Die Einführung von Android 17 gewinnt bei internationalen Smartphone-Herstellern an Dynamik. Sowohl OnePlus als auch Motorola haben mit der schrittweisen Verteilung ihrer stabilen Softwareversionen begonnen. Die neuen Aktualisierungen bringen überarbeitete Benutzeroberflächen, ein verändertes Ressourcenmanagement sowie erweiterte Sicherheits- und Schutzmechanismen mit sich, die insbesondere auf den Umgang mit künstlicher Intelligenz abzielen.
OnePlus: Plattformwechsel zu ColorOS 17 und Start in Indien
Bei OnePlus ist der Übergang zu Android 17 mit einer strategischen Neuausrichtung der Benutzeroberfläche verbunden: Der Hersteller ersetzt OxygenOS regionsunabhängig durch ColorOS 17, ein Schritt, der bereits im Juli angekündigt worden war. Die Bereitstellung erfolgt in Wellen und startete in Indien vor dem Zeitplan, den ein offizieller Rollout-Plan vom 13. Oktober 2026 ursprünglich für Ende Oktober vorgesehen hatte.
Bereits ab dem 22. Oktober 2026 wurde das Flaggschiffmodell OnePlus 15 in Indien mit der Firmware-Version CPH2745_17.0.0.102(EX01) versorgt, nachdem zuvor eine Beta-Phase im August durchlaufen worden war.
Seit dem 26. Oktober 2026 erhalten weitere Modelle die stabile Fassung:
– Das OnePlus 13 erhält das Update unter der Kennung CPH2649_17.0.0.102(EX01).
– Das OnePlus 13s wird mit Build CPH2723_17.0.0.101(EX01) beziehungsweise CPH2723_17.0.0.101(CP10P02) aktualisiert.
– Das OnePlus 13R verzeichnet die Version CPH2691_17.0.0.105(EX01).
– Für das OnePlus 15R steht die Build-Nummer CPH2767_17.0.0.106(EX01) bereit.
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Das Tablet OnePlus Pad 4 bildet den bislang einzigen globalen Rollout des Herstellers. Termine für eine Verteilung auf den OnePlus-Smartphones in Europa und den USA sind bislang unbestätigt; das OnePlus 13s wird auf dem US-Markt regulär nicht vertrieben. Bei einem manuellen Rollback auf die Vorgängerversion OxygenOS 16 werden sämtliche Gerätedaten gelöscht.
Funktionell führt ColorOS 17 das Living Flow Design, neu gestaltete Schnelleinstellungen und Benachrichtigungsfelder sowie die Laminar Flow Engine und die Luminous Rendering Engine ein, um Verzögerungen bei hoher Speichernutzung zu reduzieren.
Zu den KI-Erweiterungen zählen der Organisationsassistent Mind Pilot, das Dokumentenwerkzeug OSee, der Dateibereich Mind Space sowie Erkennungsfunktionen für manipulierte Gesichter in Videoanrufen und synthetische Stimmen bei betrügerischen Anrufen.
Motorola: Aktualisierungen für Falt- und Mittelklassegeräte
Parallel dazu verteilt Motorola stabile Builds von Android 17 per Over-the-Air-Update an ausgewählte Modellreihen. Zu den ersten Empfängern gehört das Klapp-Smartphone Razr Ultra (2025), das außerhalb Nordamerikas unter der Bezeichnung Razr 60 Ultra geführt wird und dessen Rollout unter anderem in den USA anlief.
Für das Mittelklassemodell Edge 70 fusion steht die Version in mehreren asiatischen und europäischen Regionen zur Verfügung. Zudem erhält das Modell Motorola Signature das Betriebssystem-Upgrade nach dem Razr 70 Ultra.
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Die Neuerungen in Motorolas Systemumsetzung umfassen stapelbare Widgets, thematische App-Symbole, Live-Updates, eine manuelle HDR-Helligkeitskontrolle und automatisierte Zusammenfassungen von Benachrichtigungen. Für Multitasking-Szenarien wurden sogenannte Bubbles und angepasste Fensterfunktionen implementiert, begleitet von erweiterten Diebstahlschutz- und Datenschutzeinstellungen.
Während auf faltbaren Geräten zusätzliche Multitasking-Optionen greifen, fehlt auf Standardmodellen wie dem Edge 70 fusion der Tiefeneffekt für den Sperrbildschirm, der Premium- und Faltgeräten vorbehalten bleibt.
Im weiteren Verlauf plant Motorola die Bereitstellung von Android 17 für zahlreiche Baureihen, darunter Geräte der Serien Razr Fold, Razr 50 und 70, Edge 50 bis 70 sowie diverse Modelle der Moto-G-Reihe von der G37- bis zur G87-Generation. Genaue Veröffentlichungstermine für diese Modelle stehen noch aus.

