AMD Gainsborough: Neuer APU-Codename deutet auf Steam-Deck-Chip hin

Ein Treiberfund und Versanddaten deuten auf einen AMD-Chip für Handhelds hin; Valve hat einen Nachfolger bislang nicht bestätigt.

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Ein Nutzer des AnandTech-Forums mit dem Namen SixPie hat im AMD-Adrenalin-Treiber 26.9.2, der am 29. September 2026 veröffentlicht wurde, den bislang unbekannten APU-Codenamen „Gainsborough“ entdeckt.

Wie sportskeeda.com in einem Bericht vom 1. Oktober 2026 schrieb, nährt der Fund Spekulationen über eine neue Handheld-taugliche Chipgeneration von AMD – und rückt damit indirekt auch die Frage nach einem möglichen Steam-Deck-Nachfolger in den Fokus.

Hinweise aus Versanddaten und Leaks

Import- und Exportdaten zeigen laut einem Bericht von techpowerup.com vom 2. Oktober 2026, dass Testgeräte mit dem Namen „Gainsborough“ bereits Ende Juli mehrfach nach Asien verschickt wurden. Das zugehörige Package wird als FF6 BGA mit 1.179 Kontakten beschrieben. Der Leaker Olrak29 teilte zudem einen Versandbeleg, der den Chip mit einem FF6-Sockel in Verbindung bringt, wie sportskeeda.com berichtete.

Nach Angaben von theverge.com vom 1. Oktober 2026 misst das FF6-Package rund 25 mal 25 Millimeter und entspricht damit der Größe der gemunkelten Ryzen-Z3-Chips.

Dasselbe Package werde auch mit den Ryzen-Z3-Handheld-Chips in Verbindung gebracht. Ein geleaktes AMD-Folienschnipsel deute für die Z3-Reihe auf eine Leistungsaufnahme von 15 Watt hin.

Spekulationen zu Architektur und Zeitplan

Laut dem Branchenbeobachter Moore’s Law Is Dead handelt es sich bei Gainsborough um eine semi-custom APU, die auf TSMCs N3P-Fertigungsprozess basieren soll. Zen 6 und RDNA 5 gelten als wahrscheinliche Architekturen, sind jedoch nicht bestätigt, wie pcgamer.com berichtete.

Moore’s Law Is Dead spekuliert laut notebookcheck.net über 4 bis 8 Zen-6C-CPU-Kerne und 12 bis 24 RDNA-5-Recheneinheiten. Für RDNA 5 wird zudem eine Verbesserung der nativen Rasterisierungsleistung gegenüber RDNA 4 um 5 bis 10 Prozent erwartet, wie gizmodo.com meldete.

Der Codename selbst knüpft an frühere Chip-Bezeichnungen an: Laut xda-developers.com erinnert „Gainsborough“ an „Aerith“, den Namen des ursprünglichen Steam-Deck-Chips – Gainsborough ist im Fiktionskontext Aeriths Nachname. Moore’s Law Is Dead zufolge könnte der Chip Ende 2027 oder Anfang 2028 marktreif sein, womit ein Start eines möglichen Steam Deck 2 gegen Ende 2028 als Erwartung im Raum steht, berichtete pcgamer.com.

Valve bleibt zurückhaltend

Valve selbst hat einen Steam-Deck-Nachfolger bislang nicht bestätigt. Laut xda-developers.com erklärte Valve-Vertreter Lawrence Yang, man wolle auf einen echten Generationssprung bei der Rechenleistung warten, ohne Abstriche bei der Akkulaufzeit hinnehmen zu müssen.

Steam-Deck-Designer Pierre-Loup Griffais äußerte sich laut pcgamer.com ähnlich: Er fordere einen deutlichen Leistungssprung und nicht lediglich 20, 30 oder 50 Prozent mehr Leistung bei gleicher Laufzeit. Gegenüber IGN erklärte Griffais zudem laut gizmodo.com, dass die aktuelle RAM-Krise die Pläne für ein Steam Deck 2 nicht verändert habe.

Nach Angaben von theverge.com prüfte Valve noch im Vormonat, wie und wann ein Nachfolger kommen soll – eine konkrete Architektur sei dabei noch nicht festgelegt. Zum Vergleich nannte pcguide.com die technischen Eckdaten der bisherigen Modelle: Das LCD-Steam-Deck nutzt eine 7-Nanometer-, das OLED-Modell eine 6-Nanometer-Fertigung, beide basieren auf 4 Zen-2-Kernen und 8 RDNA-2-Recheneinheiten.

Preis und technische Daten eines möglichen Nachfolgers sind weiterhin unbekannt; ein Einstiegspreis nahe den ursprünglichen 400 US-Dollar des ersten Steam Deck von 2022 gilt laut gizmodo.com als unwahrscheinlich.

Mehr zum Thema bei The Verge: „Steam Deck 2: Is AMD Gainsborough the chip Valve’s been waiting for?“