Google hat am 6. Mai die zweite Beta des Android 17 QPR1 veröffentlicht. Der Fokus liegt auf Stabilität und Fehlerbehebung.
Der neue Build mit der Nummer CP31.260423.012.A1 steht für eine Reihe von Pixel-Geräten bereit – vom Pixel 6 bis zum kürzlich gestarteten Pixel 10 Pro Fold. Entwickler und Early Adopters können die Software ab sofort testen. Die Beta enthält das Sicherheitsupdate vom April 2026 und adressiert mehrere kritische Systemfehler, die in früheren Versionen aufgetreten waren.
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Technische Verfeinerungen und gezielte Bugfixes
Ein zentrales Problem, das die Beta 2 behebt, war ein wiederkehrender Absturz der Terminal-Anwendung. Auch visuelle Fehler wurden korrigiert: So überlappten sich auf dem Sperrbildschirm Datums- und Wetterangaben mit dem Fingerabdruck-Symbol. Zudem zeigte die Anzeige der Signalstärke fehlerhafte Balken an, und es gab Probleme mit der Symbolskalierung sowie der Gesten-Navigation.
Auch auf Dateisystem-Ebene hat Google nachgebessert: Ein Datenkorruptionsfehler im Zusammenhang mit F2FS wurde behoben. Die Benutzeroberfläche erhält zudem kosmetische Anpassungen. Im Privacy-Dashboard wurde die Kategorie „agent activity“ in „AI assistant activity“ umbenannt – ein Hinweis auf die zunehmende Integration künstlicher Intelligenz. Das Symbol zum Bearbeiten der Schnelleinstellungen wurde überarbeitet, und Benachrichtigungspunkte zeigen nun einen weißen Ring für bessere Sichtbarkeit.
Der Weg zur offiziellen Enthüllung
Die Veröffentlichung der Beta 2 ist der letzte Schritt vor der großen Präsentation am 12. Mai. Dann zeigt Google im Rahmen der Veranstaltung „The Android Show: I/O Edition“ die Kernfunktionen von Android 17. Der Beta-Prozess läuft seit Februar: Die erste Beta erschien am 13. Februar, gefolgt von weiteren Versionen am 26. Februar, 26. März und 16. April.
Branchenbeobachter erwarten, dass Google auf der Mai-Präsentation tiefere Gemini-Integration, universelle App-Bubbles und einen dedizierten Hub-Mode vorstellt. Auch systemweite Unschärfeeffekte, verbesserte Bildschirmaufnahme-Funktionen und erweiterte geräteübergreifende Kontinuität stehen im Raum. Die Veranstaltung dient als Auftakt zur Google I/O 2026, die am 19. und 20. Mai stattfindet.
Parallel zur Beta-Entwicklung hat Google am 5. Mai auch das Mai-Update für das stabile Android 16 veröffentlicht. Es behebt hardware-spezifische Probleme der Pixel-7- bis Pixel-10-Serie: Das langsame kabellose Laden, das die Akkuladung auf 75 bis 80 Prozent begrenzte, wurde korrigiert. Auch Kamera-Abstürze beim Zoom-Video und Display-Flimmern auf dem Pixel 10 Pro und XL gehören der Vergangenheit an. Das Update enthält zudem einen Bootloader-Inkrement, der ein Zurücksetzen auf ältere Software-Builds verhindert.
Wettbewerbsumfeld: Samsung und Apple ziehen nach
Während Google an Android 17 arbeitet, bringen die Konkurrenten ihre eigenen Updates an den Start. Samsung begann am 6. Mai mit der stabilen Auslieferung von One UI 8.5. Das Update basiert auf Android 16 QPR2 und erreicht zunächst die Galaxy-S25-Serie in Südkorea. Eine globale Ausweitung nach Europa, Indien und in die USA wird bis zum 11. Mai erwartet.
One UI 8.5 bringt plattformübergreifende Funktionen wie AirDrop-kompatiblen Support in Quick Share und ein überarbeitetes Quick Panel. Samsung hat zudem neue KI-Funktionen integriert, darunter automatische Anruf-Filterung und einen agentischen KI-Assistenten. Die Update-Größe liegt für Beta-Teilnehmer zwischen 580 und 600 Megabyte. Nach dem Flaggschiff-Rollout sollen die Funktionen im Laufe des Mai auch auf die Galaxy-A-Serie und ältere Modelle kommen.
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Apple hat zeitgleich den Release Candidate für iOS 26.5 veröffentlicht. Ein Highlight: die Aktivierung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Chats zwischen iPhone und Android. Die Funktion basiert auf dem RCS Universal Profile 3.0 und wird in Zusammenarbeit mit ausgewählten Netzbetreibern ausgerollt. iOS 26.5 bereitet zudem Apple Maps auf „Suggested Places“ vor – gesponserte Empfehlungen, die ab Sommer in den USA und Kanada starten.
Infrastruktur und Branchentrends
Die Entwicklung hin zu intelligenteren und widerstandsfähigeren Mobilfunknetzen ist ein zentrales Thema aktueller Branchenberichte. Der US-Mobilfunkverband CTIA veröffentlichte am 6. Mai seinen Bericht „Wireless & AI“. Die Prognose: Innerhalb von zwei Jahren werden 75 Prozent aller Smartphones KI-gestützt sein. KI-bezogener Datenverkehr wächst demnach dreimal schneller als der gesamte mobile Datenverkehr und soll bis 2034 rund 30 Prozent des gesamten Breitbandverkehrs ausmachen. Ohne eine nationale Strategie zur Sicherung größerer Mid-Band-Spektrum-Blöcke droht der US-Wirtschaft laut CTIA ein Verlust von bis zu 1,4 Billionen Dollar an Innovationspotenzial.
Die Netzresilienz steht ebenfalls im Fokus. Verizon hat den Ausbau seiner „Satellite-Everywhere“-Katastrophenflotte auf 2.600 Einheiten erweitert. Das Unternehmen testet permanente Satelliten-Backups für Mobilfunkmasten in gefährdeten Regionen wie Georgia, Florida und den Carolinas.
T-Mobile verwies am 5. Mai auf Fortschritte seines Satelliten-zu-Mobilfunk-Dienstes, der in Partnerschaft mit SpaceX‘ Starlink entwickelt wurde. Während der jüngsten Winterstürme unterstützte der Dienst 250.000 Nutzer. T-Mobile hat die Satelliten-Funktionalität nun auf Reisende in Kanada und Neuseeland ausgeweitet – durch Partnerschaften mit Rogers und One NZ.
Ausblick: Was kommt als Nächstes?
Die zweite Jahreshälfte 2026 verspricht einen Wandel von reiner Konnektivität hin zu integrierter Intelligenz und engerer Hardware-Software-Verzahnung. Die offizielle Vorstellung von Android 17 am 12. Mai wird voraussichtlich die Richtung für die nächste Generation mobiler Erlebnisse vorgeben – insbesondere im Hinblick darauf, wie KI-Assistenten mit Kernsystemfunktionen interagieren.
Auch die Regulierungsbehörden werden aktiv. Die FCC schlug am 5. Mai strengere „Know Your Customer“-Regeln für Telekommunikationsanbieter vor, um illegale Robocalls einzudämmen. Diese Regeln würden eine strengere Identitätsprüfung der Kunden verlangen und könnten erhebliche Strafen nach sich ziehen, basierend auf dem Volumen des erzeugten illegalen Datenverkehrs. Die parallelen Entwicklungen bei Google, Samsung und Apple zeigen: Der Mobilfunkmarkt im Mai 2026 steht für eine doppelte Priorität – technologische Raffinesse und Verbraucherschutz.

