Diagnose-Tools und Benchmark-Plattformen öffnen sich für kommende Prozessorgenerationen, während AMD mit ersten Leistungsdaten und einer Preissenkung für Aufsehen sorgt.
Software-Updates bereiten den Boden für neue Hardware
Die Entwickler von Diagnose- und Benchmarking-Software haben ihre Anwendungen aktualisiert, um eine wachsende Zahl neuer Prozessoren und Grafikkarten zu unterstützen. CPU-ID veröffentlichte am 12. Juli 2026 die Version 2.20.2 von CPU-Z für Windows. Das Update bringt Unterstützung für mehrere mit Spannung erwartete Komponenten, darunter die Intel Arc G3, den AMD Ryzen 7 7700X3D und den Ryzen AI Max+ 495. Auch der Intel Core 7 360 sowie diverse weitere mobile und Desktop-Modelle sind nun kompatibel.
Parallel dazu aktualisierte PassMark Software am 8. Juli seine CPU-Benchmark-Charts und integrierte Ergebnisse von über einer Million getesteten Prozessoren. Die Datenbank enthält nun aktuelle Einträge wie den Intel Xeon 634, den Core Ultra X9 378H und den 16-Kern AMD Ryzen 9 PRO 9965.
Einen Schritt weiter geht Hardware Busters: Das Unternehmen stellte eine neue automatisierte Benchmarking-Plattform vor. Die auf .NET 8 basierende Suite automatisiert 20 Benchmarks in sieben Disziplinen und integriert eine direkte Leistungsmessung. Als Referenzpunkt dient der AMD Ryzen 9 9950X, dem ein Basiswert von rund 100 Punkten zugewiesen wird.
Erste Benchmarks deuten auf AMD-Sprung nach vorn
Erste Leistungsdaten zu AMDs zukünftiger Architektur sind über Geekbench-Einträge für den Zen 6 „Medusa Point“-APU aufgetaucht. Der 10-Kern-Prozessor, der eine Kombination aus Zen 6- und Zen 6c-Kernen nutzt, erreichte einen Single-Core-Wert von 3.174 Punkten und einen Multi-Core-Wert von 15.092 Punkten.
Die ersten Benchmarks des Zen 6 Medusa Point zeigen einen 22% Single-Core-Sprung – doch die Plattform kommt erst 2027. Unser kostenloser Guide hilft Ihnen, die richtige Kaufentscheidung zu treffen: Benchmark-Analyse, Pro & Contra und eine Upgrade-Checkliste. Jetzt kostenlosen Guide anfordern
Diese Zahlen deuten auf einen deutlichen Leistungssprung hin: Die Single-Core-Ergebnisse liegen rund 22 Prozent über denen des aktuellen Ryzen AI 9 HX 370. Auch den Ryzen AI Max+ 395 übertrifft die Medusa-Point-Architektur in den frühen Tests. Allerdings: Die Plattform wird voraussichtlich erst 2027 auf den Markt kommen.
Neue Mini-PCs und ein teurer Arbeitsplatz-Rechner
Im Bereich der Komplettsysteme und Einzelhandelsprodukte haben mehrere Hersteller neue Hardware auf Basis aktueller Architekturen vorgestellt. Beelink und MINIX präsentierten jeweils Mini-PCs mit der Intel-„Wildcat-Lake“-Plattform. Der Beelink EQi setzt auf den Intel Core 3 304 mit einer thermischen Verlustleistung (TDP) von 15 Watt und 16 GB LPDDR5-Speicher. Besonders auffällig: Die Speicherkonfiguration kombiniert UFS-3.1-Speicher mit klassischen SSD-Steckplätzen. MINIX wiederum kündigte den N304-AI Mini-PC an, der für das Wildcat-Lake-System auf duale Gigabit-Ethernet-Anschlüsse setzt.
Für professionelle Anwendungen hat Lenovo den ThinkCentre X Tower in China auf den Markt gebracht. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 5.300 Euro. Das System ist mit einem Intel Core Ultra 7 270K Plus und zwei NVIDIA RTX 5060 Ti mit je 16 GB ausgestattet. Lenovo positioniert diese Konfiguration explizit für KI-Rendering-Aufgaben – nicht fürs Gaming.
AMD senkt Preise im Grafikkarten-Mittelklassesegment
Ihre aktuelle Hardware wird langsam abgehängt – aber lohnt das Warten auf Zen 6? Unser Report vergleicht die neuen Benchmarks mit Ihrem jetzigen System und zeigt, ob ein Upgrade auf aktuelle Ryzen-Modelle oder das Warten auf Medusa Point für Sie sinnvoller ist. Kostenlosen Upgrade-Report sichern
Im Grafikkartenbereich justiert AMD die Positionierung seiner RDNA-4-Serie nach. Am 11. Juli 2026 senkte das Unternehmen den Preis der AMD Radeon RX 9070 GRE auf 499 Euro – ein Rückgang von neun Prozent. Ziel ist es, die Karte im 1440p-Gaming-Segment wettbewerbsfähiger gegen Nvidias Mittelklasse-Modelle zu machen.
Zudem präsentierten AMD und TJ Sports auf den VCTCN National Finals in Chengdu eine spezielle „Collector Edition“ der Radeon RX 9070 XT, die von Sapphire gefertigt wurde. Dieses Sondermodell diente als Preis für den Wettbewerb und ist derzeit nicht für den regulären Handel vorgesehen.

