AMD steht offenbar vor einem gewaltigen Technologiesprung. Leaks zur kommenden Zen-6-Architektur deuten auf einen massiven Kernzuwachs bei nahezu unveränderter Chip-Größe hin – ein Kraftakt, der den Wettbewerb im Prozessormarkt neu justieren könnte.
Die Kernbotschaft: 12 statt 8 Kerne pro Chiplet
Herzstück der Enthüllungen ist ein neuer Core Complex Die (CCD). Er soll statt wie bisher 8 nun 12 CPU-Kerne beherbergen. Das wäre eine Steigerung von 50 Prozent gegenüber den aktuellen Zen-4- und Zen-5-Designs. Für den Mainstream-Desktop bedeutet das: Ein Prozessor mit zwei dieser Chiplets könnte künftig mit 24 Kernen und 48 Threads aufwarten. Parallel zum Kernzuwachs soll auch der L3-Cache pro CCD von 32 auf 48 Megabyte steigen. Diese proportionale Erweiterung soll verhindern, dass die zusätzlichen Rechenwerke unter Datenhunger leiden.
Das Ingenieurswunder: Mehr Leistung auf gleichem Raum
Die eigentliche Sensation liegt im Detail. Trotz 50 Prozent mehr Kernen und Cache soll die Fläche des Zen-6-CCD nur marginal von etwa 71 auf 76 Quadratmillimeter wachsen – ein Plus von lediglich fünf bis sieben Prozent. Ermöglicht wird dieses Kunststück durch den Wechsel zum modernen 2-Nanometer-Fertigungsprozess (N2) von TSMC. Die höhere Transistordichte erlaubt es, deutlich mehr Rechenleistung auf engstem Raum unterzubringen, bei gleichzeitig verbesserter Effizienz. AMD hat bereits bestätigt, dass seine kommenden Server-CPUs der EPYC-„Venice“-Plattform als erste von Zen 6 und N2 profitieren werden.
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Grundlegender Neuanfang mit Intel-Technologie
Experten werten Zen 6 nicht als kleines Update, sondern als grundlegende Neuentwicklung. Ein Beleg dafür ist die Übernahme von Intels Flexible Return and Event Delivery (FRED)-Befehlssatz. FRED ersetzt den seit über 40 Jahren genutzten Interrupt-Mechanismus (IDT) der x86-Architektur und verspricht eine effizientere Handhabung von Systemereignissen. Diese Fokussierung auf Multithreading-Performance erinnert an den großen Wurf mit Zen 3, als AMD den L3-Cache innerhalb des CCD vereinheitlichte und so die Latenz drückte. Eine ähnlich spürbare Leistungsexplosion wird für Zen 6 erwartet.
Marktimplikationen: Neuer Standard und riesige Cache-Mengen
Die Strategie ist klar: AMD will den Druck auf die Konkurrenz erhöhen. Der 8-Kern-CCD war jahrelang die Basis des Erfolgs. Ein 12-Kern-CCD würde die Kerne in den beliebten Ryzen-7- und Ryzen-9-Reihen nach oben treiben. Ein Einzel-CCD-Prozessor mit 12 Kernen könnte zum neuen Mainstream-High-End werden.
Besonders spannend sind die Aussichten für die 3D-V-Cache-Modelle. Mit einem Basiscache von 48 MB könnten künftige X3D-Varianten schwindelerregende Werte erreichen. Spekulationen gehen von bis zu 288 MB Gesamt-L3-Cache in einer Dual-CCD-Konfiguration mit dritter V-Cache-Generation aus. Das wäre ein Quantensprung für cache-sensitive Anwendungen wie Games oder wissenschaftliche Simulationen.
Ausblick: Server first, dann der Desktop
Noch hat AMD die Details nicht offiziell bestätigt. Die konsistenten Leaks aus vertrauenswürdigen Quellen zeichnen jedoch ein klares Bild. Den Anfang wird voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 die EPYC-Serverplattform „Venice“ machen. Die Ryzen-Prozessoren für den Consumer-Markt werden voraussichtlich folgen.
Eins scheint sicher: AMD legt sich nicht auf den Lorbeeren der Vorjahre aus. Die Kombination aus 2-nm-Prozess, massiv gesteigerter Rechendichte und architektonischem Neuanfang kündigt einen der bedeutendsten CPU-Sprünge der letzten Jahre an. Die Botschaft an den Markt ist klar: Die Ära der Hochkernzahlen als neuer Standard bricht an.
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