AMD erobert Marktanteile von Intel im hart umkämpften CPU-Markt

AMD erreicht mit 29,2 % einen historischen Marktanteil bei x86-CPUs. Intels Fokus auf Serverchips führt zu Engpässen im Verbraucherbereich, während der Wettbewerb um KI-Leistung eskaliert.

AMD erreicht Rekordanteil im x86-Markt, während Intel mit Lieferengpässen kämpft. Die neuesten Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 zeigen eine deutliche Verschiebung im Prozessormarkt. Der langjährige Rivale Intel verliert in wichtigen Segmenten an Boden – eine Entwicklung, die die Dynamik im Technologie-Sektor neu ordnet.

Deutliche Marktanteilsgewinne für AMD

Die Zahlen des Analystenhauses Mercury Research belegen einen klaren Trend: AMD hat seinen Anteil am x86-Prozessormarkt auf ein Rekordhoch von 29,2 Prozent getrieben. Besonders deutlich ist der Zuwachs bei Desktop-PCs. Hier steuerte AMD im vierten Quartal 2025 etwa 36 Prozent der verbauten CPUs bei – ein starker Anstieg gegenüber rund 27 Prozent im Vorjahresquartal.

Auch im Mobilbereich wächst der Einfluss. AMD erreichte hier einen Anteil von 26 Prozent. Intel dominiert dieses Segment zwar noch mit 74 Prozent, doch die strategische Fokussierung des Konzerns auf lukrative Serverchips hat offenbar zu Lieferengpässen bei Verbraucher-PCs geführt. Diese Lücke konnte AMD mit seiner wettbewerbsfähigen Produktpalette füllen. Ein ungewöhnlicher Effekt: Die gesamten x86-Auslieferungen gingen in einer eigentlich starken Saisonquartal zurück.

Der neue Wettbewerb: KI-Leistung wird entscheidend

Die aktuellen Marktverschiebungen fallen mit einem Branchenumbruch zusammen: dem Aufstieg des KI-PCs. Die Leistungsmessung hat sich fundamental gewandelt. Es geht nicht mehr nur um Taktfrequenz und Kerne. Entscheidend sind nun KI-Beschleunigung und Energieeffizienz.

Beide Konzerne haben ihre neuesten Prozessorgenerationen darauf ausgelegt. AMD setzt mit seiner Ryzen AI 400-Serie auf der Zen-5-Architektur auf bis zu 60 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) in der integrierten NPU. Diese Chips sind das Herzstück für Laptops im Microsoft-Copilot+-Programm.

Anzeige

Planen Sie, auf einen neuen KI‑fähigen Laptop umzusteigen oder von Windows 10 auf Windows 11 zu wechseln? Viele ältere Geräte gelten offiziell als „inkompatibel“ – doch es gibt einen legalen Weg, Windows 11 trotzdem zu installieren, ohne neue Hardware und ohne Datenverlust. Der kostenlose PDF‑Report erklärt Schritt für Schritt, welche Anpassungen nötig sind und welche Risiken Sie vermeiden sollten. Gratis-PDF: Windows 11 trotz inkompatibler Hardware installieren
Intel kontert mit seiner „AI Everywhere“-Strategie und den Core Ultra Prozessoren. Benchmarks bewerten heute, wie schnell und effizient lokale KI-Inferenz oder maschinell beschleunigte Inhalteerstellung funktionieren. Diese neue Leistungsdimension wird zum Kaufargument für Privatkunden und Unternehmen.

Kampf um High-End-Segmente und die Zukunft

Im hochpreisigen Segment für Workstations und Gaming-PCs tobt der Kampf unvermindert weiter. Intel brachte kürzlich die neuen Xeon-600-Prozessoren für Workstations auf den Markt, die mit mehr Kernen und verbesserten KI-Features punkten sollen.

AMD setzt im Gaming-Bereich weiterhin auf seine 3D-V-Cache-Technologie, die in vielen Spielen erhebliche Leistungssprünge ermöglicht. Die Führung in diesen Hochpreissegmenten verleiht entscheidende Strahlkraft für die gesamte Marke.

Die aktuellen Marktanteile markieren eine Zäsur. Intels Fokussierung auf das Rechenzentrumsgeschäft hat seine Stellung im Verbrauchermarkt geschwächt. AMD konnte mit seiner Zen-Architektur bei PC-Herstellern und Selbstbauern punkten.

Der Blick nach vorn verspricht weiteres Feuerwerk. Intel will mit der kommenden „Nova Lake“-Architektur und einem neuen Mainboard-Socket die Initiative zurückerobern. AMD arbeitet derweil an der nächsten Generation Zen 6. Für Anwender bedeutet dieser erbitterte Wettstreit eine schnelle Innovationsspirale – und immer leistungsfähigere, KI-fähige Prozessoren.