Android 17: Google startet geräteübergreifenden Activity-Hub

Google verteilt einen neuen Android-Hub für Aufgaben, Apps und Medien. Der Rollout läuft schrittweise, während einige Integrationen noch fehlen.

Google hat mit der Verteilung eines zentralen Bereichs für geräteübergreifende Aktivitäten begonnen. Der neue Hub für die Fortführung von Aufgaben („Continue activity“) wird über die aktuellen Google Play Services für Android 17 bereitgestellt.

Wie Fachberichte vom 15. September 2026 darlegen, wurde die Neuerung erstmals auf einem Pixel 9 mit einer stabilen Version von Android 17 gesichtet. Der genaue Umfang des weltweiten Rollouts ist derzeit noch offen.

Vier Steuerungsbereiche für nahtlose Übergänge

Der Bereich fasst mehrere Schnittstellen zusammen und bietet vier getrennt voneinander aktivierbare Steuerelemente: Aufgaben, Apps, Benachrichtigungen sowie die Freigabe von Dateien und Medien. Um diese Funktionen nutzen zu können, verlangt das Betriebssystem Berechtigungen für Bildschirmspiegelung, App-Streaming, Benachrichtigungen und den Zugriff auf Fotos sowie Mediendateien.

Der Schalter für Aufgaben ist dabei direkt an die Funktion „Continue On“ unter Android 17 gekoppelt. Dieses Werkzeug fungiert als Googles Gegenstück zu Apples Handoff-Dienst: Ein auf dem Smartphone begonnener Vorgang wird bidirektional als Sofortvorschlag mit nur einem Fingertipp in der Taskleiste eines verbundenen Tablets eingeblendet.

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In der Praxis wurde die Funktion bereits im Zusammenspiel zwischen einem Pixel 10 Pro und einem Galaxy Tab S11 Ultra erprobt. Zum Marktstart steht ein Handoff zu Laptops allerdings noch nicht zur Verfügung, und App-Entwickler müssen die entsprechenden Programmierschnittstellen für jede Aktivität einzeln implementieren.

Voraussetzungen und Systemgrenzen

Am 15. September 2026 wurden nähere Details zu den Systemanforderungen des Synchronisations-Hubs bekannt. Grundvoraussetzung für die Nutzung ist die Anmeldung mit demselben Google-Konto auf allen beteiligten Geräten, ein aktiviertes Bluetooth-Modul sowie die Einbindung in eine gemeinsame Gerätegruppe.

Grundlegende Dienste des Hubs werden ab Android 11 unterstützt, während Geräte mit der reduzierten Version Android Go vollständig ausgeschlossen sind. Bei Samsung-Geräten greift zudem eine Ausnahme: Das Teilen von Internetverbindungen über den Hub steht dort nicht zur Verfügung, da der Hersteller auf den eigenen automatischen Hotspot setzt.

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Der Menüpfad zur Aktivierung von „Continue On“ führt über die Einstellungen für verbundene Geräte und Verbindungseinstellungen zu den geräteübergreifenden Diensten, wo die Aufgabenfortführung aktiviert werden kann. Die schrittweise Bereitstellung über die Play Services erfolgt im Vorfeld der Einführung des Googlebooks. Zudem prüft Google derzeit die Option, das Smartphone als Trackpad für PCs nutzbar zu machen.

Begleitende Aktualisierungen im Google-Ökosystem

Parallel dazu erweitert Google weitere Systemdienste. Der Ortungsdienst Find Hub erhält in der Version 3.1.732-02 oder höher einen neuen Tab für gemerkte Objekte („Remembered“). Dieser Bereich greift auf die KI-Technologie Gemini zurück und setzt eine dauerhafte Freigabe des genauen Standorts voraus. Einträge lassen sich manuell oder über Gemini-Sprachbefehle anlegen und mit Fotos versehen.

Ebenfalls über die Play Services erreicht das Sicherheitsfeature Motion Assist Geräte ab Android 17. Es ist in den Systemeinstellungen unter dem Bereich für persönliche Sicherheit und Gerätesicherheit zu finden und lässt sich über ein Kachelsymbol in den Schnelleinstellungen ansteuern. Während diese Funktionen bereits schrittweise verteilt werden, stehen angekündigte Integrationen wie Google Keep in Messages oder Guided Vision in Gemini noch aus.