Die am 20. Mai veröffentlichte Version bringt eine hardwaregestützte OS-Überprüfung, verbesserte Malware-Abwehr und standardmäßig aktivierte Diebstahlsperren. Parallel dazu rollen Samsung und OnePlus die Mai-Sicherheitspatches für ihre aktuellen Geräte aus.
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Neue OS-Verifikation per QR-Code
Das Herzstück der Aktualisierung ist ein neuartiges Betriebssystem-Verifikationstool. Es erlaubt eine hardwaregestützte Prüfung der Systemintegrität – ein entscheidendes Feature für Unternehmen, in denen manipulierte Software zu Datenlecks führen kann. Der Ablauf: Ein verdächtiges Gerät generiert einen QR-Code mit einer OS-Kennung. Ein zweites, vertrauenswürdiges Gerät scannt diesen Code über den Browser. Stimmen die angezeigten Hardware- und Softwareinformationen überein, ist das System unverändert.
Ergänzt wird dies durch eine verschärfte APK-Malware-Prüfung für sideloaded Apps. Hinzu kommt eine zeitlich begrenzte Standortberechtigung: Nutzer können GPS-Zugriff künftig für eine einzige Sitzung erlauben, ohne eine Dauererlaubnis zu vergeben. Für Unternehmensanwender mit sensiblen Finanzdaten führt Google Anti-Spoofing-Maßnahmen ein, die betrügerische Banknummern erkennen und blockieren.
Diebstahlschutz wird Standard
Google aktiviert mit den Mai-Play-Services (v26.19) die Funktionen „Remote Lock“ und „Theft Detection Lock“ standardmäßig für Android-17-Geräte. Die Diebstahlerkennung nutzt Bewegungssensoren und KI, um ein gewaltsames Entreißen des Geräts zu identifizieren und den Bildschirm sofort zu sperren.
Bereits Mitte Mai (Play Services v26.18) hatte Google einen cloudbasierten Betrugsschutz ausgerollt, der speziell gefälschte Bankanrufe erkennt. Die Quick-Share-Funktion wurde überarbeitet und erlaubt nun Dateitransfers zwischen Android und iOS per QR-Code oder Cloud-Link.
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KI und geräteübergreifendes Arbeiten
Die „Continue On“-Funktion ermöglicht das nahtlose Weiterbearbeiten von Aufgaben in Chrome und Google Docs zwischen Smartphone und Tablet. Ein Feature, das speziell Berufstätige anspricht, die zwischen Außendienst und Büro wechseln.
Die Gemini-KI bleibt vorerst den Flaggschiffen Pixel 10 und Galaxy S26 vorbehalten. Sie bringt kontextbezogene Assistenz und das Tool „Pause Point“, das exzessives Scrollen unterbricht und zu produktiverer Nutzung anleiten soll.
Samsung und OnePlus ziehen nach
Samsung startete am 21. Mai das globale Rollout von One UI 8.5 für die Galaxy-S25-Serie, die Fold- und Flip-6-Modelle sowie die S24- und S23-Reihen. Das Galaxy S23 FE erhielt das Update ebenfalls, beginnend in Indien mit einem 260 MB großen Paket.
Für das Galaxy S22 kommt ein kritisches Sicherheitsupdate (506 MB), das 36 Schwachstellen schließt. Samsung bestätigte jedoch, dass dies das letzte große Update für die Serie ist – One UI 9.0 wird es nicht mehr geben.
OnePlus veröffentlichte am 22. Mai den Mai-Sicherheitspatch für das OnePlus 11 und das OnePlus Pad Lite. Das Tablet-Update bringt eine Timer-Funktion mit geschätzter Restzeit und einen automatischen Öffnen-Modus für empfangene Dateien.
Ausblick
Während die Android-17-Testphase bis zum Sommer läuft, zeichnet sich ein klarer Trend ab: Hardwaregestützte Sicherheit und KI-Integration werden zum Standard. Für Samsung-Nutzer steht der Wechsel zu One UI 9.0 im Fokus – die stabile Version für die Foldable-Reihe wird für Juli 2026 erwartet. Ältere Geräte wie das Galaxy S22 erreichen dagegen das Ende ihres Update-Zyklus, was die wachsende Kluft zwischen Legacy-Hardware und der neuen KI-Gerätegeneration verdeutlicht.

