Android 17: Motorola bringt Qira-KI auf Signature-, Razr- und Edge-Modelle

Motorola integriert Qira in ausgewählte Premium-Smartphones und eine Smartwatch. Google weitet Motion Assist auf Android-Geräte weiterer Hersteller aus.

Im Zuge der Einführung von Android 17 erweitert Motorola den Funktionsumfang seiner Premium-Modelle durch die Integration der KI-Plattform Qira. Die Expansion umfasst ausgewählte Geräte der Signature-, Razr- und Edge-Serien und wurde zum Auftakt des Qualcomm Snapdragon Summit angekündigt.

Die KI-Lösung Qira, die erstmals Anfang des Jahres auf der CES 2026 präsentiert wurde, führt verschiedene Dienste wie Moto AI, Lenovo AI Now sowie die Creator- und Learning-Zone unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche zusammen. Ein zentrales Merkmal ist das geteilte Gedächtnis und der geräteübergreifende Kontext, der eine nahtlose Interaktion zwischen Smartphones von Motorola und PCs von Lenovo ermöglichen soll.

Einheitliche Steuerung und Funktionsvielfalt

Nutzer können die KI-Funktionen über das Sprachkommando „Hey Qira“, On-Screen-Eingaben oder eine dedizierte Hardware-Taste aktivieren. Zu den Kernfunktionen gehört laut Herstellerangaben „Catch me up“, womit verpasste Benachrichtigungen zusammengefasst werden.

Das Werkzeug „Pay Attention“ ermöglicht die Transkription von Audioaufnahmen inklusive einer anschließenden Zusammenfassung. Weitere Features wie „Next Move“ für proaktive Vorschläge und „Style Sync“ zur optischen Anpassung ergänzen das Paket.

Im Bereich der Inhaltserstellung bietet die „Creator Zone“ Möglichkeiten zur Generierung von Hintergrundbildern, Stickern und Avataren. Über die rein visuelle Gestaltung hinaus kann Qira komplexe Aufgaben übernehmen, Erinnerungen verwalten und auf Nutzeranweisung Fotos oder Videos versenden. Durch die Zusammenarbeit mit Lenovo Workato wird zudem die Anbindung an externe Dienste wie Gmail, Slack, Outlook und Google Calendar realisiert.

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Systemvoraussetzungen und Hardware-Kompatibilität

Der Rollout von Android 17 bei Motorola begann bereits im August 2026. Die Verfügbarkeit von Qira ist jedoch an spezifische Hardware-Anforderungen geknüpft. Während das Moto G zwar das Betriebssystem-Upgrade auf Android 17 erhält, gibt es für dieses Modell derzeit keine Pläne für eine Qira-Integration.

Bereits am 3. September 2026 wurde auf der Lenovo Innovation World im Rahmen der IFA konkretisiert, dass Qira auf Lenovo-PCs mindestens 16 GB Arbeitsspeicher voraussetzt. Neben den genannten Smartphone-Serien wird die KI auch in die moto watch ultra integriert, die damit als erstes Wearable das System unterstützt.

Bis Ende des Jahres sollen weitere Geräte folgen, wobei die Plattform derzeit sechs Sprachen unterstützt und für über 80 PC-Konfigurationen optimiert ist. Zudem bestehen Kooperationen mit Notion und eine vertiefte Integration des Dienstes Perplexity.

Google Motion Assist gegen Reisekrankheit

Flankierend zur Betriebssystem-Aktualisierung wird eine neue Funktion zur Reduzierung von Reisekrankheit für Android-17-Geräte verfügbar. Das als „Motion Assist“ bezeichnete Feature, das zuvor ausschließlich auf Pixel-Geräten verfügbar war, wird nun über die Google Play Services (Version 26.37) auf Smartphones weiterer Hersteller wie Samsung, Motorola und Xiaomi ausgeweitet.

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Das System nutzt die Bewegungssensoren des Telefons, insbesondere das Gyroskop, um die physische Bewegung eines Fahrzeugs – sei es Auto, Bus oder Zug – zu erfassen. Auf dem Display werden synchron dazu subtile visuelle Elemente eingeblendet, um den sensorischen Konflikt zwischen den Augen und dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr zu minimieren.

Nutzer können die Funktion manuell über eine Kachel in den Schnelleinstellungen oder automatisch bei Fahrtbeginn aktivieren. Die Darstellung lässt sich individuell anpassen, wobei fünf verschiedene Farben sowie Formen wie Kreise, Quadrate oder Rhomben zur Auswahl stehen.

Auch die Deckkraft und die Sensitivität der Anzeige sind regulierbar. Obwohl das System den Komfort steigern soll, wird darauf hingewiesen, dass eine vollständige Beseitigung der Symptome nicht garantiert werden kann.