Google erweitert das App-Angebot und den Funktionsumfang für Fahrzeuge mit Android Automotive sowie integrierten Google-Diensten. Im Mittelpunkt der Aktualisierung stehen Neuerungen bei der Mediennutzung während der Fahrt, zusätzliche Unterhaltungsangebote für Ladepausen sowie eine überarbeitete Benutzeroberfläche des Google Play Store.
Zu den zentralen Neuerungen zählt unter anderem die Möglichkeit, die YouTube-App im Fahrzeug rein als Audioquelle im Hintergrund weiterlaufen zu lassen, sowie die Bereitstellung des Browsers Firefox.
Hintergrundwiedergabe für YouTube und neue Browser-Option
Mit der Aktualisierung passt Google die Nutzung von YouTube an den automobilen Kontext an. Während Videoinhalte aus Sicherheitsgründen weiterhin nur bei stehendem Fahrzeug abgespielt werden können und ein kostenpflichtiges YouTube-Premium-Abonnement voraussetzen, schaltet das System bei Fahrtantritt nun auf eine reine Audiowiedergabe um. Die Tonspur läuft im Hintergrund weiter, sodass Fahrzeuginsassen Videos nicht mehr abbrechen müssen, sobald sich das Auto in Bewegung setzt.
Zudem erweitert der Technologiekonzern das Angebot an Webbrowsern im Fahrzeug. Neben Chrome steht künftig auch Firefox als Option im bordeigenen Anwendungsgeschäft bereit. Ebenso wie bei Videodiensten und Spielen gilt auch für Browser, dass diese Anwendungen nur in einem bestimmten Fahrzeugzustand, namentlich im geparkten Zustand, vollumfänglich genutzt werden können.
Trennung von Fahr- und Parkmodus im Play Store
Der Katalog des Play Store für Fahrzeuge umfasst inzwischen über 700 Apps. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Ablenkungen am Steuer zu vermeiden, trennt die Plattform streng zwischen dem Fahr- und dem Parkmodus. Unterhaltungsanwendungen wie die Streamingdienste Starz und JioHotstar sowie Spiele wie Ludo King sind exklusiv für Parkphasen freigegeben.
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Parallel dazu führt Google eine überarbeitete Oberfläche für den Play Store im Auto ein. Diese gliedert sich in drei wesentliche Neuerungen:
– Ein Startbereich mit empfohlenen Apps und der Möglichkeit zum Download mit einem einzigen Fingertipp.
– Eine vereinfachte Navigation mit kuratierten Sammlungen, die gezielt nach Fahr- und Parksituationen unterteilt sind.
– Ein flexibles Layout, das sich dynamisch an unterschiedliche Bildschirmformen, Displaygrößen und Ausrichtungen anpasst.
Für Entwickler wird zudem die Erstellung eigener Anwendungen über das Google AI Studio ohne separates Entwicklerprofil ermöglicht. Zukünftig sind zudem Funktionen wie Gemini-App-Empfehlungen und Ask Play für Anwendungs-Vergleiche geplant.
Breiter Rollout über mehrere Automarken
Wie Google am 13. Oktober 2026 mitteilte, erreicht das Ökosystem mittlerweile über 100 Fahrzeugmodelle von 16 Herstellern. Vom erweiterten Angebot und den automatischen Bildschirm-Aktualisierungen, die in den kommenden Wochen verteilt werden, profitieren Autos mit voll integriertem Google-System. Dazu zählen unter anderem Modelle von Volvo sowie Partnerschaften mit Marken wie Mazda, Honda, Polestar und BYD.
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Als Hardware-Beispiele für künftige Generationen mit großem Mittendisplay, Google Maps und Gemini nennt das Unternehmen unter anderem den Chevrolet Silverado 1500 und den GMC Sierra 1500 des Modelljahrgangs 2027, darunter die Modellvariante GMC Sierra 1500 Denali Ultimate AT4X.
Auch im Audio- und Informationsbereich arbeitet das Unternehmen mit weiteren Partnern zusammen, darunter Audible, Pandora, SiriusXM, Amazon Music, TuneIn, Gaana sowie The Post.

