Android 17: Googles neuer LHDC v5-Codec revolutioniert Bluetooth-Audio

Android 17 integriert den LHDC v5-Codec für hochauflösendes Bluetooth-Audio, während Googles Pixel Buds außen vor bleiben.

Die neueste Android-Version hebt die Bluetooth-Audioqualität auf ein neues Niveau – und das ausgerechnet mit einem Codec, den Googles eigene Kopfhörer nicht unterstützen.

Seit dem 22. Juni 2026 rollt Google Android 17 für die Pixel-Reihe aus. Der Fokus liegt auf drahtloser High-Fidelity-Audio, erweiterten Sicherheitsfunktionen und einem überarbeiteten Multitasking. Für Nutzer ab dem Pixel 6 bedeutet das vor allem eines: besseren Sound.

LHDC v5: Die neue Benchmark für Bluetooth-Audio

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Herzstück des Updates ist die native Integration des LHDC v5-Codecs (Low Latency High-Definition Audio Codec). Entwickelt von Savitech, ermöglicht er 24-Bit-High-Resolution-Audio mit Abtastraten von bis zu 192 kHz und Bitraten von einer Million Bit pro Sekunde. Die Latenz liegt dabei unter 30 Millisekunden – ein Wert, der den Codec zur echten Alternative zum etablierten LDAC-Standard macht.

Doch es gibt einen Haken: Die volle 192-kHz-Qualität bleibt Geräten mit Tensor G3-Prozessor oder neuer vorbehalten – also frühestens der Pixel-8-Serie. Ältere Modelle können den Codec zwar nutzen, aber nicht in der höchsten Ausbaustufe.

Aktiviert wird die Funktion über die Entwickleroptionen unter „Bluetooth-Audio-Codec“. Kompatible Kopfhörer sind bislang rar: Die OnePlus Buds 4 und Nothing Ear unterstützen den Standard. Googles eigene Pixel Buds? Fehlanzeige.

Kommt bald: „Audio Memory“ für Pixel 10?

Einen Tag nach dem stabilen Release entdeckten Software-Analysten in der Android System Intelligence einen vielversprechenden Hinweis: eine Funktion namens „Audio Memory“, die offenbar für das kommende Pixel 10 (Codename „blueflax“) entwickelt wird.

Die Idee: Das System speichert die Musikhistorie aus verschiedenen Apps und könnte künftig sogar Umgebungsgespräche transkribieren oder zusammenfassen. Entscheidend: Die Verarbeitung soll komplett auf dem Gerät stattfinden – ein klares Bekenntnis zum Datenschutz.

Mehr Kontrolle über Daten und Geräte

Android 17 bringt eine Reihe neuer Privatsphäre-Einstellungen, die Nutzern mehr Macht über ihre Daten geben:

  • Temporäre Standortberechtigung: Apps erhalten den Standort nur für eine begrenzte Zeit, nicht dauerhaft.
  • Selektives Kontakt-Teilen: Statt des gesamten Adressbuchs geben Nutzer nur einzelne Kontakte frei.
  • Verbesserter Diebstahlschutz: Ein verlorenes oder gestohlenes Gerät lässt sich per biometrischer Authentifizierung aus der Ferne sperren – selbst wenn der PIN bekannt ist.

Die Juni-Updates der Play-Dienste (Version 26.24) verbessern zudem die App-Sperre für betreute Konten – ein Gewinn für Eltern, die die Gerätenutzung ihrer Kinder kontrollieren wollen.

Multitasking: Fünf Fenster gleichzeitig

Ein neues „Bubbles“-Feature erlaubt bis zu fünf schwebende App-Fenster gleichzeitig. Das macht mobiles Arbeiten deutlich flexibler. Für Foldable-Geräte gibt es einen speziellen Gaming-Modus mit 50:50-Split-Layout, der die großen Bildschirme optimal ausnutzt.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Screen-Recording: Ein Selfie-Video-Overlay für Bildschirmaufnahmen
  • Ressourcen-Management: RAM-Limits pro App verhindern, dass einzelne Programme das System lahmlegen
  • Dark Mode: Anpassbare Einstellungen
  • UI: App-Namen lassen sich ausblenden – für einen aufgeräumteren Startbildschirm

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Beta 5: Feinschliff für die nächste Generation

Parallel zum stabilen Release veröffentlichte Google am 23. Juni die Android 17 QPR1 Beta 5 (Build CP31.260608.007). Sie richtet sich an Geräte vom Pixel 6 bis zum Pixel 10a und enthält das Juni-Sicherheitsupdate.

Die Beta behebt mehrere Stabilitätsprobleme: Kamera-Freezes, ungenaue Ladezeit-Schätzungen und Abstürze der „Private Space“-Funktion gehören der Vergangenheit an. Auch der Download-Manager wurde gefixt – er brach bisher bei aktiver VPN-Verbindung ab. Und das Always-On-Display zeigt keine verpixelten Balken mehr.