Google hat am 20. Oktober 2026 die Testversion Android 17 QPR3 Beta 2 für teilnehmende Pixel-Smartphones freigegeben. Das Update mit der Build-Nummer DP11.261002.005 und dem Sicherheitspatch vom 5. Oktober 2026 bringt eine gezielte Absicherung für den Sperrbildschirm.
Nutzerinnen und Nutzer im Android Beta Program können festlegen, dass zentrale Verbindungseinstellungen erst nach erfolgreicher Authentifizierung per PIN oder Fingerabdruck geändert werden dürfen.
Sperre für Konnektivität auf dem Sperrbildschirm
Die Neuerung betrifft die Kacheln für den Flugmodus, WLAN, Bluetooth sowie die mobilen Daten. Ist die Schutzfunktion aktiv, lassen sich diese Funkverbindungen bei gesperrtem Display nicht mehr ohne Autorisierung anpassen.
Andere Schalter der Schnelleinstellungen, darunter die Taschenlampe, das automatische Drehen des Bildschirms und der Energiesparmodus, bleiben weiterhin ohne Entsperren erreichbar.
Die Aktivierung erfolgt in den Systemeinstellungen wahlweise im Menübereich für Sicherheit und Datenschutz unter der Geräteentsperrung oder in den Anzeige- und Sperrbildschirmeinstellungen über die Option zur Sperrung der Konnektivität in den Schnelleinstellungen.
Hintergrund der Beschränkung ist der Geräteschutz: Das Verhindern schneller Statusänderungen soll erschweren, dass Unbefugte bei Diebstahl oder Verlust die Ortung des Geräts über bestehende Netzwerkverbindungen kappen.
Wer sein Android-Gerät über die neuen Sperrbildschirm-Optionen hinaus absichern möchte, sollte die grundlegenden Sicherheitsmechanismen des Systems kennen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in fünf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Smartphone effektiv gegen unbefugte Zugriffe und Datenmissbrauch schützen. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Google hatte im August 2026 zunächst erwogen, nahezu alle Schnelleinstellungen mit Ausnahme der Taschenlampe abzusichern, reduzierte den Eingriff letztlich jedoch auf die Netzwerkfunktionen.
Frühe Builds enthielten entsprechende Schutzmechanismen bereits im Juni. Am 21. Oktober 2026 wies der Android-Experte Mishaal Rahman öffentlich auf die reguläre Nutzbarkeit des Schalters für Betatester hin.
Zahlreiche Fehlerkorrekturen und unterstützte Hardware
Neben der Sicherheitsoption umfasst die Aktualisierung 21 dokumentierte Fehlerbehebungen. Das Systemupdate adressiert unter anderem unerwartete Abstürze und Neustarts, Abschaltungen während WhatsApp-Videoanrufen, temporär schwarze Bildschirme nach Telefongesprächen sowie Timeouts bei Bluetooth-Kopplungen.
Ein aktuell gehaltenes Betriebssystem ist das Fundament für ein sicheres Smartphone-Erlebnis und schützt vor gefährlichen Sicherheitslücken. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie automatische Updates richtig nutzen und Ihr Gerät dauerhaft vor Cyberkriminellen abschirmen. Android-Update-Ratgeber kostenlos herunterladen
Ebenfalls korrigiert wurden ein erhöhter Akkuverbrauch durch Bewegungssensoren nach Nutzung der Kamera oder Gesichtsentsperrung, Einfrieren bei Bildschirmaufnahmen nach Drehungen, das Nachklingeln verbundener Smartwatches sowie Probleme bei Airbnb-Mitteilungen und der Terminal-Linux-Umgebung. Hinzu kommen netzbetreiberspezifische Korrekturen für Dish Network, IT&E und OXIO.
Die Beta steht über drahtlose Systemaktualisierungen für das Pixel 6a, die Modellreihen Pixel 7 bis Pixel 11, das Pixel Fold, das Pixel 11 Pro Fold sowie das Pixel Tablet bereit. Die älteren Modelle Pixel 6 und Pixel 6 Pro werden nicht mehr unterstützt.
Das Verlassen des Betaprogramms ist in der Regel mit einem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen und dem Verlust lokaler Daten verbunden. Die finale Ausgabe von QPR3 wird für März 2027 erwartet, während das vorangehende QPR2 voraussichtlich im Dezember erscheint; offizielle Termine hat Google hierfür bislang nicht genannt.
Hinweise auf künftiges Werkzeug für Bildschirmaufnahmen
Ergänzend zu den freigeschalteten Funktionen brachte eine Analyse des Programmpakets durch das Portal Android Authority Hinweise auf künftige Werkzeuge zutage. Demnach enthält die Beta Verweise auf ein Zeichenwerkzeug für laufende Bildschirmaufnahmen, erkennbar an internen Paketnamen und Ressourcen für unterschiedliche Pinselgrößen und Farben.
Die Funktion ähnelt bestehenden Lösungen anderer Hersteller wie Samsungs Zeichenleiste auf Galaxy-Geräten. Aktuell handelt es sich bei dem Werkzeug jedoch lediglich um einen technischen Platzhalter ohne bedienbare Oberfläche. Bislang unterstützen Pixel-Geräte bei laufenden Bildschirmaufnahmen ausschließlich das Einblenden der Frontkamera.
Mehr zum Thema bei heise online: „Android 17 QPR3 Beta 2 lets you lock down Airplane mode and more“

