher oder SSD-Kapazität stärker betroffen seien.
Gleichzeitig hätten sich laut Acer die Engpässe bei Arbeitsspeicher teilweise entspannt: DDR4 sei inzwischen überversorgt, knapp blieben lediglich LPDDR5- und DDR5-9600-Module in Kombination mit bestimmten Speicher-Controllern. Bei Prozessoren gebe es ausreichende Verfügbarkeit, mit Ausnahme günstiger Lizenzmodelle mit sogenannten Small-Core-Architekturen.
Für das erste Quartal 2027 erwartet die Acer-Führung schmalere Preiserhöhungen, da die Kosten für SSDs und Speicherbausteine im Jahresvergleich sinken und sich in der zweiten Jahreshälfte 2027 stabilisieren dürften.
Nicht alle AMD-Produkte sind gleich betroffen: Ryzen-CPUs sollen laut Berichten ausgenommen bleiben, doch die Angaben widersprechen sich — und ob „KI-Beschleuniger“ auch Modelle wie den Ryzen AI MAX+ 395 meint, ist offen. Dieser Leitfaden sortiert, was wirklich teurer wird. Checkliste jetzt sichern
Der Höchststand der durchschnittlichen PC-Verkaufspreise wird für Mitte 2027 erwartet, mit einem möglichen Preisrückgang in der zweiten Jahreshälfte desselben Jahres. Zulieferer würden Preiserhöhungen mitunter durchsetzen, ohne diese immer nachvollziehbar zu begründen, während chinesische Anbieter als preisdämpfender Faktor mit stark schwankenden Vertragspreisen wirkten.
Für Käufer von AMD-Hardware bedeutet die angekündigte Preisanhebung, dass Grafikkarten, KI-Beschleuniger und Mainboard-Chipsätze ab dem vierten Quartal 2026 teurer werden dürften, während bei Ryzen-Prozessoren zumindest laut Teilen der Berichterstattung keine unmittelbare Erhöhung zu erwarten ist.

