AMD Ryzen AI Halo: Mini-PC reserviert bis zu 160 Gigabyte Grafikspeicher

AMD stellte einen Entwicklerrechner vor, der große KI-Modelle lokal ausführen soll und in Herstellerbenchmarks Intel und Apple übertraf.

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Mit der Ryzen AI Halo Developer Platform hat AMD einen kompakten Desktop-Rechner für Entwickler vorgestellt, der auf dem Prozessor Ryzen AI Max+ PRO 495 basiert.

Das Mini-PC-System kombiniert bis zu 192 Gigabyte Unified Memory mit 10-Gigabit-Ethernet-Konnektivität und zielt auf die Ausführung umfangreicher KI-Modelle ohne Cloud-Infrastruktur. Eigene Leistungstests des Herstellers stellen den Rechner dabei in direkten Vergleich zu aktuellen Systemen von Intel und Apple.

Leistungsvergleich bei generativen KI-Workloads

In internen Benchmark-Tests aus dem September 2026 verglich AMD die Plattform unter ComfyUI 0.37 mit Systemen auf Basis des Intel Core Ultra X9 388H sowie des Apple M5 Pro. Über alle 18 getesteten Workloads in den Bereichen Bild, Video, Musik und 3D erzielte das AMD-System einen höheren relativen Durchsatz.

Gegenüber dem Prozessor von Intel erreichte das Testsystem in der Spitze einen 32,2-fachen Durchsatz, während der Spitzenwert im Vergleich zum M5 Pro bei 34,3x lag. Auf dem System von Apple ließen sich laut den Angaben mehrere der getesteten Aufgaben gar nicht ausführen.

Zu berücksichtigen ist bei diesem Leistungsvergleich die Speicherausstattung: Während das AMD-System mit 192 Gigabyte Gesamtspeicher und 128 Gigabyte zugewiesenem Videospeicher antrat, verfügten die beiden Konkurrenzrechner über jeweils 64 Gigabyte Arbeitsspeicher.

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Bis zu 160 Gigabyte Grafikspeicher für große Modelle

Das Herzstück der Plattform, der Ryzen AI Max+ PRO 495, integriert 16 Zen-5-Prozessorkerne mit 32 Threads und einer Taktrate von bis zu 5,2 GHz im Boost.

Die Grafikeinheit Radeon 8065S nutzt die RDNA-3.5-Architektur mit 40 Compute-Units und erreicht bei einer Verlustleistung von 120 Watt eine Rechenleistung von bis zu 61 TFLOPS (FP16). Die integrierte XDNA-2-NPU liefert bis zu 55 TOPS. Die Speicherbandbreite des LPDDR5X-8533-Pools beziffert AMD auf 273 Gigabyte pro Sekunde.

Von den maximal 192 Gigabyte gemeinsam genutztem Arbeitsspeicher lassen sich bis zu 160 Gigabyte als Grafikspeicher für die GPU reservieren. Dies entspricht einer Steigerung von 50 Prozent beim Gesamtspeicher und 66 Prozent beim VRAM gegenüber der Vorgängergeneration Strix Halo, die maximal 128 Gigabyte unterstützte.

Nach Herstellerangaben ermöglicht die Kapazität den lokalen Betrieb von Sprachmodellen mit über 300 Milliarden Parametern bei 4-Bit-Quantisierung sowie parallele Agentenabläufe mit getrennten Caches.

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Anschlüsse, Preise und Marktverfügbarkeit

Das auch als Gorgon Halo bezeichnete Gehäuse bietet vier USB-C-Anschlüsse, 10-Gigabit-Ethernet, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Bei dem US-Händler Micro Center wird eine Linux-Version mit 192 Gigabyte RAM und zwei Terabyte SSD-Speicher für 7.299,99 US-Dollar gelistet.

Ein vergleichbares Vorgängermodell mit dem Chip Ryzen AI Max+ 395 und 128 Gigabyte Speicher startete im Juni bei 3.999,99 US-Dollar. Versionen mit Windows und Microsoft Project Zenith sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Zudem kündigte der Systemhersteller iBUYPOWER einen eigenen Mini-PC mit dem Ryzen AI Max+ PRO 495 und Windows 11 Pro an, der mit 128 Gigabyte Arbeitsspeicher und Gehäusemaßen von 70 mal 198 mal 200 Millimetern ab dem vierten Quartal 2026 zu Preisen ab 3.999 US-Dollar erscheinen soll.