AMD knackt Rekord und erreicht 40-Prozent-Marke im Server-Markt

AMD erreicht mit seinen EPYC-Prozessoren erstmals über 40 Prozent Umsatzanteil im lukrativen Servermarkt und setzt auch im Desktop-Bereich mit Ryzen neue Rekorde.

Der Chip-Hersteller AMD hat im Wettlauf mit Intel einen historischen Meilenstein erreicht. Erstmals eroberte das Unternehmen im vierten Quartal 2025 über 40 Prozent der Umsätze im lukrativen Server-Prozessor-Markt. Die neuen Daten zeigen eine fundamentale Verschiebung der Kräfteverhältnisse im Rechenzentrum.

EPYC-Prozessoren treiben Rekordwachstum voran

Der spektakulärste Erfolg gelingt AMD im Hochleistungssegment der Server-CPUs. Der Umsatzanteil stieg auf 41,3 Prozent – ein Plus von fast fünf Prozentpunkten im Jahresvergleich. Diese Zahlen belegen die rasante Verbreitung der EPYC-Prozessoren in Cloud-Rechenzentren und Unternehmens-IT.

Anzeige

Wer in Rechenzentren auf AMD EPYC setzt, profitiert oft von Linux‑basierten Serverumgebungen. Ein kostenloses Linux‑Startpaket mit Ubuntu‑Vollversion und Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung hilft IT‑Verantwortlichen und Enthusiasten, Linux parallel zu Windows zu testen oder ältere Hardware als Server neu zu nutzen – ideal, um Performance ohne teure Aufrüstung zu prüfen. Gratis Linux‑Startpaket mit Ubuntu jetzt sichern

Besonders bemerkenswert: Während der Mengenanteil bei 28,8 Prozent liegt, übertrifft der Umsatzanteil diesen Wert deutlich. Das bedeutet: AMD verkauft nicht nur mehr Chips, sondern setzt zunehmend auf hochpreisige Premium-Prozessoren. Diese Strategie treibt die Profitabilität im margenstarken Data-Center-Geschäft.

Ryzen erobert den Desktop-Markt

Auch im Consumer-Bereich setzt AMD seinen Siegeszug fort. Der Mengenanteil bei Desktop-CPUs sprang auf 36,4 Prozent, ein Zuwachs von 9,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Noch deutlicher fällt der Umsatzsprung aus: 42,6 Prozent des Marktvolumens entfallen mittlerweile auf AMD.

Verantwortlich dafür ist vor allem die erfolgreiche Ryzen-9000-Serie. Sie überzeugt Gamer und Enthusiasten mit hoher Leistung. Der Trend ist klar: Kunden greifen vermehrt zu den teureren High-End-Modellen von AMD – eine Domäne, die lange Intel vorbehalten war.

Mobilsegment mit Wachstumspotenzial

Im Markt für Laptop-Prozessoren verzeichnet AMD moderate, aber stetige Gewinne. Der Mengenanteil erreichte mit 26 Prozent einen neuen Rekord. Der Umsatzanteil liegt bei 24,9 Prozent. Dieses Segment bleibt damit ein Schlüsselbereich für künftiges Wachstum, besonders bei Premium-Notebooks.

Insgesamt zeichnet das Quartalsbild ein Unternehmen im Höhenflug. AMD erreichte bei allen x86-Prozessoren einen Mengenanteil von 29,2 Prozent und einen Umsatzanteil von 35,4 Prozent. Beides sind Allzeitrekorde und belegen die Wirksamkeit der langfristigen Produktstrategie.

Intel unter Druck: KI-Boom begünstigt AMD

AMDs Erfolg geht direkt zu Lasten des lange dominierenden Rivalen Intel. Analysten führen den Aufstieg auf eine mehrjährige Strategie zurück: EPYC- und Ryzen-Prozessoren überzeugen durch Leistung und Kernanzahl.

Der anhaltende KI-Boom verstärkt diesen Trend noch. Der massive Bedarf an Rechenzentren veranlasst Betreiber, ihre Lieferanten zu diversifizieren. Diese Öffnung nutzt AMD mit seiner EPYC-Plattform geschickt aus. Intel hält zwar noch die Mehrheit der Auslieferungen, verliert aber in profitablen Segmenten rasch an Boden.

Ausblick: Der Kampf um 2026 hat begonnen

Der Wettbewerb im CPU-Markt wird sich weiter verschärfen. Intel bereitet mit „Panther Lake“ für Mobile und „Nova Lake“ für Desktop eine Gegenoffensive vor. AMD kontert voraussichtlich mit der nächsten Prozessor-Generation „Zen 6“, um seine Marktanteile zu verteidigen.

Die Expansion des KI-Marktes bleibt das entscheidende Schlachtfeld. Beide Unternehmen buhlen um die Vorherrschaft in der nächsten Generation der Computer-Infrastruktur. AMDs jüngster Erfolg markiert eine deutliche Machtverschiebung – doch im dynamischen Halbleitergeschäft entscheidet nachhaltige Innovation über die langfristige Führung.