Google verteilt die stabile Version von Android Auto 18.1 stufenweise über den Google Play Store. Die neue Softwareversion mit der Build-Nummer 18.1.6644 soll laut Berichten bis zum Monatsende alle Nutzer erreichen. Ein offizielles Änderungsprotokoll hat Google für diese Aktualisierung nicht bereitgestellt. Dennoch liefern Analysen des Software-Codes erste Einblicke in geplante Neuerungen.
Hinweise auf überarbeitete Telefon-App und Dual-SIM-Funktionen
In der Version 18.1 finden sich Hinweise auf eine Neugestaltung der Telefon-App. Diese orientiert sich am Designsystem Material 3 Expressive und zeichnet sich durch größere Schaltflächen aus, was die Bedienung während der Fahrt erleichtern soll.
Bereits in Android Auto 18.0 wurden Vorbereitungen für den Betrieb mit zwei SIM-Karten entdeckt. Die Software enthält Code-Zeilen für eine separate Anzeige beider SIM-Karten, die für Endanwender bislang jedoch noch nicht freigeschaltet ist.
Vorgesehen sind unter anderem die Festlegung einer Standardnummer für jeden hinterlegten Kontakt sowie das automatische Merken der zuletzt für ein Gespräch genutzten Rufnummer. Zudem testet Google über die Cars App Library aktualisierte Anwendungen für Audio, Kurznachrichten und Telefonate.
Kommendes Großupdate bringt Widgets und neue Bildschirmformate
Größere funktionale Erweiterungen zeichnen sich für spätere Aktualisierungen ab. Das nächste umfassende Update für die Plattform trägt den Codenamen „Cielo“ und wird für Ende 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet. Diese Version soll die Unterstützung für Widgets sowie für ungewöhnliche Bildschirmformate und sämtliche Displaygrößen in Fahrzeugen einführen.
Zudem bereitet Google die Integration von Video- und Browser-Apps für Android Auto vor. Auf dem Dev Summit Anfang November 2026 bestätigte das Unternehmen, dass entsprechende Anwendungen zeitnah erscheinen sollen. Die Nutzung von Videos und Browsern bleibt aus Sicherheitsgründen strikt auf das geparkte Fahrzeug beschränkt.
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Dieselbe Vorgabe gilt bereits offiziell seit dem Sommer 2026 für Spiele auf der Plattform. Während Video-Apps im Schwesterbetriebssystem Android Automotive bereits verfügbar sind und der Browser sich dort im Betatest befindet, steht die Umsetzung für Android Auto noch aus.
Im Mai 2026 hatte Google den Start von Video-Anwendungen für ausgewählte Fahrzeuge vor Ende 2027 in Aussicht gestellt; setzt sich das Auto in Bewegung, schaltet die Software automatisch in einen reinen Audiomodus.
Nach Googles aktuellem Zeitplan soll die Testphase für eine offizielle YouTube-App in den letzten Wochen des Jahres 2026 anlaufen, gefolgt von einer Bereitstellung auf regulären Geräten im ersten Quartal 2027. Auch hier ist die Videowiedergabe nur im stehenden Fahrzeug möglich; wer lediglich den Ton während der Fahrt weiterhören möchte, benötigt ein Abonnement von YouTube Premium.
Testspuren für Arbeitsprofile in Fahrzeugen
Parallel zu den Multimediaplänen arbeitet Google offenbar an Funktionen für Firmenkunden. Eine Untersuchung der Softwareversion 18.0.664204 zeigte ein verstecktes, bislang funktionsloses Aktentaschen-Symbol über der App-Übersicht, das auf einen Arbeitsmodus hindeutet.
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Derartige Arbeitsprofile trennen berufliche Anwendungen und Daten strikt vom privaten Nutzerkonto. Bislang ist die Integration lückenhaft: Microsoft Teams bietet keine Unterstützung für Android Auto innerhalb des Arbeitsprofils, und Google Meet unterdrückt anstehende Besprechungen sowie Anruflisten auf dem Armaturenbrett.
Eine offizielle Integration würde das Umschalten in Firmenwagen erleichtern, während IT-Administratoren weiterhin die Kontrolle über die zugelassenen Anwendungen auf den verwalteten Geräten behalten. Zu einem möglichen Starttermin oder den genauen Funktionen des Arbeitsmodus hat sich Google bislang nicht geäußert.

