AMD und Meta: Helios-Racks bündeln 72 MI450-GPUs für KI-Rechenzentren

AMD beteiligt sich mit 1 Milliarde US-Dollar an Metas Kapitalerhöhung und erweitert die Zusammenarbeit bei KI-Hardware und Software.

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Der Chiphersteller AMD hat am 27. Oktober 2026 eine erweiterte strategische Partnerschaft mit dem Technologiekonzern Meta im Bereich der KI-Infrastruktur bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit erstreckt sich über Prozessoren, Grafikbeschleuniger, Netzwerktechnik, Gesamtsysteme und Software.

Erste Einheiten der neu entwickelten AMD-Helios-Rack-Systeme befinden sich bereits bei Meta im Testbetrieb, während ein breiterer Rollout für die nahe Zukunft vorgesehen ist.

Maßgeschneiderte Helios-Racks für Metas Rechenzentren

Die für Meta konzipierten Helios-Racks bündeln erhebliche Rechenkapazitäten. Jedes Rack integriert 72 kundenspezifische Grafikprozessoren auf Basis der MI450-Architektur, 18 EPYC-Venice-Server-CPUs der Zen-6-Generation sowie Pensando-Vulcano-Netzwerkkarten. Ein einzelner MI455X-Beschleuniger verfügt über 432 GB HBM4-Speicher, was sich pro Rack auf 31 TB Hochgeschwindigkeitsspeicher summiert.

Meta nutzt bereits mehrere Millionen EPYC-Prozessoren über verschiedene Generationen hinweg und agiert als Pilotkunde für die sechste EPYC-Generation. Zudem arbeiten beide Unternehmen an der künftigen CPU-Reihe unter dem Codenamen Verano. Im Bereich der Grafikbeschleuniger befinden sich Instinct-GPUs bei Meta im produktiven Einsatz für Trainings-, Ranking- und Empfehlungsmodelle.

Der Social-Media-Konzern trat zuvor als Definitionskunde der MI450 auf und plant den Einsatz einer weiteren maßgeschneiderten Instinct-GPU. Die gemeinsamen Erfahrungen sollen direkt in die Entwicklung der kommenden MI500-Serie sowie künftiger Rack-Architekturen einfließen.

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Eine Obergrenze von bis zu 6 Gigawatt an AMD-GPUs geht auf eine separate Vereinbarung aus dem Februar 2026 zurück und ist nicht Teil der aktuellen Oktober-Erweiterung. Ein Gigawatt Leistung entspricht Schätzungen zufolge rund 400.000 Beschleunigern beziehungsweise mehr als 5.500 Racks. Zum konkreten Zeitplan für das Erreichen dieser Skalierung oder den Umfang des anstehenden Rollouts machten die Partner keine Angaben.

Verzahnung von Software und Metas KI-Modellen

Die Kooperation umfasst auch eine tiefere softwareseitige Abstimmung. AMDs EPYC-Prozessoren bilden die Grundlage für Metas Muse-KI-Agenten. Zudem wurde eine direkte Unterstützung für neu vorgestellte Modelle ab dem Veröffentlichungstag eingerichtet: Muse Spark Open wird auf Instinct-Beschleunigern betrieben, während Muse Glimmer für Ryzen-AI-PCs und Radeon-Grafikkarten optimiert wurde. Neben der Weiterentwicklung von ROCm und PyTorch konzentriert sich die Optimierung derzeit auf den Beschleuniger MI350X.

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Milliardeninvestition und Metas Kapitalerhöhung

Begleitend zur technischen Partnerschaft beteiligt sich AMD mit 1 Mrd. USD an Metas jüngster Kapitalerhöhung. Zusammen mit einer geplanten Beteiligung von Nvidia in Höhe von 3 Mrd. USD steuern die beiden Chiphersteller insgesamt 4 Mrd. USD bei. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Maßnahme, bei der AMD die eigene Bilanz nutzt, um sich langfristige Liefervolumina bei führenden Hyperscalern zu sichern.

Meta selbst platzierte im Rahmen seines Finanzierungsplans Stammaktien im Wert von 25 Mrd. USD am Markt, nachdem das Volumen zuvor von 22,5 Mrd. USD angehoben worden war. Der Ausgabepreis lag bei 625 USD je Aktie, was einem Abschlag von 2,7 % gegenüber dem vorangegangenen Freitagsschlusskurs entsprach. Das Angebot war rund fünffach überzeichnet, wobei die 15 größten Käufer etwa 70 % der Tranche zeichneten.

Das Vorhaben ist Teil eines Gesamtfinanzierungsplans über rund 98 Mrd. USD, zu dem auch 12,5 Mrd. USD an Pflichtwandel-Vorzugsaktien zählen. Zuvor hatte Meta die Ausgabe von 250 Mio. Depositary Shares zu je 50 USD angekündigt, die zusammen rund 37,5 Mrd. USD abdecken.

Für das Jahr 2026 prognostiziert Meta Investitionsausgaben in einer Spanne von 135 bis 145 Mrd. USD. An den Finanzmärkten legte die AMD-Aktie am Dienstag um 3 % zu, während Nvidia unverändert schloss und Meta ein Minus von 1 % verzeichnete.