Google hat mit dem Rollout von Android Auto in Version 17.6 (Build 17.6.6634) begonnen und verändert damit erstmals seit längerer Zeit das äußere Erscheinungsbild der App spürbar.
Auffälligstes Merkmal ist ein neues App-Icon: Statt des bisherigen Blaus erscheint das Bugdroid-Maskottchen nun in Dunkelgrün, ergänzt um weichere, runde Kanten. Der Wandel ist Teil einer breiter angelegten optischen Überarbeitung, die Google für die Plattform vorbereitet.
Material 3 Expressive als nächster Schritt
Parallel zum Rollout von 17.6 kündigte Google ein Update im Design-System Material 3 Expressive an. Damit sollen künftig Widgets für Kontakte, Wetter und Garagentore sowie Video-Apps wie YouTube in die Android-Auto-Oberfläche integriert werden. Die Videowiedergabe soll dabei in Full-HD mit 60 Bildern pro Sekunde möglich sein, allerdings ausschließlich im Stand des Fahrzeugs.
Zusätzlich sind Unterstützung für Dolby Atmos sowie eine tiefere Einbindung von Gemini-Intelligenz vorgesehen. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für Material 3 Expressive nannte Google nicht, der Rollout der Video-Funktionen soll jedoch noch in diesem Jahr beginnen.
Wer die Video-App-Unterstützung nutzen möchte, benötigt dafür ein YouTube-Premium-Abonnement. Fährt das Fahrzeug, schaltet das System automatisch in einen reinen Audio-Modus um, sodass Videos nur bei stehendem Fahrzeug abgespielt werden können.
Weitere Funktionen in der Entwicklung
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Neben dem Redesign arbeitet Google an sogenannten Quick Toggles, darunter ein Schalter für den Nicht-stören-Modus. Diese Funktion ist serverseitig derzeit noch deaktiviert und dürfte erst zu einem späteren Zeitpunkt aktiviert werden.
Ebenfalls in einer frühen Beta-Phase entdeckt wurde eine experimentelle Wetteranzeige, die einen animierten Waschbären namens „Jimothy“ oberhalb der Musik-Karte zeigt. Die Anzeige stellt unter anderem die aktuelle Temperatur dar und lässt den Hintergrund je nach Wetterlage wechseln. Diese Funktion befindet sich bislang ausschließlich in Beta-Versionen und wurde noch nicht breit ausgerollt.
Laut Berichten plant Google zudem ein größeres, randloses Redesign der Android-Auto-Oberfläche, das bis zum Jahresende umgesetzt werden soll. Version 17.6 selbst bringt darüber hinaus Verbesserungen bei Verbindungsproblemen sowie eine tiefere Integration von Gemini.
Fehlerbehebungen für Abstürze
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Neben den optischen und funktionalen Neuerungen adressiert Google mit dem aktuellen Rollout auch technische Probleme: Für die Versionen 17.2 und 17.3 Beta wird eine Fehlerbehebung ausgerollt, die Abstürze der App beheben soll. Als Ursache identifizierte Google nicht zertifizierte Aftermarket-Head-Units, die in manchen Fahrzeugen nachträglich verbaut wurden.
Einordnung
Mit dem Zusammenspiel aus neuem Icon, angekündigtem Material-3-Expressive-Update und den in Beta sichtbaren Experimenten wie der Wetteranzeige zeichnet sich ab, dass Google Android Auto in den kommenden Monaten schrittweise grundlegend überarbeiten will.
Während einzelne Funktionen wie die Video-App-Unterstützung bereits einen groben Zeitrahmen für den Rollout haben, bleiben andere Neuerungen wie die Quick Toggles oder das große randlose Redesign vorerst ohne festen Starttermin. Nutzer dürften die Veränderungen daher nicht auf einen Schlag, sondern über mehrere Updates verteilt zu Gesicht bekommen.

