AMD Radeon RX 9060 XT unter 300 Euro

AMD hat die Preise der RX 9060 XT im Mainstream-Segment deutlich reduziert. Die 8-GB-Variante kostet ab 275 Euro, während NVIDIA mit einem High-End-Refresh reagieren könnte.

In der Mitte Februar 2026 hat AMD die Preisstruktur der RX 9060 XT deutlich nach unten gefahren. Die 8‑GB‑Variante kostet nun rund 275 Euro, während die 16‑GB-Version bei etwa 403 Euro liegt. Die Maßnahme zielt darauf ab, im Mainstream-GPU-Segment Wettbewerbsdruck aufzubauen – auch im deutschen Markt. Gleichzeitig wird NVIDIA voraussichtlich mit einem High‑End-Refresh reagieren. Wie stark wirkt sich das auf Preise und Verfügbarkeit aus?

Preisrutsch im Mainstream-Segment treibt den Wettbewerb an

Die 8‑GB‑Variante der Radeon RX 9060 XT liegt aktuell bei rund 275 Euro, die 16‑GB‑Ausführung beginnt bei ca. 403 Euro. Analysten sehen darin einen klaren Schritt von AMD, den Preiskampf im Mid-Range-Bereich zu intensivieren und Käufern mehr Modernität im Budget-Segment zu bieten. Für deutsche Gamer bedeutet das: Mehr Leistung für weniger Geld – und die Wahl zwischen sub‑300‑Euro-Einstieg oder zukunftssichererem VRAM.

Technische Eckdaten: RDNA‑4, FSR 4 und mehr

Die RX 9060 XT basiert auf AMDs Navi‑44-GPU, gefertigt im 4‑nm-Verfahren. Sie verfügt über rund 2.048 Shader-Prozessoren und 32 Ray‑Acceleratoren. Die Architektur RDNA 4 bietet verbesserte Recheneinheiten und effizienteres Raytracing‑Rendering. Ein zentrales Verkaufsargument ist FidelityFX Super Resolution 4 (FSR 4), das bei vielen aktuellen Titeln helfen soll, stabile Frameraten zu liefern, auch wenn Raytracing aktiviert ist. Insgesamt bleibt die Karte vor allem für 1080p‑Gaming attraktiv; 1440p bleibt eine Herausforderung, doch FSR 4 soll hier Abhilfe leisten.

NVIDIA gegen Strategie: High‑Tier‑Refresh im dritten Quartal 2026?

Während AMD im Preisbereich punktet, scheint NVIDIA eine Gegenstrategie zu planen. Berichte aus der Branchenpresse deuten darauf hin, dass ein neues Hochleistungsmodell für das dritte Quartal 2026 in der Entwicklung ist – möglich als RTX 5090 Ti oder Titan‑Karte. Zweck: Dominanz im Spitzensegment festigen und gegebenenfalls das Preisgefüge der RTX‑50er‑Serie beeinflussen. Ob dies direkte Konkurrenz zum RX‑Preiswerten bietet, bleibt abzuwarten; die größte Wirkung könnte in einer breiteren Preisanpassung der RTX‑50‑Modelle liegen.

Ausblick: Auswirkungen auf den deutschen Markt

Die Rückkehr eines sub‑300‑Euro‑Angebots mit moderner RDNA‑4‑Architektur könnte die Nachfrage in Deutschland spürbar ankurbeln. Händler könnten von erneuter Nachfrage nach Mittelklasse‑Karten profitieren, während Preisabstände zwischen AMD‑ und NVIDIA‑Modellen enger werden. Für Endkunden bedeutet das mehr Wahlfreiheit: Investition in ein solides 1080p‑System oder etwas mehr Zukunftssicherheit durch größere VRAM‑Kapazitäten.

Hinweis zum Kontext: Die Entwicklung folgt einer Phase, in der AI‑Konkurrenz die Chippreise in der Vergangenheit hochgetrieben hat. Die Stabilisierung der RX 9060 XT bei diesem Preisniveau schafft Raum für Beobachtungen, wie sich Angebot, Nachfrage und Preisstrukturen im Jahresverlauf 2026 in Deutschland und der EU weiter entwickeln.