AMD RX 9070 XT: Neue Technik und fallende Preise im PC-Markt

AMD präsentiert neue Geometriekompression für Spieleentwickler, während die Preise für High-End-Hardware deutlich nachgeben.

Während AMD mit neuen Entwickler-Tools für die Radeon RX 9070 XT technische Meilensteine setzt, fallen die Preise für Grafikkarten und Prozessoren spürbar. Die Branche balanciert zwischen boomender KI-Nachfrage und einem verunsicherten Privatkundenmarkt.

DGF SuperCompression: Speicher sparen, Leistung gewinnen

Am 10. Mai 2026 veröffentlichte AMD das DGF SDK 1.2 – und bringt damit eine Technologie an den Start, die Spieleentwickler aufhorchen lässt. Die sogenannte DGF SuperCompression (DGFS) reduziert den Speicherbedarf für komplexe Geometriedaten drastisch. Auf der Radeon RX 9070 XT getestet, sinken die Anforderungen für dichte Geometrie um bis zu 22 Prozent – in Kombination mit GDeflate. Ohne diesen Zusatz sind es sogar rund 31 Prozent.

Das Prinzip: Der Dense Geometry Format (DGF) packt 64 Vertices und 64 Dreiecke in einen einzigen 128-Byte-Block. Möglich ist das derzeit auf RDNA-4-Architekturen wie der RX 9070 XT. Das Ziel: deutlich mehr Geometriedichte für Raytracing-Anwendungen. Die kommende RDNA-5-Generation soll das Format dann vollständig in Hardware unterstützen.

Preise purzeln: Von Nvidia bis Apple

Die technischen Fortschritte kommen zu einem günstigen Zeitpunkt. Denn die Preise für High-End-Hardware geben nach. Händler locken mit Rabatten auf Nvidias RTX-50-Serie und AMDs Ryzen-9000X3D-Prozessoren. Selbst Peripherie-Hersteller ziehen mit – Gutscheincodes von umgerechnet bis zu 90 Euro sind im Umlauf.

Besonders deutlich wird der Trend bei Komplettsystemen. Der Acemagic M5 Mini-PC mit Intel Core i7 und 32 GB RAM fiel am 9. Mai auf Amazon auf rund 700 Euro – ein satter Rabatt von 36 Prozent. Auch Apple zeigt sich preislich flexibel: Nach dem MacBook-Air-Refresh mit M5-Chip im März 2026 sinkt das 13-Zoll-Modell nun auf umgerechnet rund 850 Euro, gut 130 Euro unter dem offiziellen Preis. Das Vorgängermodell MacBook Air M4 startet sogar bei umgerechnet 805 Euro.

Ein neuer Hoffnungsträger für preisbewusste Profis: das MacBook Neo, vorgestellt am 5. März 2026. Mit A18-Pro-Chip und einem Einstiegspreis von umgerechnet rund 590 Euro positioniert es sich als kostengünstige Alternative für professionelle Aufgaben.

Anzeige

Angesichts der aktuellen Preisnachlässe bei Apple-Hardware ist für viele jetzt der ideale Moment gekommen, um auf ein neues System umzusteigen. Damit Sie das volle Potenzial Ihres Geräts von Anfang an ausschöpfen, liefert dieser kostenlose Ratgeber wertvolle Tipps für einen optimalen Start. Apple Mac Starterpaket jetzt kostenlos sichern

Microsoft überdenkt Speicher-Empfehlungen

Auch bei Microsoft tut sich etwas. Am 9. Mai 2026 strich der Konzern die Empfehlung von 32 GB RAM für Gaming aus seinen Schulungsmaterialien. Bislang galten 16 GB als Minimum, 32 GB als optimal. Nun orientieren sich die Richtlinien an den offiziellen Windows-11-Anforderungen – und die liegen bei mageren 4 GB. Microsoft setzt künftig auf besseres Speichermanagement im Betriebssystem statt auf immer mehr Hardware.

Einen Tag zuvor führte der Konzern eine neue Update-Architektur für Windows 11 ein. Die Priorität: Stabilität vor Geschwindigkeit. Ein Hintergrundmechanismus repariert während des Updates automatisch Fehler, auch wenn das länger dauert. Nutzer erhalten zudem mehr Kontrolle und können Updates in 35-Tage-Blöcken pausieren. Parallel testet Microsoft Project K2 – eine Initiative, die das Starten wichtiger Anwendungen um bis zu 40 Prozent beschleunigen soll.

Anzeige

Während Microsoft die Software-Effizienz optimiert, scheitert der Wechsel auf das neue Betriebssystem bei vielen Anwendern noch an der vermeintlich inkompatiblen Hardware. Ein legaler Weg zeigt nun jedoch, wie das Upgrade trotzdem ohne Datenverlust und ohne teure Neukäufe gelingt. Kostenlosen Report zum Windows 11 Upgrade sichern

KI-Boom treibt Industriegeschäft an

Während die Verbraucherpreise fallen, tobt im Industriegeschäft der Wettbewerb. AMD brachte am 9. Mai 2026 den Instinct MI350P auf den Markt – die erste PCIe-basierte Instinct-GPU seit vier Jahren. Der Chip im 3nm-Verfahren bietet 144 GB HBM3E-Speicher und zielt auf das KI-Training der Spitzenklasse. Laut AMD steigt die Leistung bei bestimmten Gleitkomma-Operationen um 40 Prozent.

Nvidia wiederum baut seine Marktmacht durch strategische Beteiligungen aus. Die Investitionen des Konzerns übersteigen inzwischen umgerechnet 36 Milliarden Euro. Dazu gehören 27 Milliarden Euro in OpenAI sowie Milliardenbeteiligungen an Netzwerk- und Hardware-Firmen. Kritiker warnen jedoch vor einem Kreislauf: Nvidia finanziere damit indirekt die Nachfrage nach seinen eigenen Chips.

Die Cloud-Anbieter versuchen gegenzusteuern. Amazon Web Services bringt verstärkt eigene Trainium-Chips zum Einsatz – und will bald mehr eigene als fremde GPUs nutzen. Der Auftragsbestand für Trainium-Dienste liegt bei umgerechnet rund 200 Milliarden Euro. Auch Alphabet und Microsoft entwickeln hauseigene Lösungen.

Ausblick: Was bringt die zweite Jahreshälfte?

Die zweite Jahreshälfte 2026 verspricht spannend zu werden. Gerüchte vom 9. Mai deuten auf Design-Probleme bei Nvidias kommender Rubin-Plattform hin – möglicherweise mit abgespeckter HBM4-Integration. Die Massenproduktion des Rubin Ultra wird für September 2026 erwartet.

Intel zeigt derweil seine Roadmap: Die Nova-Lake-Architektur soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 kommen und einen deutlichen Sprung bei den Anweisungen pro Takt bringen. 2027 folgen die effizienzorientierten Razor-Lake-Chips, 2028 die High-End-Prozessoren Titan Lake.

Ein weiterer Termin: der 13. Mai 2026. Dann veranstaltet Baidu seine KI-Entwicklerkonferenz – nach der Veröffentlichung des Ernie-5.1-Modells, das die Trainingskosten im Vergleich zur Konkurrenz deutlich gesenkt haben soll.

Für Verbraucher zeichnet sich ein günstiges Fenster für Hardware-Upgrades ab. Neue Features für Karten wie die RX 9070 XT und breite Rabatte machen den Einstieg attraktiv – bevor der nächste große Architektur-Zyklus beginnt.