Android 17: Google und Apple ermöglichen iMessage-Transfer

Neue Android Switch API überträgt iMessage-Verläufe und Apple-Notizen. Kooperation zwischen Google und Apple vereinfacht den Umstieg.

Google und Apple arbeiten erstmals gemeinsam an einem Tool, das den Wechsel von iOS zu Android deutlich erleichtert. Der neue Android Switch überträgt künftig auch iMessage-Verläufe und Apple-Notizen.

Seit dem 16. Juni 2026 ist Android 17 für Pixel-Geräte verfügbar – doch ein Update sorgt jetzt für besondere Aufmerksamkeit. Nur einen Tag später begann der Rollout einer überarbeiteten Version des Android Switch-Tools, das in einer seltenen Kooperation zwischen Google und Apple entstanden ist. Die Neuerung richtet sich gezielt an Nutzer, die vom iPhone auf Android umsteigen möchten.

Drahtlos und umfassend: Was die neue Migration kann

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Der Fokus liegt auf einer drahtlosen Übertragung – das Kabel bleibt jedoch als Option erhalten. Paul Dunlop, Produktverantwortlicher für Android, erklärte, das Tool sei nun nativ in beide Betriebssysteme integriert. Das Ziel: ein möglichst reibungsloser Wechsel.

Erstmals lassen sich iMessage-Verläufe inklusive Multimedia-Inhalten und Stickern übertragen. Auch verschlüsselte RCS-Nachrichten, Anruflisten und die gesamte Startbildschirm-Anordnung wandern mit auf das neue Gerät. Besonders praktisch: Apple-Notes-Anhänge, Kalenderanhänge und Wecker können direkt übernommen werden.

Die Liste der übertragbaren Daten umfasst zudem:
– WLAN-Passwörter und allgemeine Zugangsdaten
– Passkeys für sichere Anmeldungen
– eSIMs (abhängig vom jeweiligen Anbieter)

Eine neu entwickelte API, die Google gemeinsam mit Apple programmiert hat, ermöglicht sogar die Übertragung von Drittanbieter-App-Daten – vorausgesetzt, die Entwickler machen mit.

„Cinnamon Bun“: Die Neuerungen von Android 17

Hinter dem Codenamen „Cinnamon Bun“ verbirgt sich mehr als nur ein Migrations-Tool. Das System setzt auf Gemini Intelligence, eine KI-gestützte Optimierung der App-Leistung und Speicherverwaltung durch die verbesserte Android Runtime (ART).

Multitasking wird einfacher: Die „Continue On“-Funktion erlaubt es, Aufgaben nahtlos zwischen verschiedenen Geräten fortzusetzen – etwa ein Dokument auf dem Smartphone zu beginnen und auf dem Tablet zu beenden. Die Oberfläche wurde mit universellen „App Bubbles“ aufgewertet, die per langem Druck aktiviert werden. Eine spezielle „Bubble Bar“ verbessert die Bedienung auf großen Bildschirmen und Faltgeräten.

Für Content Creator gibt es die neue „Screen Reaction“: Sie zeichnet gleichzeitig den Bildschirm und die Frontkamera auf. Und rund 4.000 neu designte 3D-Emojis warten darauf, entdeckt zu werden.

Mehr Kontrolle über die eigenen Daten

Der Datenschutz steht im Zentrum der Sicherheitsupdates. Android 17 führt temporäre Standortberechtigungen ein – Apps erhalten nur für eine begrenzte Zeit Zugriff auf die GPS-Daten. Ein neuer „Contact Picker“ verhindert, dass Anwendungen das gesamte Adressbuch einsehen können. Zudem erkennt das System nun besser Betrugsversuche mit Einmalpasswörtern (OTP).

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Die Diebstahlsicherung wurde verschärft: Die Funktion „Als verloren markieren“ im Find Hub ist biometrisch verschlüsselt. Das System begrenzt zudem die Anzahl der PIN-Eingabeversuche und verlangt bei sensiblen Aktionen eine biometrische Bestätigung.

Ausblick: Wann kommen die Updates für andere Hersteller?

Während Pixel-6- bis Pixel-10-Nutzer bereits seit Mitte Juni auf die stabile Version zugreifen können, müssen Besitzer anderer Geräte sich noch gedulden. Samsung, Xiaomi, OPPO und OnePlus werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 nachziehen. Samsungs One UI 9.0 dürfte die neuen Migrations- und Sicherheitsfunktionen dann in den kommenden Monaten integrieren.