Gleich mehrere Analystenhäuser haben die Aktie hochgestuft – ausgelöst durch Rekordzahlen im Data-Center-Geschäft und milliardenschwere KI-Partnerschaften.
Citigroup erhöhte am Freitag ihr Rating auf „Kaufen“ und trieb damit den Kurs deutlich nach oben. Die Botschaft der Wall Street ist klar: AMD wandelt sich vom klassischen Chip-Hersteller zum zentralen Lieferanten für Künstliche Intelligenz.
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Helios und HBM4: Die nächste Generation steht bereit
Der Stimmungsumschwung hat handfeste Gründe. Bereits Anfang des Jahres bestätigte das Management strategische Kooperationen mit Meta und OpenAI. Meta will große Teile seiner Recheninfrastruktur mit maßgeschneiderten Versionen der Instinct-MI450-Serie betreiben – ein Milliardenauftrag.
Noch spannender ist der Blick auf das dritte Quartal 2026. Dann startet die Serienproduktion von Helios, AMDs erstem kompletten KI-System im Rack-Format. Die Plattform vereint EPYC-Prozessoren, Instinct-Grafikeinheiten und spezielle Netzwerk-Hardware – eine echte Alternative zu den proprietären Lösungen der Konkurrenz.
Ein weiterer Paukenschlag: Mit Samsung wurde eine Absichtserklärung zur Lieferung von High-Bandwidth-Speicher (HBM4) für die MI455X-Serie unterzeichnet. Die Auslieferung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Rekordumsatz, aber Schatten im Gaming-Geschäft
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf umgerechnet rund 9,5 Milliarden Euro – ein Plus von 38 Prozent zum Vorjahr. Der Treiber: die Data-Center-Sparte mit einem Rekordwert von 5,4 Milliarden Euro und einem Wachstum von 57 Prozent.
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Doch nicht alles läuft rund. Das Gaming-Segment kämpft mit Gegenwind. Zwar legten die Erlöse im Jahresvergleich um elf Prozent auf 670 Millionen Euro zu, fielen aber im Quartalsvergleich um 15 Prozent. Interne Prognosen deuten auf einen Rückgang von über 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte hin – steigende Komponentenpreise bremsen die Konsumentennachfrage.
Trotzdem: Der Nettogewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 1,3 Milliarden Euro fast verdoppelt.
Analysten sehen Kurspotenzial – Marktanteile auf Rekordniveau
Die Analysten reagieren mit neuen Kurszielen. Bank of America hob die Latte auf 560 US-Dollar, Morgan Stanley auf 410 Dollar. Die Begründung: Der adressierbare Markt für Server-Prozessoren könnte bis 2030 auf rund 120 Milliarden Dollar anwachsen.
Dass AMD auf dem richtigen Weg ist, zeigen die Marktanteile. Laut Mercury Research eroberte das Unternehmen im ersten Quartal 2026 einen Rekordanteil von 46,2 Prozent am x86-Serverprozessor-Markt. Die kommende sechste Generation der EPYC-Chips soll diesen Trend fortsetzen – führende Cloud-Anbieter setzen bereits auf die neue Hardware.
Die Finanzmärkte untermauern den Trend: Die globale Neuverschuldung für KI-Infrastruktur dürfte 2026 Rekordniveau erreichen. Ein gutes Umfeld für AMDs Expansionskurs.

