Besitzer einer AMD Radeon RX 9070 XT berichten von spontanen Systemabstürzen und GPU-Treiber-Timeouts unter Windows 11. Ursache ist laut gamegpu.com eine automatische Treiberüberschreibung durch Windows Update, die den vom Nutzer installierten AMD-Treiber gegen eine ältere oder inkompatible Version austauscht und dadurch Instabilität verursacht.
Windows Update greift in Treiberverwaltung ein
Das Problem entsteht dadurch, dass Windows Update im Hintergrund eigenständig Treiber für die Grafikkarte installiert, ohne dass Nutzer dies aktiv anstoßen. Dies führt bei der RX 9070 XT zu Konflikten mit bereits installierten AMD-Adrenalin-Treibern und resultiert in GPU-Treiber-Timeouts sowie unvermittelten Abstürzen während des Betriebs.
Empfohlene Lösungswege
Als erste Abhilfe schlägt gamegpu.com vor, die Geräteinstallationseinstellungen in Windows 11 anzupassen und zusätzlich die Gruppenrichtlinie „Keine Treiber in Windows Updates“ beziehungsweise „Treiber nicht in Updates einbeziehen“ zu aktivieren. Damit lässt sich verhindern, dass Windows Update eigenmächtig Grafiktreiber installiert oder überschreibt.
Reicht diese Maßnahme nicht aus, empfiehlt die Quelle einen gründlicheren Ansatz: Zunächst soll das AMD Cleanup Utility zusammen mit dem Tool DDU (Display Driver Uninstaller) im abgesicherten Modus ausgeführt werden, um sämtliche Treiberreste restlos zu entfernen.
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Anschließend folgt eine saubere Neuinstallation von AMD Adrenalin. Wichtig dabei: Bei dieser Neuinstallation sollten die automatischen Updates für alle Komponenten deaktiviert werden, damit Windows Update künftig keinen Zugriff mehr auf die Treiberkonfiguration erhält.
Ähnliche Probleme bei anderen Konfigurationen
Dass Treiber-Timeout-Fehler bei aktuellen AMD-Grafikkarten kein Einzelfall sind, zeigt ein weiterer Bericht von pchocasi.com.tr. Dort schilderte ein Nutzer eines neu zusammengestellten PCs mit einer Gigabyte RX 9070 XT, einem Ryzen 5 7500F, einem Asus-Prime-B650M-K-Mainboard, 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher und einem 850-Watt-Netzteil wiederholte Treiber-Timeout-Fehler, obwohl der aktuell empfohlene AMD-Treiber in Version 26.8.1 zum Einsatz kam.
Selbst nach zwei sauberen Neuinstallationen blieb das Problem bestehen. Die genaue Ursache ist in diesem Fall unklar; als mögliche Auslöser werden sowohl ein defektes Netzteil als auch eine fehlerhafte Grafikkarte diskutiert.
Einordnung für Nutzer
Die Häufung solcher Berichte deutet darauf hin, dass Nutzer neuerer AMD-Grafikkarten unter Windows 11 verstärkt auf die eigenständige Treiberverwaltung durch Windows Update achten sollten.
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Wer nach einer AMD-Adrenalin-Installation weiterhin Abstürze oder Timeouts erlebt, sollte zunächst prüfen, ob Windows Update im Hintergrund einen abweichenden Treiber installiert hat, bevor Hardwarekomponenten wie Netzteil oder Grafikkarte als Fehlerursache in Betracht gezogen werden.
Die von gamegpu.com beschriebene Kombination aus Gruppenrichtlinien-Anpassung und vollständiger Treiberbereinigung mittels DDU gilt dabei als der zuverlässigste Weg, um die Kontrolle über die Treiberinstallation dauerhaft beim Nutzer zu belassen.

