AMD HDMI-2.1-Patches: Gaming-Features verschieben sich auf Linux 7.4

AMDs aktualisierte HDMI-2.1-Treiber verpassen Linux 7.3 und erscheinen voraussichtlich erst mit Version 7.4 Ende 2026.

AMD hat die zweite Version seiner HDMI-2.1-Patches für variable Bildwiederholraten (VRR) und automatischen Niedriglatenzmodus (ALLM) veröffentlicht. Die Aktualisierung verfehlt jedoch das kommende Merge-Fenster von Linux 7.3 – die Entwickler zielen nun auf Version 7.4, die gegen Ende des Jahres erscheinen soll.

Zeitplan gerät ins Straucheln

Die überarbeiteten Patches für den AMDGPU-Treiber kamen am 7. August auf den Weg. Sie liefern wichtige Verbesserungen für die hochleistungsfähige Display-Ausgabe, doch das Timing könnte besser nicht sein: Das Merge-Fenster für Linux 7.3 öffnet bereits in der zweiten Augusthälfte. Für die begehrten Gaming-Funktionen bedeutet das eine weitere Wartezeit bis zum nächsten Kernel-Release.

Umfangreiches Update-Paket für Linux 7.3

Bereits einen Tag zuvor hatte AMD seine Feature-Anträge für Linux 7.3 eingereicht. Die Liste kann sich sehen lassen: Unterstützung für SMU 15, die erste Implementierung von DCN 6.0.0 sowie ein umfassendes Refactoring des Display Core. Gemeinsam mit Valve wurde zudem der GFX6-Soft-Reset-Mechanismus überarbeitet.

Auch ältere Hardware profitiert: Eine verbesserte GPU-Reset-Wiederherstellung und die Einführung von DRM-Format-Modifikatoren sind an Bord. Dazu kommt ein lang erwartetes Feature – der native Treiber für den ursprünglichen Steam Controller erhält endlich Sensorunterstützung. Der rund 200 Zeilen umfassende Patch von Vicki Pfau bringt den hid-steam-Treiber auf das Niveau von Steam und SDL.

Mesa 26.2: Neuer Shader-Backend für Intel

Die Grafikbibliothek Mesa treibt derweil die Entwicklung voran. Version 26.2.0, erschienen am 5. August, bringt das experimentelle Jay-Shader-Backend für Intel-Xe-Hardware mit. Dahinter stecken 288 Commits von Entwicklerin Alyssa Rosenzweig. Dazu gesellen sich eine vollständige Überarbeitung des Intel-Gen-Encoding-Moduls und erweiterte OpenCL-3.1-Unterstützung über fünf Backends via Rusticl.

RDNA 3.5: Neue Hardware-Unterstützung in Arbeit

Die Zukunft gehört RDNA 3.5: Am 6. August wurde die Unterstützung für GFX1171 in Mesa 26.3 integriert, das im vierten Quartal 2026 erscheinen soll. Die Hardware bringt FP8/BF8- und WMMA/SWMMAC-Erweiterungen mit – ein wichtiger Schritt für kommende AMD-Grafikgenerationen.

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Sicherheitsupdates: Kritische Lücken geschlossen

Die Kernel-Entwickler hatten in dieser Woche alle Hände voll zu tun. Linux 7.1.7, veröffentlicht am 6. August, schließt die Sicherheitslücke „Safe RET Interrupt Injection“ (CVE-2026-XXXX), die AMD-Prozessoren der Generationen Zen 1 bis Zen 4 betrifft. Der Patch von Borislav Petkov verändert 124 Zeilen in fünf Dateien und behebt einen Datenleck-Fehler, der etwa 5,47 Bytes pro Sekunde preisgeben konnte.

Weiterhin beschäftigt die Distributoren die Januscape-Lücke (CVE-2026-53359), ein 16 Jahre alter Use-after-Free-Bug im KVM-Shadow-MMU. Der Haupt-Patch kam zwar schon am 19. Juni, doch die Verteilung auf die einzelnen Distributionen zieht sich seit Juli hin.

NVIDIA engagiert sich im Linux-Ökosystem

Ein starkes Signal: NVIDIA ist dem Linux Vendor Firmware Service (LVFS) als Premier Sponsor beigetreten. Gemeinsam mit Dell, HP und Lenovo half der Grafikkarten-Hersteller, die Finanzierungsziele des Projekts zu erreichen. NVIDIA nutzt den Dienst bereits für Firmware-Updates des DGX-Spark-Systems.

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Vorsicht für Besitzer integrierter AMD-Grafik

Der alternative Liquorix-Kernel 7.1-9, erschienen am 6. August, bringt Updates für den Project-C-Scheduler. Doch Vorsicht: Nutzer mit integrierter AMD-Grafik sollten wachsam sein. Berichten zufolge kann es auf Systemen mit Ryzen-5500U-Prozessoren zu Hardware-Freezes kommen.

Werkzeuge für Entwickler

Für Entwickler gibt es Neues von den Randbereichen des Ökosystems: Das Tool codebase-memory-mcp kann den gesamten Linux-Kernel in etwa drei Minuten indexieren. Und der Open-Source-KI-Assistent OpenClaw hat mit 385.000 Sternen auf GitHub einen Meilenstein erreicht – ein Beleg für das anhaltende Interesse an plattformübergreifenden Open-Source-Werkzeugen.