ANA-Flug NH1502: Triebwerk fällt aus, Behörden untersuchen Notlandung

Nach einer Triebwerksabschaltung evakuierte die Besatzung 158 Menschen; drei Passagiere erlitten Schürfwunden, die Behörden untersuchen den Vorfall.

Das japanische Verkehrsministerium und die zuständige Verkehrssicherheitskommission haben eine formale Sicherheitsuntersuchung zu einem Vorfall bei der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) eingeleitet. Die Behörden stufen die Notlandung eines Passagierflugzeugs auf dem Flughafen Naha als schweren Zwischenfall ein, nachdem es während des Fluges zu technischen Problemen an einem Triebwerk gekommen war.

Triebwerksabschaltung im Steigflug

Am 23. September 2026 befand sich der Flug NH1502 auf dem Weg von Naha nach Saga. Bei der eingesetzten Maschine handelt es sich um eine Boeing 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen JA86AN.

Etwa 20 Minuten nach dem Start, der gegen 20:58 Uhr erfolgte, traten während des Steigflugs Komplikationen auf. Laut Unternehmensangaben leuchtete eine Warnanzeige für eine zu hohe Öltemperatur im rechten Triebwerk auf.

Zudem meldete die Besatzung Vibrationen am Flugzeug. In der Folge wurde das rechte Triebwerk abgeschaltet und die Rückkehr zum Ausgangsflughafen Naha eingeleitet. Passagiere berichteten später von spürbarem Rütteln und ungewöhnlichen Geräuschen, die vom rechten Triebwerk ausgingen. Auch die Besatzung informierte die örtliche Feuerwehr über leichte Vibrationen während des Fluges.

Evakuierung über Notrutschen auf dem Rollweg

Die Maschine landete um 22:05 Uhr sicher in Naha, kam jedoch auf einem Rollweg zum Stillstand. An Bord befanden sich insgesamt 158 Personen, davon 152 Passagiere, zu denen auch vier Kleinkinder gehörten, sowie sechs Besatzungsmitglieder. Aufgrund der technischen Situation wurde die Evakuierung aller Insassen über die Notrutschen angeordnet.

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Nach Angaben der Fluggesellschaft kam es dabei weder zu einer Rauchentwicklung noch zu einem Brand. Bei dem Verlassen der Maschine über die Rutschen erlitten drei Passagiere Schürfwunden an den Knien.

Eine medizinische Versorgung in einem Krankenhaus war laut Berichten vom 23. September 2026 jedoch für niemanden erforderlich. Infolge des Zwischenfalls wurde die erste Start- und Landebahn des Flughafens Naha gegen 22:30 Uhr für den Flugverkehr gesperrt.

Ermittlungen der Verkehrssicherheitskommission

Die japanische Verkehrssicherheitskommission hat mit der Untersuchung der Ursachen begonnen. Zur Klärung des Vorfalls wurden zunächst drei Flugunfallermittler entsandt. Wie am 24. September 2026 bekannt wurde, benannte die Kommission zudem zwei Ermittler, die im weiteren Verlauf Verantwortliche der ANA am Flughafen Haneda befragen sollen.

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Weitere detaillierte Vor-Ort-Ermittlungen am Flugzeug sind für den 25. September 2026 geplant. Ein Hintergrundaspekt der Flugroute wurde ebenfalls bekannt: Der ursprüngliche Flugplan sah einen Flug von Fukuoka vor.

Da die dortigen Nutzungszeiten des Flughafens jedoch nicht eingehalten werden konnten, wurde die Verbindung kurzfristig auf den Zielflughafen Saga geändert. Die Untersuchung wird nun prüfen, inwiefern technische Defekte oder Wartungsaspekte zu der Überhitzung des Triebwerks geführt haben.